So ähnlich könnte man das Buch in einem Satz beschreiben. Die Autorin hat in dreizehn Kapiteln die wichtigsten Grundlagen zur Magie erklärt und vor allem, warum es absoluter Unsinn ist, nur nach einem Rezept zaubern zu wollen. Denn wer die religiösen Hintergründe vergisst, kann gleich das Ganze vergessen.
Sie beginnt mit dem Einstieg in die Magie und erklärt auch, was Energie ist, wie man zur Göttin wird, wie gerade Frauen ihre Angst vor dem gehörnten Gott verlieren können, wie man richtig die Divinnation gebraucht (wobei sie hier keine allgemeingültige Deutungen gibt, sondern eher, wie man sich der Divination nähert, wie man ihr dankt und so weiter) und rupft sogar die sogenannte Dreifache Regel auseinander. Spätestens da hatte sie meinen vollen Respekt, da mir die Dreieregel, so wie ich sie kennengelernt hatte, immer ein wenig suspekt war. Sie hat dieses Gefühl endlich in Worte fassen können.
Zu jedem Kapitel gibt sie Übungen und Aufgaben, wie man sich gerade diesem Thema nähern kann, wobei sie hier klar zwischen AnfängerIn und Fortgeschrittene unterscheidet, da beide ja unterschiedliche Kenntnisse haben. Was mich aber ein wenig aufmerksam machen lässt ist die Frage, wann ist für sie jemand noch AnfängerIn und ab wann ist man einE Fortgeschrittene. Denn ich kenne viele Hexen, die sich gerne mal selbst überschätzen. Daher hätte sie gerade für die einen Hinweis geben können, ab wann man das machen sollte.
Besonders schön ist hier, dass die Autorin Tipps gibt, wie man den Glauben mit der Magie vereinigen kann. Gut, jetzt werden einige sagen, wer das nicht weiß, kann das Ganze gleich lassen, doch es gibt immer wieder welche, die gerne Ratschläge suchen und diese nicht in den herkömllichen Büchern finden. Daher finde ich es schon wichtig, dass solche Bücher es erklären.
Warum ich aber dem Buch mal wieder ein Stern weniger geben muss liegt an folgendem:
Die Autorin erklärte, dass man erst weiterlesen soll, wenn man die Übungen absolviert hat. Nun, dann musste es fast kommen, dass es eine Übung gibt, deren Ende erst ein Kapitel später erklärt wurde. Nun, ich stelle mir gerade vor, man sitzt im magischen Kreis und weiß nicht, wie man ihn auflösen soll, weil das erst später kommt. Schon lustig in meinen Augen, sorry.
Sonst kann ich das Buch nur jeder Junghexe empfehlen, da es sehr gut ist. Denn hier werden die wichtigen Grundlagen erklärt und vor allem, es lehrt auch zum selbstdenken und stempelt die Nicht-Wiccas ab und gibt daher Tipps, wie man als Alleinpraktizierende Hexe arbeiten kann (was meines Erachtens sehr wichtig ist).
Hut ab also vor diesem Buch und ich kann es nur empfehlen.