Der 2. Teil der Tremeretriologie knüpft etwas holperig an die Geschehnisse von Spinnengift an.
Im Zentrum des Werks steht immer noch das Gildenhaus der fünf Bezirke im Herzen New Yorks. Doch jetzt beherbergen die Mauern Astoren aus Wien, zuviele unerklärliche Ereignisse, Unfälle und Geheimnisse birgt das Innerste.
Gildenhausleiterin Sturbridge droht das Bauernopfer zu werden in einem undurchsichtigen Inrigenspiel, doch der oberster Inquisitor ist einer ihrer wenigen Freunde. So gelingt es ihr, sich noch ein wenig Luft zu verschaffen, bevor ihr Rapport in Wien ansteht...
Antigone Baines muss den Schutz der Pyramide verlassen, will sie überleben. Doch zuerst muss sie ihren Schützling Felton aus dem Gildenhaus bergen, den er ist der Schlüssel zu den Leuten, die eigentlich ihr an den Kragen wollen. So muss sie sich nicht nur gegen ihre Mit-Tremere erwehren, sondern auch gegen das Konvikel stellen, eine eingeschworene Gemeinschaft, die schon den Sabbatherrschern dieser Stadt trotzte.
Diesmal werden die Schwächen in Eric Griffins Schreibstil noch offensichtlicher. Der Übergang von Spinnengift zu Spinnennetz ist reichlich holperig, ich mußte zwischendurch gucken, ob ich nicht versehentlich zu Teil 3 gegriffen habe. Mehrfach!
Auch einige Begebenheiten im Hintergrund lassen in mir einen schalen Beigeschmack zurück, beispielsweise Maskeradebrüche durch Krankenhausbesuche. Antigones Abdriften in eine Scheinwelt ist zudem aus meiner Sicht dadurch mißlungen, dass Griffins es zugleich mit "realen" Ereignissen verknüpft und den Leser unbeholfen zurückläßt.
Erst gut ab der Hälfte nimmt der Roman wieder Fahrt auf und läßt den Leser mit ein wenig Restspannung auf Spinnenmacht zurück. Immerhin!