Spirou und Fantasio 5: Champignons für den Diktator
Spirou und Fantasio gehören zu den Klassikern der frankobelgischen Comics. Bereits 1938 von dem Franzosen Rob-Vel (Robert Velter) geschaffen, entwickelte es sich nach dem 2. Weltkrieg unter Andre Franquin zum Renner, da er auf er längere Geschichten setzte, und diverse Nebenfiguren erfand. Die ersten 17 deutschen Ausgaben stammen von Franquin, und werden von den Fans bedenkenlos empfohlen, während sich die Geister bei den späteren Zeichnern doch sehr scheiden. Carlsen bringt seit 2003 eine überarbeitete und einheitliche Neuauflage heraus, erkennbar am blauen Buchrücken.
Spirou und Fantasio fahren zum Graf von Rummelsdorf, um das Marsupilami zu besuchen. Der Graf hat ein Mittel auf Pilzbasis gefunden, welches Metal instabil werden läßt. Es kommt, wie es kommen muß: das Marsupilami klaut das Mittel, und läuft in die Stadt, um dort ein wenig für Chaos zu suchen. Gags am laufenden Band sind garantiert.
Aufgrund dieses Ereignisses beschließen Spirou und Fantasio, das Marsupilami wieder nach Palumbien zu bringen, wo es zuhause ist.
Als die 3 dort ankommen, wird Fantasio wieder von seinem Temperament überwältigt. Es kommt zu einer Schlägerei mit einigen Soldaten, und Spirou und Fantasio werden festgenommen. Aber statt in einem mittelamerikanischen Gefängnis zu versauern, werden die Freunde dem Diktator des Landes vorgeführt. Doch zu ihrer Überraschung handelt es sich dabei um einen alten Bekannten...
Der Band lebt von den kreativen Möglichkeiten, die die Erfindung des Grafen findet, und der treffenden Beschreibung einer mittelamerikanischen Militärdiktatur. Gekonnt setzt Franquin bekannte Figuren ein, sei es nur am Rande wie z.B. den Direktors des Zoos, in dem das Marsupilami anfangs war, oder offensichtlich wie bei dem Diktator von Palumbien.
Ein gelungenes Spektakel unter fremden Sternen!