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Spinner
 
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Spinner [Gebundene Ausgabe]

Benedict Wells
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 308 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (21. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257067178
  • ISBN-13: 978-3257067170
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 47.204 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Benedict Wells
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Erst letztes Jahr veröffentlichte der gerade mal 24-jährige Benedict Wells seinen Debütroman, schon legt er mit "Spinner" nach. Doch so sehr er auch für den Erstling gefeiert wurde, "Becks letzter Sommer" hatte Schwächen: Sein Held, ein gescheiterter Lehrer in der Midlifecrisis, wirkte konstruiert, weil er Wells' Erfahrungshorizont überstieg, und wenn er über die Musikszene schrieb, verfiel er allzu oft in Klischees. Jetzt bleibt Wells näher bei sich: Antiheld von "Spinner" ist der 20-jährige Jesper, der nach dem Abi von München nach Berlin zieht, wo er nur zum Schein studiert und in einer abgefuckten Souterrainwohnung an seinem ersten Roman schreibt. Doch statt eine Schriftstellerkarriere, die Liebe und eine Identität in der Hauptstadt zu finden, ist er ein Jahr später bei Alkohol, Schlaftabletten und Verzweiflung angekommen. Und in seiner Einsamkeit ist Jesper von treuen Freunden umgeben, denen es auch nicht besser geht. Damit ist Wells nicht nur ein tiefenscharfes Psychogramm der andernorts leider so oft viel zu plakativ diskutierten Orientierungslosigkeit gelungen, das notwendiges Lamentieren mit Humor abfedert. Nebenbei ist "Spinner" auch der lang ersehnte Berlinroman, der weder den Hype der letzten Jahre befeuert noch mit aufgesetzter Antihaltung dagegen hält. Doch hoffentlich erklärt Wells niemand zum Generationserklärer, denn sein Roman ist gerade deshalb so gut, weil man "Spinner" in keinem Satz anmerkt, dass Wells dieses Ziel überhaupt für erreichbar hält. Er hat einfach starke Charaktere, deren kleines Schicksal durch Glaubwürdigkeit ganz groß wird. Damit ist Wells nicht spokesman of a generation, sondern jetzt wirklich der Wonderboy, zu dem er letztes Jahr etwas verfrüht erklärt wurde. (cs)

Kurzbeschreibung

Jesper Lier, 20, weiß nur noch eines: Er muss sein Leben ändern, und zwar radikal. Er erlebt eine turbulente Woche und eine wilde Odyssee durch das neue Berlin. Ein tragikomischer Roman über die Angst, wirklich die richtigen Entscheidungen zu treffen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Leben, so wie es ist 12. Januar 2011
Format:Broschiert
"Roh und unfrisiert", "bitter-poetischer Humor", "Psychogramm der Orientierungslosigkeit" - wenn man so etwas in einem Klappentext liest, denkt man nicht an gemütliche Leseabende, bei denen eine Seite des Buchs nach der anderen wie geölt schwindet und man sich an einem nicht zu anspruchsvollen, aber trotzdem unterhaltsamen Lesevergnügen erfreut. Doch genau dies verbinde ich mit meiner Lesephase des Romans "Spinner", die nur vier Tage betrug.

Sie ist damit kürzer als die Zeitspanne, in der dieser Roman spielt, aber auch nicht sehr: Nur eine Woche im Leben des zwanzigjährigen Schriftstellers und Scheinstudenten Jesper Lier beschreibt Benedict Wells in "Spinner" - und dennoch gelingt es dem Leser, einen Einblick in die Problematik des Ich-Erzählers zu bekommen. Nach dem Abitur von München nach Berlin gezogen, wollte Lier eigentlich voll durchstarten und mit seinem Jahrhundertwerk "Der Leidensgenosse" den Durchbruch als Romanautor schaffen, doch im Moment läuft alles schief: Er vergräbt sich in einer ungemütlichen Kellerwohnung, studiert nur als Fassade und lügt seiner Mutter ein besseres Leben vor.
Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse in Liers bis dahin nicht gerade spannendem Alltag: Er trifft auf Miriam Schmidt, die im Kellerdunkel fast schon verschwundene starke Gefühle wieder hervorlockt und aber gleichzeitig auch seltsam unerreichbar scheint. Gustav von Wertheim, sein schwuler Freund, steht vor der Tür und entführt ihn in ein anderes, lebendigeres Berlin als Lier es bisher kannte. Sein alter Schulfreund Frank bittet ihn um Befreiung von seiner diktatorischen Mutter und Unterschlupf fürs Erste. Auf einmal ist von Langeweile nicht mehr die Rede.
Dennoch hat Lier es nicht leicht. Immer wieder klopfen dunkle Gestalten an seine Wohnungstür und verlangen nach dem Vormieter, dessen Namensschild noch immer nicht ausgewechselt worden ist. Das findet er am Anfang zwar noch ganz lustig, mit der Zeit aber wird es wirklich ernst. Der junge Autor verliert einen wichtigen Menschen seines Lebens und muss auf sich allein gestellt mit diesem großen Verlust klarkommen. Sein Zustand verschlechtert sich sowohl psychisch als auch körperlich mit jedem Schicksalsschlag. Auch das Verhältnis zu Miriam wird mit der Zeit immer komplizierter...
Die Woche zieht den Protagonisten in eine quirlige Lebensspirale, in der er nicht immer gerade als Sieger davonzieht. Mit scharfer Selbstironie und gnadenlosen Urteilen wirkt Lier zwar nicht gerade sympathisch, doch aber menschlich und authentisch.

Benedict Wells vereint viele Einflüsse zu einer Handlung, die dadurch nicht immer gerade übersichtlich wirkt. Dennoch - das gehört dazu, da es den Gemütszustand Jesper Liers gut widerspiegelt und nicht überhand nimmt. Das Leben wird dargestellt, wie es ist, und nichts beschönigt oder gar vertuscht; alles kommt zur Sprache. Auch Berlin als Stadt wird klangvoll und wahr dargestellt.
Das "roh und unfrisiert" auf dem Klappentext bezieht sich auf die Sprache des Autors. Hier möchte ich ein Veto einlegen, das kann ich so nicht unterschreiben. Zwar ist Wells zeitweise vernarrt in den Ausruf "verdammt!", dennoch ist das hier Verwendete lang nicht so schlimm wie in manchen anderen Büchern.

Wer Berlin liebt und das Leben kritisch betrachtet, dem sei dieses Buch mit voller Überzeugung ans Herz gelegt. Weder gefällig noch zahm nimmt der Autor den Leser mit auf einen Diskurs über das Leben zwischen Jesper Lier und seiner Mitwelt, und ist dabei auch durchaus sozialkritisch. Mehr Bücher von dieser Art und ein breites Publikum dafür wären meiner Meinung nach unbedingt wünschenswert. Die volle Punktzahl ist daher selbsterklärend.

MfG
Infocat
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mairin
Format:Gebundene Ausgabe
Jesper Liers, 20 Jahre alt, nach hoffnungsschwangerer Flucht aus München in einem Berliner Kellerloch gestrandet, ist die Hauptfigur und damit der titelgebende Spinner von Benedikt Wells neuem Roman. Ausgestattet mit großen Träumen, die zwischenzeitlich dann und wann gepflegter Desillusionierung Platz gemacht haben, verbringt er seine Tage und Nächte schreibend. Sein Opus magnum ,Der Leidensgenosse' erfordert seine ganze Aufmerksamkeit - und seinen Schlaf. So sehr, dass er ihn nur noch mit Schlaftabletten finden kann. Tageslicht sucht Jesper nur zwecks Nahrungsbeschaffung und um seinen Pflichten als Praktikant des ,Berliner Boten' nachzukommen.

Im Laufe einer Woche, die dem Buch den zeitlichen Rahmen gibt, sieht Jesper die verschiedenen Seifenblasen seines Lebens platzen. Eingebetet zwischen Alkohol, Tagträumen und Selbstreflexion wankt er durch Berlin. Durch ein Leben, dass plötzlich auseinanderzubrechen scheint und doch am Ende die Chance der Erneuerung und des Weiterkommens bietet, weg vom Stillstand und raus aus der Einsamkeit. Immer an seiner Seite - Gustav, reich, schwul, oberflächlich und unerschütterlich ins seiner Rolle als Sekundant. Später auch noch Frank, Jespers ältester Freund. 1283 Seiten Mist, eine Nacht statt einer Liebe, Freunde die plötzlich weitergehen und ihren von ihm angedachten Status als Lebensinventar nicht aufrechterhalten (wollen/können), Kindheitserinnerungen, die in einem einzigen Telefonat zur Zukunftsmusik werden sind die Dinge, die plötzlich einen Strahl Licht in Jespers dunkles Rattenloch scheinen lassen.

Das verbindende Element aller Protagonisten ist die Einsamkeit. Es wimmelt in diesem Buch nur so von einsamen Menschen, die jede auf ihre Art versuchen diese Leere zu füllen. Doch damit ist es nicht getan, es hilft nicht sich wild agierend im Kreis zu drehen. Irgendwann muss man eine Entscheidung treffen, irgendwann muss man die Angst davor hinter sich lassen. Und davon handelt dieses Buch, vom Überwinden der Angst, eingebetet in die durchaus denkbare Lebenswelt eines 20jährigen.

Obwohl ,Spinner' das zweite Buch von Benedikt Wells ist, geschrieben hat er es vor seinem grandiosen Erstling ,Becks letzter Sommer'. Was seinen Erstling ausgezeichnet hat schimmert hier erst in mal mehr mal weniger deutlichen Ansätzen durch. Das Buch bewegt sich zwischen lakonisch, spritzigen Dialogen und kaugummiartigen Selbstreflexionen und Lamoyanz. Trotzdem liest es sich gut, was auch an Benedikt Wells Talent liegen mag jeder noch so tragischen Situation duch den Anstrich subtilen Humors eine gewisse Leichtigkeit zu geben.

Auch nach diesem Buch bleibt Benedikt Wells für mich einer der interessantesten jungen Autoren, die die deutschprachige Literatur momentan zu bieten hat. Das er sich entwickeln kann hat er gezeigt. Die spannende Frage, die es zu klären gilt ist - Wohin?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Naja... 11. November 2011
Format:Broschiert
Ich möchte keine vollkommen vernichtende Kritik schreiben, da man im Hinterkopf behalten sollte, dass der Autor (zumindest laut Buchumschlag)erst 19 war, als er das Buch verfasste. 'Spinner' war ganz nette Unterhaltung für zwischendurch, an einem Tag gelesen, schnell wieder vergessen. Nichts Besonderes ganz einfach. Nicht verstehen kann ich, wie man der Geschichte Tiefgründigkeit oder einen 'bisweilen bitter-poetischen Humor' attestieren kann. Ich empfand die Handlung eher als oberflächlich und vorhersehbar. Und bitter-poetischer Humor? Ich weiß ja nicht.
Was mich streckenweise wirklich gestört hat, waren Sätze wie "Und deshalb endete der Abend auch ganz anders als ich es erwartet hatte.", die ständig am Ende eines Kapitels auftauchten. Keine Sorge, ich hätte auch ohne diese 'Cliffhanger' weitergelesen...

Während des Lesens musste ich manchmal an 'Soloalbum' von Benjamin von Stuckrad-Barre denken. Dieses Buch fand ich unfassbar gut und lustig als ich 17, 18 war. Als ich ein paar Jahre später dachte, ich könnte es ja mal wieder lesen, musste ich es nach wenigen Seiten weglegen. Grauenhaft gewollt und unlustig fand ich es. Ich denke, dass es mit 'Spinner' ähnlich ist. Leute, die kurz vor dem Schulabschluss stehen, fühlen sich wahrscheinlich unheimlich verstanden und gut unterhalten. Vielleicht bin ich mit Ende zwanzig einfach schon zu alt.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Viel Lärm um nichts und trotzdem toll!
Ich bekam dieses Buch zu Weihnachten geschenkt und habe es für meine Verhältnisse recht flott gelesen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von wolltagebuch veröffentlicht
Erfüllt nicht das, was man mir versprach
Nach einem Beitrag über den Autor dieses Buches, Benedict Wells, im ZDF heute-journal über sein neustes Buch "Fast genial" habe ich mich, begeistert von diesem jungen und... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Anonymus veröffentlicht
Wahnsinn...
Mich hat das Buch umgehauen. Ich hab schon lange nicht mehr so gelacht bei einem Buch.
Sogar in der U-Bahn überkam es mich, laut zu lachen. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von träumerin veröffentlicht
Hätte man mehr draus machen können...
Ich fand das Buch gut. Nette Unterhaltung für zwischendurch. Wenn ich auf der Rückseite jedoch lese

"Wells ist nicht nur ein tiefenscharfes Psychogramm der... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Miri veröffentlicht
"Spinner" in Berlin
Jesper Lier, 20 Jahre jung, kam nach seinem Abi in München nach Berlin, um sein Glück zu suchen. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von coffeefan veröffentlicht
Feuer frei!
T.C. Boyle schrieb einst: "Romane sind wie Rockkonzerte. Entweder bringst du die Leute zum Tanzen oder sie feuern dir Bierdosen an den Kopf" - und Bierdosen hätte sich dieser... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Toni G. veröffentlicht
Genialer Wells
Wie bereits bei Becks letzter Sommer greift Benedict Wells die Unmöglichen Möglichkeiten des Lebens auf. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Februar 2010 von M. Sold
Überzeugt
Es gibt wenige Autoren, bei denen ich nach einem Satz, bereits ein derart deutliches Bild von den Figuren und Schauplätzen in meinem Kopf habe, wie bei Benedict Wells. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Januar 2010 von taciturus
Wenig gelungen...
Mühsame Charaktere, aufgesetze Story, entsetzliche Dialoge, stilistisch ein bisschen djianesk (nur nicht so gut) mit einer Extradosis Pathos und ein wenig Geschmachte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. November 2009 von Frustrierter Leser
Eine turbulente Woche in Berlin!
Erwartungen hatte Jesper Lier, 20, viele, als er nach dem Abitur von München nach Berlin zog. Ein aufregendes Leben wollte er haben und ein großer Schriftsteller werden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2009 von K. Susanne
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