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Spione
 
 
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Spione [Taschenbuch]

Marcel Beyer
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Taschenbuch, Juli 2002 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 313 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt (Juli 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596153972
  • ISBN-13: 978-3596153978
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 638.121 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Marcel Beyer
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Nicht nur nebenbei schreibt Beyer aber auch anrührend über heimliche, erfüllte und enttäuschte Liebesgeschichten in Deutschland von den 1930er Jahren bis heute.«

(Oberhessische Presse ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

Sein Roman "Flughunde" hat den Erzähler und Lyriker Marcel Beyer auch international bekannt gemacht. An die Stimmengeschichte um einen Tontechniker im Propagandadienst von Joseph Goebbels knüpft "Spione" an: literarische Spurensuche in der deutschen Geschichte, die bis in die Zeit vor dem "Totalen Krieg" zurückreicht.
Zu Spionen in ihren Familien werden die Jugendlichen Carl, Paulina und Nora, Cousin und Cousinen des Ich-Erzählers. Wo andere in den Fotoalben blättern, deren Aufnahmen die Eltern und Großeltern erinnern und Generationsgeschichte erzählen, stoßen sie auf Geheimnisse, auf Verschwiegenes und Verborgenes. Was war das für eine Liebesgeschichte um den Großvater, der im November 1936 aus dem Blick seiner Verlobten verschwand, um sich der "Legion Condor", dem Geheimeinsatz der Deutschen Luftwaffe während des Spanischen Bürgerkriegs, anzuschließen? Lebt er noch? Wer war die scheinbar früh verstorbene Großmutter, die Opernsängerin mit den "Italiener augen"? Hat die zweite Frau des Großvaters die Familienalben gesäubert und "Erinnerungsverbote" verhängt? Warum können die vier ihr nie leibhaftig begegnen?
Aus Fragen werden Verdächtigungen, aus Heimlichkeiten und Gerüchten entstehen Wahn und Überwachung. Die Gestorbenen entziehen den Lebenden die Aufmerksamkeit. Wie ein Spion bewegt sich der Erzähler zwischen den Generationen, zwischen den Lebenden und den Toten, der Vergangenheit und Gegenwart. Im Ineinander von Tatsachenrecherche und Fiktion, im Wechselspiel von Verschweigen und Erzählen fragt Marcel Beyer: Kann man mit Worten töten? Er erzählt suggestiv von den Verstrickungen in einer deutschen Familie - von den 30er Jahren über den Deutschen Herbst der 70er Jahre bis in die Gegenwart.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Every family has secrets..., 18. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Spione (Taschenbuch)
Right from the start of the novel it was clear that this was not a book about espionage and intrigue, as the title suggests. As the first and last lines of the prologue suggest, the Spion, or spyhole, is used as a means of looking at the neighbours, and it becomes clear that sight is an important theme in the novel.

Beyer also uses sight through the use of the photo album which provides the protagonist, Carl, and his cousins, with more questions than answers as they look through it. Who was the opera singer with the same Italieneraugen as the children, and who was the grandmother who mysteriously died young? The main family secret, however, involves the grandfather, who left his fiancée in 1936 and disappeared without a trace. It is implied throughout the book that he was part of the Condor Legion, volunteers from the German Luftwaffe who gave aid to the Spanish Falange during the Spanish Civil War. Then, in 1937, they were responsible for bombing Guernica.

By using children as the narrators, the reader is given an alternative perspective on the Third Reich, a technique which proved successful in his earlier novel, Flughunde. In Spione Beyer goes one step further and uses a different age group, as well as a generation that were not even around when these events unfolded.

At times Spione can be confusing because it is narrated as though it comes directly from the characters' heads, which means that we don't always get specifics because the characters already know them. Beyer also alludes to certain events without actually naming them. He sets parts of the novel in 1977, which was the peak of the Deutscher Herbst, a particularly violent period in German history. However, perhaps only the German reader, or someone who is particularly knowledgeable about German history, would recognise this. This makes it a somewhat difficult read at times but overall it is a novel worth reading for those who enjoy trying to work out puzzles and like a little bit of history without having it forced onto them.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Zwischen den Zeilen lebt die Genialität, 2. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Spione (Taschenbuch)
"Beyer lauscht den Stimmen, wo wie noch ganz nah am Leib sind, dem Gesäusel und den Zornesausbrüchen der Liebenden, dem unbeobachteten Gerede für sich, wenn keiner zuhört. Er ist ein Chronist leibgeformter Klanggestalten", schreibt Thomas Schmidt über Marcel Beyer. Dem kann ich nur zustimmen: Ganz wie ein Spion lebt man in den inneren Monologen der Protagonisten, fliegt durch die Generationen, die - obwohl sie so verschiedene Zeiten durchlebt haben - ganz ähnliche Charakterzüge haben.

"Eine" bestimte Wahrheit gibt es in diesem Buch nicht. Denn wo die Protagonisten auf Geheimnisse stoßen, erfinden sie, phantasieren sie. Sprachlich ist dies kaum abgegrenzt, vielmehr erkennt man es aus dem Zusammenhang.

Beyers literarisches Territorium - die Rolle der Großeltern-Generation im Dritten Reich - ist gefährlich. Denn oftmals liest sich sein Werk so, als würde er ihre Taten entschuldigen. Doch auch hier muss auf Kleinigkeiten geachtet werden: Die Großmutter mit ihren dunklen spanischen Augen begeistert Großvaters Uniform nicht. Der Großvater selbst verdrängt seine mörderische Rolle im NS-Regime und sieht vielmehr, was er durch seinn Job bei der Wehrmacht bekommt: Ansehen, ein gesteigertes Selbstbewusstein, Identifikation und Geld. Und das ist in Zeiten der Verwirrung und Verzweiflung der Weinmarer Republik viel wert.

Sicher mag das Buch durchkonstruiert sein. Doch bei der Vielfalt, die Beyer versucht darzustellen, der Umfang, mit dem er die gesellschaftlichen und persönlichen Motive darstellt, ist dies sicher nötig.

Also ein Buch, das aufmerksam gelesen werden muss, dass ein kritisches Denken und ein robustes Wissen vorraussetzt. Und mit Sicherheit ein literarischer Genuss.

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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Bis zur HÃlfte fesselnd, 10. Juli 2001
Rezension bezieht sich auf: Spione (Gebundene Ausgabe)
Bis zur HÃlfte hat mich dieses Buch sehr gefesselt. Die Geschichte der Kinder, die versuchen einem Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen ist glaubwÃrdig und spannend geschrieben. Ich habe mich an eigene Kindheitsabenteuer auf Speichern und in Kellern erinnert. Ab der HÃlfte des Buches waren die CharaktÃre dann Erwachsene und die geheimnisvolle dichte Stimmung des Romans war nicht mehr da. Trotzdem ein Buch das ich empfehlen kann - wenngleich die FLUGHUNDE ein ganzes StÃck besser sind.
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