Aus der Amazon.de-Redaktion
Unweit der Küste Hawaiis liegt am Meeresgrund des Pazifischen Ozeans die Stadt Bikini Bottom. Hier lebt der etwas naive, aber liebenswerte rechteckige Schwamm Spongebob zusammen mit seiner Hausschnecke Gary in einer möblierten Ananas. Das allein klingt schon ziemlich absurd, aber es kommt noch besser: Spongebob arbeitet ebenso wie sein Nachbar der ewig miesepetrige Tintenfisch Thaddäus im Fast-Food-Restaurant Krosse Krabbe, das von Mr. Krabs, dem personifizierten Geiz, betrieben wird. Gemeinsam mit seinem besten Freund Patrick, einem Seestern, der so blöd ist, dass man ihn einfach gern haben muss, macht Spongebob jede Menge Unsinn und treibt die Bewohner von Bikini Bottom mit seinem überbordenden Optimismus und seinem wohlmeinenden Eifer so manches Mal in den Wahnsinn.
Ob Spongebobs heiß geliebter Pfannenwender bei der Zubereitung eines Monster-Krabbenburgers zerbricht oder Mr. Krabs ihn in den Zwangsurlaub schickt der liebenswerte Schwammkopf scheint das Chaos magisch anzuziehen. Außerdem muss Spongebob seinem geizigen Chef helfen, den 16. Geburtstag seiner Tochter Perla zu organisieren und verfällt einer alten gepuderten Perücke, die ihn zum Gespött der ganzen Stadt macht. Richtig verrückt wird es, als Patrick sich verkleidet und als Patricia in der Krossen Krabbe als Bedienung anfängt: Alle erliegen dem unwiderstehlichen Charme der vermeintlichen Seesterndame. Thaddäus dagegen glaubt, an Schneckenwahnsinn erkrankt zu sein, und Sandy fürchtet, Bikini Bottom verlassen zu müssen, weil sie den Schimpansen, die ihre Forschungen finanzieren, keine unglaubliche Erfindung vorweisen kann.
Die DVD Der 16. Geburtstag bietet sieben Folgen aus der vierten Staffeln der beliebten Zeichentrickserie, die seit 2002 auch in Deutschland jung und alt gleichermaßen begeistert. Der Begriff Kult wird inzwischen reichlich inflationär benutzt, aber SpongeBob Schwammkopf ist auf dem besten Weg, ein solcher zu werden. Das Besondere an der schrägen TV-Serie des Trickfilmspezialisten und ausgebildeten Meeresbiologen Stephen Hillenburg ist, dass er Zuschauer jeden Alters anspricht: Die jüngsten Schwammkopf-Fans ab fünf Jahren erfreuen sich an den spaßigen Geschichten, deren intelligenter Witz sich für Teenager und Erwachsene schon ganz anders darstellt. Handlung und Dialoge bieten vordergründig harmlose Unterhaltung, aber die Geschichten haben mehrere Bedeutungsebenen und enthalten Anspielungen, die sich Kindern noch gar nicht erschließen. So kann ohne Probleme die ganze Familie die kunterbunten Abenteuer des gelben Schwamms und seiner Freunde genießen, Spaß an den herrlich absurden Geschichten und Charakteren haben und immer wieder von neuen abstrusen Einfällen überrascht werden. -- Birgit Schwenger
Kurzbeschreibung
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Blickpunkt: Film
Begonnen wird der erste Kino-Ausflug des rechteckigen Schwamms mit einer Spielfilm-Einlage, in der Piraten Karten zum 'Schwammkopf'-Film als vermeintlichen Schatz identifizieren und sich damit zum nächsten Kino begeben. Nach diesem Kunstgriff macht der Zuschauer Bekanntschaft mit dem porösen Protagonisten, der in der Meeressiedlung Bikini Bottom als Fast-Food-Koch arbeitet.
Er sieht zunächst inbrünstig singend (eine von mehreren inspiriert-infantilen Intonierungen) seiner Beförderung zum Manager entgegen und ist geknickt, als ein Kollege den Job bekommt. Dennoch ist er bereit, mit seinem besten Freund, dem Seestern Patrick, die gestohlene Krone des hitzköpfigen König Neptun zu suchen, um so seinen fälschlich beschuldigten Boss vor der Hinrichtung zu bewahren. Dafür gilt es, eine gefahrvolle Reise nach Shell City zu unternehmen und die Bekanntschaft mit diversen Monstern und miesen Typen zu überleben. Dem großen Finale wird schließlich auf dem haarigen Rücken von David Hasselhoff zugesteuert, der gutmütig selbstparodistisch in seiner 'Baywatch'-Rolle auftaucht und sich als maritimes Transportmittel für die beiden Helden anbietet.
Serienmacher (und ehemaliger Meeresbiologie-Student) Stephen Hillenburg, der mit Sherm Cohen Regie führte, und mit mehren Autoren für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, lässt seinen eigenwilligen Zeichentrickfilm mit exzentrischen Einfällen überschäumen. Da wird ein Planktonteilchen zum größenwahnsinnigen Tyrannen, der die Meeresbewohner mit Gedankenkontrolle versklavt; zum Trösten feiern Spongebob und Patrick ein Eiskrem-Gelage, das mit Kater endet, und zum Schluss befreit Spongebob, zum Gitarrenmagier à la Jimmy Page verwandelt, seine Mitbürger mit Rockrhythmen von ihrer geistigen Unterdrückung.
Optisch umgesetzt wurde der Spaß im simpel gezeichneten Zeichentrick-Look der Serie, wobei die leuchtend-bunte Farbpalette das unbeschwert fröhliche Flair der Komödie unterstreicht. Der kommerzielle Erfolg in Übersee wird davon abhängen, inwieweit viele der in amerikanischer Popkultur verwurzelten Gags ankommen und ob der urkomische Originalsprecher Tom Kenny in der deutschen Synchronisation adäquat ersetzt werden kann - da der Schwammkopf aber auch schon in Deutschland über eine große Fangemeinde verfügt, sollte man sich keine Sorgen machen. ara.