Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wichtig, aber widersprüchlich, 12. April 2008
Dieses Buch heißt im Original "Spiritual Warfare", also "Spirituelle Kriegsführung" - diese Übersetzung des Titels wäre m.E. passender gewesen, als "Spirituelle Dissonanz".
Jed McKenna sucht nach der Wahrheit. Und er hat sie gefunden, darüber läßt er den Leser nicht im Zweifel.
Nach einem aus meiner Sicht etwas nervig / festgefahrenen zweiten Band (siehe meine Rezension dort), der auf einer nach Meinung des Autors genialen Neuinterpretation von Melvilles "Mobby Dick" basierte, ist sein drittes (und wohl endgültig letztes) Buch von einer höheren Reife in seinen spirituellen Ansichten geprägt.
McKenna limitiert sich jedoch weiterhin selbst, indem er die tiefen Inhalte der diversen Religionen nicht geschickt herausfiltert, sondern einfach in Bausch und Bogen verdammt. Man braucht keine anderen Weisen, so McKenna, nur das eigene Denken zählt. Diese Aussage ist eingebettet in die üppig präsentierten Zitate der gerade geschmähten Vordenker. Was aber bliebe übrig, striche man all diese heraus und entfernte man Anekdoten und oft nur lästige Wiederholungen?
McKenna kritisiert etwa Ramana Maharshi dafür, daß er mehr gesagt hat als nur "Frage Dich selbst: Wer bin ich?" - er hätte danach keine weiteren Hinweise mehr geben dürfen sondern es den Menschen selbst überlassen sollen, EINZIG mit dieser Frage zur Erleuchtung zu kommen. McKenna dagegen schreibt drei Bücher zum Thema, die auch als MP3, CD und eBook verfügbar sind (die Action-Figur ist in Planung )und verdammt im selben Atemzug den unerträglichen Kommerz aller anderen spirituellen Lehrer. McKenna (ein Pseudonym, übrigens) erwähnt in seinen Büchern seinen Erfolg und seine großen, teuren Villen. Ramana Maharshi hatte weltlichen Besitz zumindest nicht im Programm.
Nachdem McKenna in Teil 1 (" Verflixte Erleuchtung. Als Schmetterling unter Raupen") nur seine "selbst erfundene Methode Spirituelle Selbstauflösung" (aka "Rinzai Zen") propagiert und als "ausreichend" bezeichnet, kommen in Teil 3 "Spiritual Warfare" noch "Gebet" und "auf den Tod gerichtete Aufmerksamkeit" hinzu. Die drei Techniken sind alle weder neu, noch von McKenna erdacht. Das müssen sie auch nicht sein, aber McKenna sollte ihre Erfinder nicht gleichzeitig als Scharlatane verurteilen.
Unverständlich bleibt, warum Jed McKenna durch seine "Erleuchtung" in die persönliche Einsamkeit geführt wird und Begriffe wie Raum ("Space"), Liebe oder einfach nur "Freude am Dasein" fehlen. Nähme man diese hinzu und ließe man neben dem von ihm vorgeschlagenen Rinzai Zen / spirituelle Autolyse auch noch den Soto Zen (oder die moderne Form z.B. in der von E. Tolle beschriebenen Form) als Technik zu, würde sicher ein breiterer Leserkreis angesprochen.
Mir wurde auch im dritten Buch nicht klar, warum Jed McKenna so unnachgiebig alles ablehnt, was nicht seiner eigenen Denkweise entspricht. Einmal ist das "Maja" pur, zum anderem überrascht, daß ein Erleuchteter nichts über die Vielfalt der Menschen und ihrer unterschiedlichen Herangehensweisen an die Wahrheitsfindung zu wissen scheint. Zudem nutzt der Autor den Schein anderer großer Denker in hohem Maße für seine eigene "Selbst-Beleuchtung". Nur - Beleuchtung ist nicht gleich Erleuchtung.
McKenna hat drei wichtige Bücher geschrieben, die Menschen aufrütteln können, Dinge äußerst klar ansprechen und deshalb unbedingt ihren Platz in der "Erleuchtungsliteratur" haben. Eine Bewertung fällt deshalb bei aller Widersprüchlichkeit schwer.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erwachen statt Erleuchtung, 4. Oktober 2008
Jed macht in diesem, seinem 3. Buch, den Unterschied zwischen Erleuchtung und Erwachen deutlich. Wobei Erleuchtung der Moment ist, den jeder irgendwann mal haben kann, im ständigen Wachseinzustand zu leben aber etwas anderes ist. Die Erleuchtung kann man durch spirituelle Techniken oder auch plötzlich und unerwartet erreichen. Viele verschließen sich allerdings nach diesem Moment wieder, wollen ihre Identifikation mit allem und jedem erhalten, da der Verlust ihnen Angst bereitet.
Erwachte Menschen sind in Jeds Augen die, die die Führung an das Universum abgegeben haben und sich vertrauensvoll dieser hingeben. So legt er allen nahe, sich mit dem Tod anzufreunden um das Leben leben. Dieses ewige Todesbewusstsein, "dieser Tag ist immer der richtige um zu sterben," lässt ihn und auch alle anderen, die sich darauf einlassen, das Leben in jedem Augenblick genießen.
So fordert er die Menschen auch auf hinzuschauen, jetzt, hier, es ist immer der richtige Zeitpunkt zu erwachen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch für Löwen, 5. Juni 2009
Dies Buch ist ein Weckruf, und wer es liest, sollte bereit sein, sich wecken zu lassen. Aufwachen bedeutet, den Traum loszulassen, sich der Realität zu stellen.
McKenna nimmt dem Leser alle Illusionen, konfrontiert ihn mit der Tatsache des Todes und der Bedeutungslosigkeit des Traumlebens.
Es steht nichts in dem Buch, das man nicht ähnlich auch bei anderen schon gelesen hat, aber McKenna hat einen erfrischend provokativen, unverblümten Stil und läßt dem Leser keine Schlupflöcher.
Sicherlich kommt er herablassend und überheblich rüber, und wie in seinen früheren Büchern spricht er auch hier zu Gruppen von Suchern wie ein Vater zu kleinen Kindern. Aber das kann dem Leser gleichgültig sein; wichtig ist, die Botschaft zu vernehmen und sie dann auch umzusetzen. Wer sich stattdessen am Stil des Autors festhält, hat die Gelegenheit verpasst.
Dies Buch zieht eine klare Trennlinie zwischen sog. Spiritualität, die sich als modischer Egoschmuck erschöpft und den Traumzustand zementiert, indem sie ihn erträglicher macht, und echter Spiritualität, die die Wahrheit sucht, koste es, was es wolle.
Die Einbettung in eine romanhafte, autobiographische (fiktive?) Rahmenhandlung macht die Aussagen lebendig und anschaulich.
Fünf Sterne, weil hier ein Diamant funkelt.
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