Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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50 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
So schlecht ist es gar nicht...!!!!, 4. Dezember 2009
Als ich die Trackliste für das Album "The spirit never dies" erfuhr, dachte ich mir gleich schon, dass es nur so eine "zusammengemixte" CD wird. Poison, Que Pasa Hombre und die Jeanny-Songs waren natürlich schon bekannt.
Als Falco-Fan entschied ich mich dann doch für den Kauf der CD. Gesamt gesehen ist es gar nicht einmal so schlecht, nein, es ist sogar gut!
01. Return to Forever 3.5/5
Wo ist hier bitte Falco?!? Bei diesem 2:08 Min "Song" hört man nur 2 bis 3 Verse von Falco.
Hat nichts mit Falco zu tun, aber der Sound ist trotzdem sehr gut und leitet perfekt auf das Lied
"Nuevo Africano" hin.
02. Nuevo Africano 4.5/5
Das ist wieder ein typischer Falco-Song. Sehr gut, einer der lieblingssongs auf dieser CD
Und hier singt auch mal Falco wieder selbst ;-)
03. Jeanny 5+/5
Ich glaube, dass ist klar - Genialer Song
04. Coming Home 5+/5
Auch klar!
05. The Spirit never dies (Jeanny Final) 5/5
Als ich zum ersten Mal die Schlagzeile las "Neuer Song von Falco" aufgetaucht, konnte ich es zuerst nicht glauben.
Als ich dann den gesamten Artikel las, dass es "unveröffentlichte" Songs sind, war klar, die Songs waren sicherlich nicht gut genug für das Album Wiener Blut! Doch dieser Song überrascht mich sehr. Er ist nicht Falco-Style, aber Falco SINGT und das hört man ja wirklich nicht oft -> er kann es :D
06.Que Pasa Hombre 2/5
Auch bekannt, gefällt mir aber nicht wirklich!
07. Poison 5+/5
War lange Zeit mein Lieblingssong und wird es auch noch ewig bleiben...
08. Sweet Symphony 1/5
Naja, dass ist wirklich nicht gerade mein Geschmack.
Es ist kein Mix, Falco ist im Lied inbegriffen, aber....
09. Kissing in The Kremlin 3.5/5
Wow, bei den Hörproben zum Album konnte mich dieser Song nicht begeistern, aber jetzt, beim 4x hören, ist er wirklich ein Ohrwurm. Wird immer besser :D
10. Dada Love 5+/5
Song bzw. Sound ist recht gelungen, der Text wird wieder Falco-Style mäßig heruntergerappt.
Mein Lieblingslied vom Album, WoW. Es ist sicher kein "Out of the Dark", "Rock me Amadeus" oder "Komissar", trotzdem sehr, sehr gut.
11. The Spirit nver Dies - Special Mix 0/5
SINNLOS!!!! Wieso nur einen Special Mix, ich höre keinen Unterschied zum Originalen. Nur damit sie zwölf volle Songs zusammenbekommen, wirklich eine Frechheit!
12. Forever 2/5
Einfach wieder "Spirit" mit ein paar Soundfeatures zusammen gemixt. Gut ist es nicht, aber man kann es ertragen.
Durch Nuevo Africano, Jeanny Trilogy, Poison und natürlich Dada Love konnte mich das Album trotzdem überzeugen.
Sicher kein Meilenstein, aber für einen toten Künstler eine beachtliche Leistung ;-). Leider ist es komplett halt nicht mehr ein reines FALCO-Album, da wirklich ziemlich viel Sound hineingemixt wurde!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Aaarrrggghh! Bauchschmerz! Oder doch net?, 29. Dezember 2009
Es ist so ein Kreuz mit posthumen Veröffentlichungen alten Materials. Einerseits freut's den Fan wenn es Verborgenes des verstorbenen Idoles gibt, andererseits hatte das Idol nicht selten einen guten Grund für die Zurückhaltung des Materials. In diesem Fall läuft's aber deutlich besser als bei der grauenhaften VERDAMMT WIR LEBEN NOCH Leichenfledderei des Jahres 1999.
Nicht nur, weil es POISON und QUE PASSA HOMBRE in den, glaubt man dem Geschreibsel des Booklets, original belassenen Versionen zu hören gibt (POISON kommt jetzt deutlich "Falco-esker" und nicht mehr so schwülstig daher wie in der '99 veröffentlichten Version) auch wegen der 5 übrigen unveröffentlichten Songs. Beim Titelsong handelt es sich um die angenehme, inzwischen als "JEANNY 3" bekannt gewordene Schlager/Pop Ballade (mit einem gesanglich etwas überforderten Falken); KISSING THE KREMLIN ist der "Woooow"-Song - schmissig wie eben jene Falco Songs alter Tage, NUEVO AFRICANO ist ein treibender, guter Track, SWEET SYMPHONY bombastisch und FALCO typisch; zum Ende hin zieht sich die Nummer etwas. DADA LOVE ist leider einer der übelsten FALCO Songs der wie ein Vorreiter des Tracks "Expocityvisions" vom DATA DE GROOVE Album (1990) klingt. Den "THE SPIRIT...SPECIAL MIX" konnte man sich aus Gründen der Überflüssigkeit genauso schenken wie die beiden bekannten hier fehl angebrachten Original 'Bolland + Bolland' produzierten JEANNY VERSIONEN 1 und 2. Die komplett neu produzierten Stücke zu Beginn (RETURN TO FOREVER und FOREVER) haben mit dem Falken nichts zu tun sondern wurden erst, wie in den Linernotes fairerweise erwähnt, im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung "erstellt" und runden das Album gelungen ab.
Da es sich hier um Material handelt, dass 1987 auf dem Album-Fünftling (Arbeitstitel u.a. AYA) erscheinen sollte dann aber von Falcos Firma oder sogar ihm selber gestrichen wurde hätte es m.E. mehr Sinn ergeben, diese "neuen" 7 Tracks zusammen mit den 4 ebenfalls von MENDE / DEROUGE produzierten auf WIENER BLUT bereits veröffentlichten Titeln zu sammeln und unter einem der damals gehandelten Album-Titel auf den Markt zu bringen. Ohne Intro bzw. Outro! So wäre jenes 11-Track Album am Start gewesen auf das die Fans seinerzeit so lange gewartet haben! Anmerkung: bei den 4 WIENER BLUT Tracks handelt es sich um Read a Book, Walls of Silence, Sold Booze und Sand am Himalaya.
Es hätte einen unverfälschten Blick auf das damalige Schaffen von Herr Hölzel geworfen. JEANNY 1 und 2 haben auf DIESEM 2009 kompilierten Tonträger nichts verloren. Grund der Veröffentlichung werden wieder einmal Umsatzzahlen sein. Sei's drum. Grosse neue Erkenntnisse gewinnt man nicht, aber man kann bei unverkrampfter Sicht- bzw. Hörweise dem Fan durchaus Freude machen. Für die Allgemeinheit hingegen ist dieses Album nur wenig interessant.
Schön wäre es jetzt, wenn man sich auf eine Veröffentlichung jener auf VERDAMMT WIR LEBEN NOCH erstmals erschienenen Titel der 90er freuen könnte, die dann aber auch, wie im vorliegenden "Spirit.." Beispiel, in ihrer Ursprünglichkeit belassen werden sollten. Das '96 zurückgehaltene EGOISTEN Album könnte ohne zusätzlich produzierten Mumpitz durchaus auch seinen Reiz haben.
THE SPIRIT (of Falco) NEVER DIES.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Geist aus der Maschine, 9. März 2010
Wenn im Dezember 2009 das neue Album eines zu diesem Zeitpunkt bereits 11 Jahre verstorbenen Künstlers erscheint, muss es sich entweder um etwas Besonderes handeln, oder eine Plattenfirma möchte schlicht noch einmal abkassieren. Falco's zehntes Studioalbum "The Spirit never dies" stellt wohl eine Mischung aus beiden Faktoren dar. Von den zwölf enthaltenen Songs sind lediglich fünf bisher gänzlich unbekannt, um sie herum wurde versucht, ein rundes Gesamtwerk zu schaffen.
Die 1987 im Zuge der Sessions zum fünften Falco - Album "Wiener Blut" aufgenommenen Titel wurden damals von der Plattenfirma für nicht tauglich erachtet und verstaubten so über zwanzig Jahre in einem Frankfurter Tonstudio. Erst 2009, als das Studio im Zuge eines Wasserrohrbruches geräumt werden musste und dem damaligen Produzenten Gunther Mende die alten Bänder zugeschickt wurden, erinnerte sich dieser daran und entschied sich zur Veröffentlichung. Hierfür schickte man die analogen Mutterbänder nach London, wo sie in einem Inkubator erhitzt wurden. Dieses Verfahren machte es möglich, sie noch ein paar Mal abzuspielen und die Musik so für die Nachwelt zu konservieren.
Tatsächlich beließ es Mende im großen und ganzen dabei, die Originalaufnahmen inhaltlich nicht zu bearbeiten und lediglich den Sound modernen Standards anzugleichen. Nur Intro und Outro sind Neukompositionen, sollen dem Gesamtprodukt einen Rahmen geben, es stimmig wirken lassen. Doch diese Rechnung geht nicht ganz auf. "The Spirit never dies" wirkt mehr wie eine Bonustrack - Compilation.
Nach dem Mende/Ries Intro "Return to forever" ersteht der Wiener Weltstar Falco mit "Nuevo Africano" zum ersten Mal wieder auf. Und das auf interessante Weise. Der pumpende Beat und der eingängige Refrain machen den Track zu einem durchaus hörenswerten Vermächtnis, das auch für heutige Verhältnisse erstaunlich modern und frisch klingt. Doch gleich im Anschluss beginnt die Best of Show.
Im Vorfeld der Albumveröffentlichung wurde besonders mit dem bisher verschollenen dritten Teil der "Jeanny" - Trilogie, dem Titelsong "The Spirit never dies", als "Musikhistorische Sensation" geworben. Dem Anlass entsprechend drehte Haus - und Hofregisseur Rudi Dolezal dazu ein nostalgisches Musikvideo, in dem auch Falcos Ex - Freundin Caroline Perron zu sehen ist. Ihren Platz auf der LP findet diese erste Single, die dank iTunes zu einem Erfolg wurde, als Abschluss der beiden vorher platzierten ersten "Jeanny" Teile. Diese Geniestreiche waren 1985 und 86 Nummer Eins Hits in den Deutschen und Österreichischen Charts gewesen. Ihrem Anspruch wird der dritte Teil in keiner Weise gerecht.
"The Spirit never dies" ist ein eingängiger, etwas aufgeblasener Popschlager. Von der "Sensation" ist das Liedchen meilenweit entfernt, besonders im direkten Vergleich mit den beiden Bolland - Kompositionen fällt der dritte Teil sowohl musikalisch als auch textlich deutlich ab.
Aus der historischen Perspektive betrachtet ist der Titel dennoch interessant, fiel er doch in eine schwierige Zeit. Falco wollte nach (Welt)Hits wie "Der Kommissar", "Rock me Amadeus", "Vienna Calling", "Jeanny" oder "The Sound of Musik" seinen Sound verändern, weg vom Rap, hin zu mehr Gesang. Doch der Plattenfirma sagte das nicht zu, sie lehnte die Hälfte der Songs, die Falco mit Mende und De Rouge aufgenommen hatte, ab und holte die niederländischen Erfolgsproduzenten Rob und Ferdi Bolland zurück ins Boot. Diese steuerten die ersten sechs Titel zur 1988 erschienenen LP "Wiener Blut" bei, während Mende und De Rouge nur vier Songs auf dem Endprodukt blieben. Ihr Vorhaben, das Album "AYA" zu taufen und als Single das unscheinbare "Sand am Himalaya" zu veröffentlichen, scheiterte kläglich. Am Ende Stand der Titelsong "Wiener Blut" als veritabler Hit, sämtliche weitere Singles stammten aus der Feder von Bolland und Bolland.
23 Jahre nach dieser Schmach ist es Gunther Mende nun also gelungen, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie Falco 1988 auch hätte klingen können.
Zum Beispiel wie auf "Que pasa hombre". Eingefleischten Falco - Fans bereits aus dem bisher letzten posthumen Album "Verdammt wir leben noch" aus dem Jahr 1999 in einer überarbeiteten Fassung bekannt, klingt die Urversion dieses Titels etwas weniger technolastig und weiß durchaus zu überzeugen. Ein feuriger Track, der erst in letzter Minute nicht auf "Wiener Blut" berücksichtigt wurde. Ähnlich ging es "Poison". 1999 auf "Verdammt wir leben noch" von Falcos langjährigem Bandleader Thomas Rabitsch als bewegende Ballade inszeniert, ist die Erstfassung eher als hymnischer Midtempo - Track angelegt. Auch in dieser Version ein absoluter Geniestreich, auf dem sich Falco textlich und gesanglich in Topform präsentiert. Hätte sich auch als Single nicht verstecken müssen. Es bleibt mir unverständlich, warum man eine derart starke Komposition 1988 ablehnte.
Anders verhält es sich mit "Sweet Symphony". Dieser Titel, größtenteils von Falco's Ex - Manager Horst Bork ("HoBo") und Gunther Mende geschrieben, kommt über den Status "Mittelmaß" nicht hinaus. Es fehlt das gewisse Etwas. Die wohl schwächste Komposition der LP.
"Kissing in the Kremlin" wiederum zeigt Falco von seiner besten Seite und wurde zurecht als zweite Single mit einem Video bedacht. Es groovt und fetzt an allen Ecken und Enden, der Refrain und das leidenschaftliche "Aya ya" brennen sich in den Gehörgang. Ein echter Klassiker, um den es schade gewesen wäre, wenn er der Nachwelt nicht zu Ohren gekommen wäre. Schon alleine für diesen Track lohnt es sich, das Album zu kaufen.
Auch "Dada love" ist auf hohem Niveau angesiedelt. Die Rap - Parts kommen geschmeidig wie eh und je daher. Ein interessantes textliches Experiment, das voll aufgeht. Es scheint nun endlich loszugehen, die Platte nimmt richtig Fahrt auf. Doch dann ist sie auch schon wieder vorbei. Der "Special Mix" des Titelsongs, der in Verbindung mit dem Outro "Forever" den Abschluss bildet, ist sowas von überhaupt nicht "Special". Es handelt sich um die Originalversion des Songs, lediglich mit einem wenige Sekunden langen Intro versehen.
Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass der 1998 bei einem Autounfall tödlich verunglückte Wiener Hans Hölzel, der als "Falco" die Welt eroberte, sowohl als Musiker wie auch als Persönlichkeit einzigartig war und dass dem deutschsprachigen Musiksektor durch seinen Tod weiterhin ein interessanter Farbtupfer fehlt. Es bleibt aber auch die Erkenntnis, dass manche Aufnahmen zurecht bisher nicht veröffentlicht wurden.
Falco's langjähriger Manager Horst Bork, der fast zeitgleich zu "The Spirit never dies" die Biografie "Falco - Die Wahrheit" auf den Markt bringt, brüstet sich darin, über die Jahre als wichtiges Inputorgan für manchen Text fungiert, ja sogar viele Lyrics auf dem vorliegenden Album selbst verfasst zu haben. Das merkt man. Besonders der hochgelobte Titelsong, dessen Text aus Borks Feder stammt, ist sehr Falco - untypisch und macht aus dem Pop - Giganten von einst einen belanglosen Schlagersänger. Umso bemerkenswerter erscheinen in der Rückschau die Texte der Debutalben "Einzelhaft" (1982) und "Junge Römer" (1984), welche Falco in Eigenregie verfasste. Er war ein Genie, das mit gerade einmal vierzig Jahren jäh aus dem Leben gerissen wurde.
Sein bereits drittes posthumes Album "The Spirit never dies" erreicht in Österreich Platz 1, in Deutschland Platz 3 der Charts und hievt Falco dorthin zurück, wo er hingehört: In den Pop Olymp.
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