Letzten Sonntag habe ich Splatterhouse auf der XBox 360 durchgespielt.
Wieder spielt man die Hauptfigur Rick, der seine Freundin Jennifer vor Monstern aller Art retten muss.
Splatterhouse ist ein Beat em Up im Celshading-Look, das trotzdem über teils sehr scharfe Texturen und insgesamt ansehnliche Grafik verfügt. Serienüblich ist Splatterhouse enorm blutig, was durch den überzeichneten Comicstil jedoch nie wirklich schlimm wirkt. Trotzdem spritzt und sprudelt es an allen Ecken und Enden, der Bildschirm ist fast immer mit roter Farbe zugekleistert. Man kann wieder allerlei Schlag- und Wurfwaffen benutzen, auch die Schrotflinte hat wieder einen kurzen Auftritt. Originell ist das Feature, den Gegnern Gliedmaßen abzutrennen oder auszureißen, um diese dann als Waffe zu verwenden. Auch Arme die Rick abgetrennt wurden, können als Waffe benutzt werden, welche zum Glück aber wieder nachwachsen.
Splatterhouse wird mit Trash/Metal-Musik passend untermalt. Es ist 12 Kapitel lang und für Fans der Klassiker ist sicher interessant, dass im Laufe der Kampagne die drei Vorgänger (1988, 1992, 1993) freigeschaltet werden können. Wirklich sehr nett. An dieser Stelle will ich bei aller Bescheidenheit erwähnen, dass ich 1993 das Kunststück vollbracht habe, das unglaublich schwere Splatterhouse 2 auf dem Megadrive bis zum bitteren Ende durchzuspielen.
Ach ja, auch für Fans des Cthulu-Mythos von H.P.Lovecroft gibt es im neuen Splatterhouse einiges zu sehen.
Gefallen haben mir weiters die teils sehr witzigen Dialoge zwischen Rick und der Maske, die sich oft die Bälle zuwerfen.
Außerdem gibt es eine Schnitzeljagd nach teilweise sehr erotischen Bildern von Jennifer, die überall im Spiel vertreut sind. Das hier ist wohl der Wiederspielwert Nummer Eins. ;)
Nicht so begeisert war ich von sehr frustigen Hüpfeinlagen und den katastrophalen Ladezeiten. 10 Sekunden Spielen, in den Tod stürzen und danach 30 Sekunden den Ladebildschirm betrachten steht in Splatterhouse nicht selten auf dem Plan. Frustiger geht es kaum. Das kommt besonders oft in den zwar stylischen, aber auch teils recht schwierigen Sidescrolling-Abschnitten vor.
Insgesamt ist Splatterhouse allerdings ein sehr gutes Remake bzw. Fortsetzung, die ich nicht nur Freunden der alten Teile wärmstens ans Herz legen kann.