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Der Spion, der aus der Kälte kam.
 
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Der Spion, der aus der Kälte kam. [Taschenbuch]

John LeCarre , John le Carre
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 316 Seiten
  • Verlag: Dtv (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423204648
  • ISBN-13: 978-3423204644
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 879.814 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John Le Carré
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Spion, der aus der Kälte kam
OT The Spy Who Came in From the Cold OA 1963 DE 1964 Form Agentenroman Epoche Moderne
Mit seinem dritten Roman Der Spion, der aus der Kälte kam erzielte John le Carré 1963 einen internationalen Publikumserfolg und begründete seine Reputation als unbestrittener Meister des Spionage- oder Agentenromans. Die Bemerkung seines Vorbilds Graham R Greene, dies sei die beste Spionagegeschichte, die er je gelesen habe, fand in der Literaturkritik kaum Widerspruch.
Inhalt: Alec Leamas, ein alter Fuchs beim britischen Geheimdienst, hat all seine Agenten in der DDR verloren. Nachdem der letzte, ein führender SED-Politiker, bei einem Fluchtversuch erschossen wurde, soll Leamas von Berlin aus seinen Widersacher Mundt, den mächtigen Vize der ostdeutschen »Abteilung«, endgültig ausschalten. Nach einem von George Smiley ausgeklügelten Plan soll Leamas, scheinbar aus dem Dienst entlassen und verwahrlost, von den Ostdeutschen angeworben und in die DDR gebracht werden. Dort glaubt Fiedler, Mundts Konkurrent, diesen als britischen Geheimagenten entlarven zu können. Im Verlauf eines Parteiverfahrens kann Mundt jedoch den Spieß umdrehen und Fiedler mit Leamas der Konspiration gegen ihn und die Stasi beschuldigen. Das gelingt, weil er auf unerklärliche Weise über Leamas’ andauernde Kontakte zum Secret Service und über seine Liebesbeziehung zu Liz, einer jungen englischen Kommunistin, informiert ist. Erst spät erkennt Leamas »den ganzen grausigen Trick«: Er selbst war von seinem Dienst getäuscht worden – er sollte nicht Mundt (der tatsächlich ein britischer Agent ist) zur Strecke bringen, sondern den argwöhnischen Fiedler, der dann wirklich von seinen eigenen Leuten liquidiert wird. Immerhin scheint Mundt sowohl Leamas als Liz, die in der DDR als unfreiwillige Belastungszeugin verwendet wurde, die Flucht über die Berliner Mauer zu erlauben. Im letzten Moment erweist sich jedoch auch dies als Täuschung: Das Mädchen wird erschossen und Leamas verzichtet auf den lebensrettenden Sprung in den Westen, wo ihn Smiley vergebens erwartet.
Aufbau: Le Carré benutzt die historische Konstellation des Kalten Kriegs als Grundmuster für seine Erzählung und richtet den Blick auf jenen Ort, an dem die Teilung der Welt in zwei feindliche Blöcke besonders anschaulich, ja symbolisch erscheint: auf das geteilte Berlin und die kurz zuvor erbaute Mauer. Er entwickelt hieraus jedoch keine Schwarzweiß-Zeichnung, wie dies in der Tradition des britischen Spionageromans die Regel war. Sein Held Leamas muss erfahren, dass die eigene Seite keineswegs verantwortungsvoller oder moralischer handelt als die feindliche. Mit der sehr dynamischen, an überraschenden Wendungen reichen Handlung verknüpft le Carré die zentralen Themen der Loyalität (zur eigenen Sache, zur Nation, zur freien Welt), aber auch der Täuschung und der Enttäuschung durch die eigene Seite. Damit schließt er bewusst an eine Traditionslinie politischer Literatur im 20. Jahrhundert an, für die besonders die Sonnenfinsternis (1940) von Arthur R Koestler steht.
Wirkung: Der Spion, der aus der Kälte kam war weltweit ein großer Erfolg bei Lesepublikum sowie Kritik und etablierte le Carré als internationalen Bestsellerautor. Die Verfilmung von Martin Ritt aus dem Jahr 1965 mit Richard Burton als Leamas konnte diesen Effekt nur verstärken. Entscheidend war neben den handwerklichen Qualitäten des Romans sicher auch die Tatsache, dass er eine akute historische Problematik und Zeitstimmung sehr genau traf. J. V.

Pressestimmen

»Der beste Spionageroman, den ich je gelesen habe.« Graham Greene -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Moderner Klassiker, 15. Juli 2010
John le Carré's Werk aus dem Jahr 1963 gehört zu den besten (wen nicht zu dem besten) Vertreter des Spionage- und Agentenromans.

Der Protagonist Alec Leamas, Agent des Secret Service und im Zuge des Kalten Krieges stationiert in Westberlin, muss hilflos miterleben, wie sein in Ostdeutschland etabliertes Netz aus Agenten wortwörtlich ausgelöscht wird

Verantwortlich dafür macht man in London Leamas' ostdeutschen Gegenspieler Mundt. Einmal noch schickt man Leamas als angeblichen Überläufer zurück in den Osten, um Mundt doch noch auszuschalten.

Erst danach darf er "aus der Kälte" zurück nach Großbritannien.

Doch dann schlägt Carré eine Volte nach den anderen...

Carré, selbst in diplomatischen Kreisen tätig gewesen, beschreibt seine Figuren und das Agentenhandwerk mit einer auch im Detail der Nüchternheit verpflichteten Weise, aus der sich für den Leser ein Gefühl der Authentizität speist.

Dabei - das ist sicherlich ein Verdienst über den Lesegenuss hinaus - beraubt Carré diese Zwischenwelt jeder falschen Romantik.

Wie ein Sachbearbeiter ohne eine Gefühlregung Aktenordner verschiebt, verschieben Agentenchefs ihre Männer und Frauen aus Fleisch und Blut auf dem Schachbrett des Kalten Krieges - und opfern sie auch, wenn es dem Vorteil dient.

Nachdem Carré den Leser jeder Verklärung über das Dasein als Spion beraubt hat, führt er einem vor Augen, dass der Westen zur Erhaltung und Rettung bestimmter Werte eben diese gewinnbringend im Klein-Klein des Kalten Krieges munter verraten hat.

Spannend, erwachsen, weise.

Und mit Richard Burton fand man für die Verfilmung von 1965 eine Idealbesetzung für Alec Leamas.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der beste aller Spionageromane, 21. Januar 2005
Le Carré schrieb mit diesem Buch das Referenzwerk der anspruchsvollen Spionagegeschichten, und zwar, wie die Legende besagt, innerhalb dreier Wochen. Und er rechnet schonungslos ab: Mit dem Mythos des romantischen Abenteurer-Agenten a la James Bond (wie er speziell im Film dargestellt wird). Mit der Illusion, dass im Kalten Krieg der "Westen" besser oder moralischer agiert, als der "Osten". Mit dem Vorurteil, dass moralische Kriterien für das Handeln der Geheimdienstagenten irgendeine Bedeutung hätten.

Le Carré zeigt schonungslos, dass das einzige Entscheidungskriterium von Menschen im Geheimdienstmilieu jenes der Nützlichkeit ist, dem alles untergeordnet, ja wenn erforderlich, auch geopfert wird.
Wenn es nützlich ist, einen amoralischen Verbündeten auf der Gegenseite zu haben, dann wird dieser unterstützt und dessen humaner Konkurrent vernichtet. Wenn es nützlich ist, einen Agenten ins soziale Abseits zu stossen und dessen Liebe zu einer "unbeteiligten" Idealistin als tödliches Werkzeug zu gebrauchen, dann wird auch dies gemacht. Und wenn es schliesslich die eigene Bilanz verbessert, dann wir einer der besten eigenen Agenten skrupellos geopfert, nachdem man ihn über den Zweck seiner Mission getäuscht und um seine Hoffnungen betrogen hat.

Die Leistung des Autors liegt darin, dass er zugleich mit der raffinierten Handlung die perverse Notwendigkeit und die notwendige Perversion der Geheimdienstaktionen darstellt: "Infantile, kriminelle und geistig kranke Menschen spielen ein schmutziges Spiel ohne Regeln, in dem nichts verboten ist, damit die grosse, dumme Masse nachts ruhig schlafen kann". Dies ist in etwa die Philosophie des Agentenberufes, die uns der Autor in diesem Buch vor Augen führt. Und er muss es wissen, denn er war selbst in diesem Metier tätig.

Für mich ist es nahezu unmöglich, die Botschaft des Buches noch besser, noch spannender, oder noch glaubhafter zu vermitteln. Deshalb ist dieser Roman für mich "Der beste aller Spionageromane" (wiewohl ich Amblers "Die Maske des Dimitrios" gelesen habe!)

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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen realistischer Spionagethriller, 16. Februar 2000
Von Ein Kunde
Dieses Buch ist eine sehr gelungene Kombination aus Krimi und Spionagethriller. Zudem hat es gegenüber anderen Thrillern den Vorteil, dass es realistisch geschrieben ist. (Obwohl diese Schreibweise manchmal zu Vorkommnissen führt, die dem Leser, der heute das überall gegenwärtige Happy End gewohnt ist, nicht besonders behagen.) Die Geschichte ist nicht besonders spektakulär, aber gut geschrieben und hat vor allem für Deutsche einen gewissen Reiz. Sie spielt nämlich zur Zeit der deutschen Teilung und handelt von einem westlichen Spion, der von seinem Geheimdienst als "Überläufer" in die DDR eingeschleust wird, um den dortigen Spionagechef in Misskredit zu bringen, da der in den Augen seiner Gegenspieler ihre Spione etwas zu effizient ausschaltet. Damit ist die Handlung jedoch keineswegs ausgeschöpft, denn es gibt noch zahlreiche unerwartete Wendungen und Geschehnisse. Das Buch konzentriert sich zudem auch nicht nur auf die kriminalistische Komponente, sondern geht auch auf das Privatleben der Hauptcharaktere und deren Umfeld ein. So entsteht ein viele Sparten umfassender und sehr lesenswerter Spionagethriller.
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