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Spielzone
 
 
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Spielzone [Gebundene Ausgabe]

Tanja Dückers
2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 207 Seiten
  • Verlag: Aufbau-Verlag (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 335102858X
  • ISBN-13: 978-3351028589
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.380.190 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Tanja Dückers
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Berlin, Ende der neunziger Jahre, eine Stadt zwischen Provinzialität und Szeneleben. In Neu-Kölln und Prenzlauer Berg treffen beide Welten aufeinander.
Da sind zum Beispiel Elida und Jason, die in schrillen Siebziger-Jahre-Klamotten herumlaufen, in mehr oder minder seriösen Jobs Geld verdienen, meist aber nur Musik hören, in der Badewanne liegen und miteinander schlafen. Sie werden von ihren Nachbarn neugierig-wohlwollend beobachtet. So wie das Szenepaar der Inbegriff der unausgelebten Sehnsüchte der Leute ringsum ist, so dient de Thomasfriedhof als Ort nichtalltäglicher, abgehobener Aktivitäten: für Partys oder eben Spannereien. Für die jungen Leute ist Neukölln trotzdem ein langweiliger, fast verslumter Bezirk, ohne Szene, Spaßkultur oder Events.
Die gerade findet man in Prenzlauer Berg, weswegen auch die Studentin Katharin dorthin zieht.Sie trifft auf Szenegänger zwischen zwanzig und dreißig, die ständig auf der Suche nach angesagten Locations sind, Eventhunting betreiben und natürlich ihr freizügiges Sexleben ausstellen. Dennoch holen sie auch hier Gewöhnung und Überdruß ein - und plötzlich geht es einfach wieder um so etwas Altmodisches wie Liebe.

Klappentext

Ein rasanter Patchwork-Roman über das Szeneleben in Berlin zwischen Eventhunting, Hippness, Überdruß und der Hoffnung auf so etwas Altmodisches wie Liebe. »Aus einem Augenwinkel sehe ich noch, wie die beiden in ihrer über und über mit blauen Plastikblumen dekorierten Badewanne liegen, Kiwis löffeln und ihre Zungen über ihre Körper gleiten lassen. Müssen sie denn nie einmal Dinge tun wie den Müll runtertragen oder Schuhcreme kaufen?«

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Dückers hat sich mit diesem Buch viel vorgenommen: Leben im Berlin der 90er zwischen Ost und West aus der Sicht nicht eines Protagonisten, sondern gleich aus der Perspektive elf erzählender oder doch erlebender Figuren - ein anspruchsvolles Unterfangen, das sicher Respekt verdient, zumal ja alles auf Berlin-Romane, die die Problematik des "Zusammenwachsens" dieser Stadt als Indikator für die geistige Verfassung der Republik thematisieren, wartet. Leider springt die Autorin zu kurz. Das Ziel der Vielstimmigkeit wird allenthalben verfehlt, es bleibt, den wechselnden Kulissen zum Trotz, doch immer bei der nach spätestens 50 Seiten sattsam bekannten Tonart der jungen Autorin: ein Sprachmix aus Flapsigkeit, staffageartigen Dialogen und dekorativen Einsprenkseln, die das Outfit oder die Wohnungen der Protagonisten beschreiben, selten dagegen einen Charakter wirklich zu fassen kriegen. Nach Lektüre des Buches mag dem Leser Berlin wie ein bunter Spielplatz für mehr oder weniger originell vor sich hin Flippende erscheinen, mit den Realitäten der Stadt und ihrer - zumeist weder sonderlich jungen noch hippen Bewohner - hat das alles wenig zu tun. Das wäre auch nicht weiter schlimm, wenn die Story wenigstens Utopien anzubieten hätte. Darauf hofft man vergebens. Die Moral der Geschicht' entspricht beinahe eins zu eins dem kürzlich im Spiegel veröffentlichten Berlin-Artikel aus Dückers' Feder: in Berlin ist alles unglaublich locker und cool, junge (Wahl)Berliner politisch und historisch völlig indifferent, was es zu attackieren gilt, sind "BVG-Ärsche" und andere "Spielverderber". Schöne neue Spaßwelt also, und ein Griesgram, wer das Papier-Panoptikum der "Spielzone" nicht für Literatur, sondern allenfalls für einen hirnschonenden Pausenfüller nimmt.Junges Buch fürjunge Leser? Zweifel sind erlaubt. Ganz sicher aber eine Lektüre für alle, die bereit sind, eine feuchte Wunderkerze schon für ein Feuerwerk zu halten und denen die besten Vertreter junger deutscher Literatur bislang entgangen sind: Helmut Krausser zum Beispiel, oder auch Brussig mit seinem herrlich witzig-bissigen Roman "Helden wie wir". Es ist möglich, Unterhaltungswert mit literarischer Qualität in Einklang zu bringen. Bei Dückers' blieb beides auf der Strecke.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Uninteressant 1. Oktober 2004
Format:Taschenbuch
Es passiert selten, dass ich nach einer halben Seite weiß, dass mir ein Buch nicht gefallen wird. "Spielzone" gehörte dazu. Ich bin ziemlich schnell zum Querlesen übergegangen um dabei die Befürchtung, dass es sich bei dem Buch um eine Aneinandereihung von Banalitäten handelt, bestätigt zu finden; die Autorin langweilt mit übertrieben ausführlichen Beschreibungen von Alltagsszenen, in denen nichts anderes passiert, als was eben im Alltag so passiert, wobei sie sich darauf zu verlassen scheint, den Leser schon dadurch bei der Stange halten zu können, dass sie durch die Erwähnung möglichst vieler bekannter Straßen, Lokale usw. Heimatgefühle weckt; ihre Erzählweise ist leb- und kunstlos, und stilistische Mängel fallen überall störend auf. Viele Figuren sind Klischeebilder: So ist z.B. der langweilige Partyverächter Tom, der prompt bei einem einzigen Ausflug zu einem Club von einem Auto überfahren wird, nach dem Muster des Drogenabstinenzlers aus "Trainspotting" gebildet, der sich später beim ersten Schuss AIDS einhandelt. Was echt wirkt, ist banal, und was ungewöhnlich ist und großstädtisch sein soll, wirkt unecht. Wer einen Berlin-Roman schreibt und einen geschickten Titel wählt, braucht anscheinend weder Inhalt noch Talent, um Bücher abzusetzen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein typischer Berlin Roman. Die Protagonisten entspringen dem stilisierten Berlin Klischee. Jung, wild und unkonventionell. Man lernt sie auch nicht wirklich kennen, denn sie werden nur short-Cuts mäßig gestreift. Das Erzählen fällt der Autorin nicht wirklich leicht oder vielleicht zu leicht, denn die Struktur scheint zu konfus und springt zu sehr von einer Splatter Story zu nächsten. Dückers hat sich für ihren Roman ein bisschen zu viel vorgenommen und treibt die neue Berliner Alltagsgewäschliteratur auf die Spitze. Und natürlich geht es auch in ihrem Buch ohne abgefahrene Sexpielchen und Phantasien nicht. Voyeurismus wird zur Normalität- ein Zeichen unserer Zeit - Die Zusammenhänge werden oft zu hart getrennt. Zu wenig Inhalte und vor allem so wenig Humor! Durch die Lektüre dieses Buches wird der Wunsch nach echten Geschichten wieder wach!
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