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Splatter Movies, Essays zum modernen Horrorfilm (Deep Focus 4)
 
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Splatter Movies, Essays zum modernen Horrorfilm (Deep Focus 4) [Broschiert]

Julia Köhne , Ralph Kuschke , Arno Meteling
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Broschiert, 10. Juli 2006 --  

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Produktinformation

  • Broschiert: 244 Seiten
  • Verlag: Bertz + Fischer; Auflage: 2., überarb. A. (10. Juli 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865053041
  • ISBN-13: 978-3865053046
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 16,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.012.602 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Essays und Interviews zum umstrittensten aller Filmgenres

Das englische Wort »Splatter« beschreibt lautmalerisch eine spritzende Blutfontäne – und gab einer Spielart des modernen Horrorfilms ihren Namen, die den Zuschauer mit gewaltsam geöffneten und aufgebrochenen Körpern konfrontiert. Augen werden ausgestochen, Arme und Beine abgetrennt und Köpfe durchbohrt. Die Kamera wird zum Endoskop und zeigt das Mord- und Schlachtinstrument, wie es in das Körperinnere eindringt. Seinen Höhepunkt hatte das Splatterkino in den 1970er und 1980er Jahren, aber die Remakes von zwei Klassikern – THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE und DAWN OF THE DEAD – zeigen, dass das umstrittenste aller Filmgenres nach wie vor populär ist. Der Sammelband diskutiert die Politik und Ästhetik eines Genres, das die letzten Tabus im Kino radikal in Frage stellt. Er enthält außerdem Interviews mit Jörg Buttgereit und Christoph Schlingensief. Mit umfangreicher Bibliografie und einem Splatter-Filmkanon im Anhang. Zweite, durchgesehene Auflage.

Mit Beiträgen von Elisabeth Bronfen, Gabriele Dietze, Thomas Groh, Judith Halberstam, Stefan Höltgen, Julia Köhne, Ralph Kuschke, James McFarland, Arno Meteling, Manfred Riepe, Drehli Robnik, Marcus Stiglegger und Gerburg Treusch-Dieter.

Über den Autor

Arno Meteling (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungskolleg »Medien und kulturelle Kommunikation« in Köln. Seine Arbeitsfelder sind Literatur und Ästhetik des 18.-21. Jh., Film und Medientheorie.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Splatterfilme 29. März 2007
Format:Broschiert
Wie alle Sammelbände ist es auch bei diesem der Fall, daß die Qualität der Aufsätze alles andere als homogen ist. Ausgehend von einer Konferenz mit dem Namen "Bodies that splatter" aus dem Jahre 2003 folgt nun der Sammelband zu dieser. Allein auch durch die Aufteilung des Buches in Sektion, wie es bei wissenschaftlichen Konferenzen oder Tagungen üblich ist, macht das deutlich.

Aus Zeitschriften und anderen Veröffentlichungen sind es vor allen Dingen Autoren wie Stefan Höltgen, Marcus Stiglegger und Arno Meteling, welche sich in einem film- rsp. medienwissenschaftlichen Diskurs mit dem Genre des Horrorfilms beschäftigen, der hier im Titel schon mit dem modernen Horrorfilm gleichgesetzt wird, was nur bedingt richtig sein kann.

Neben alten Themen, wie Cronenbergs Filme im Zirkel der Gender-/Horrordebatte (Julia Köhne) und eine Abhandlung zum leidigen Thema Zensur und Horrorfilm am Bsp. "Tanz der Teufel" (Manfred Riepe) fallen vor allem die Aufsätze zu wirklich neuen Produktionen wie "House of the 1000 Corpses" (Meteling) und "Scream" auf (Elisabeth Bronfen), die nicht nur diese Filme erst in die Diskussion bringen, sondern auch eine Relektüre des Vorhandenen bedeuten können.

Neu heiß aber nicht auch, daß die Thesen zu den Filmen neu sind. So beim Aufsatz von Judith Halberstam, die teilweise schon abgedroschene Phrasen der Genderdebatte versucht als Schablone über "Chuckys Braut" zu legen und dabei mehr als redundant wirkt.

Des Weiteren fällt auf, daß der Ansatz Splatter als eine Ästehtik zu verstehen nicht durchgängig beibehalten wird. Findet man doch im Kanon am Ende des Buches (der wie jeder Kanon unter dem Problem der Exklusion leidet) einen Film wie die "Passion Christi", der Splatter als Ästhetik deutlich vormacht, wird dieser Aspekt in einigen Aufsätzen ausgeklammert.

Ein besonderer Zusatz sind hierbei aber auch noch die Interviews mit Jörg Buttgereit und Christoph Schlingensief, die von ihrer Tätigkeit im Sinne des "unterschlagenen Films" in Deutschland berichten.

Fazit: Ein wissenschaftliches Buch mit unterschiedlichen Ansätze in unterschiedlicher Qualität, welches Themen verhandelt, über die in Zukunft hoffentlich weiter nachgedacht und geschrieben wird.
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keine diskussionen... 19. August 2008
Format:Broschiert
natürlich ist wie bei allen sammlungen die qualität der essays unterschiedlich. fakt ist aber, dass dieses buch der beste wissenschaftliche sammelband über den splatterfilm ist, das in deutschland verfügbar ist. für alle, die sich aufgrund von forschungszwecken mit der thematik auseinandersetzen wollen unerlässlich.
für horror- und splatterfilmfans durchaus lesenswert.
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Das Bemühen, ein "ernsthaftes" Buch zum Thema "Splatter" zu verfassen, mag lobenswert sein, das Ergebnis ist allerdings in diesem Fall nicht wirklich befriedigend. Die von unterschiedlichen Autoren verfassten Artikel schwanken sehr in Ansatz und Form und lassen das gesamte Werk dadurch inhomogen erscheinen. Sehr eigenartig wirkt teilweise auch die Auswahl der besprochenen Filme. Was "Chucky und seine Braut" etwa in diesem Buch zu suchen hat, ist mir schleierhaft. Auch ein ganzes Kapitel zu Wes Cravens "Scream" war nicht nötig, da dieser Film eigentlich kaum Splatter-Elemente enthält.

Schon die Definition von Splatter als ein Sub-Genre des Horrorfilms scheint mir problematisch (geschweige denn die Gleichsetzung mit dem modernen Horrorfilm als Ganzes, wie ein anderer Rezensent bereits treffend bemerkt hat), da Splatterfilme per se keine thematischen Ähnlichkeiten aufweisen, sondern sich lediglich desselben Stilmittels - der exzessiven Darstellung von Gewalt und der Zerstörung des Körpers - bedienen.

Was das Buch für mich aber nahezu ungenießbar macht, ist der hochtrabende und vergeistigte Stil, in dem die meisten Artikel geschrieben sind. Eine seriöse Abhandlung zu schreiben setzt nicht notweniger Weise voraus, dabei die komplizierteste Ausdrucksweise zu verwenden, zu der man fähig ist. In dieser Hinsicht (und auch in manch anderer) ist etwa Seeßlens und Jungs umfassendes Buch "Horror" weitaus gelungener, da es treffende Betrachtungen und Analysen mit einem leichtverständlichen Stil kombiniert.

"Splatter Movies" mag für Film- oder Psychologiestudenten von Nutzen sein, um daraus die ein oder andere Fußnote für eine Arbeit zu verwenden, ansonsten hat das Buch leider wenig zu bieten.
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