Ein ganz furchtbar langatmiges und stumpfsinniges Buch geschrieben von einem Menschen, der lediglich mit einem Namen versucht zu überzeugen statt mit Kompetenz. Wer BWL studiert hat, sollte nicht versuchen psychologische Ratgeber zu schreiben.
Deutsche werden als intolerant hingestellt, weil einer muslimischen Lehrerin in Deutschland verboten wird ein Kopftuch während des Unterrichts zu tragen (in der Türkei ist das Tragen v. Kopftüchern in Schulen und Hochschulen seit 1925 verboten!). Mobbingopfer werden als Täter hingestellt, die das Mobben ihrer Person geradezu durch ihre neurotische Persönlichkeit herausgefordert haben. Der Adel wird als jeher stilvoll, manierlich und höflich dargestellt; sozusagen frei von jedem Bedarf an sozialer Weiterbildung (gilt das auch für den Pinkelprinzen und andere Adlige die sich nicht im Griff haben?). Aberwitzig ist seine Anprangerung von Firmenchefs, die Leute entlassen und morgen mit einem dicken SLK vorfahren. Leider gehört Herr Knigge als Unternehmensberater doch genau zu diesen Menschen, die Unternehmen raten zunächst an ihren Personalkosten durch Entlassungen einzusparen.
Ich habe mich durch dieses Buch durchgequält, gelangweilt von engstirnigen Ansichten, überheblichen Aussagen und scheinbar erfundenen (weil grad passend) Beispielen. Der Text ist nicht flüssig, wirkt gestelzt und der Leser verliert sich in den Schachtelsätzen, in denen sich Herr Knigge mehr als einmal selbst verliert.
Das schlechteste Buch, was ich seit langem gelesen habe. Als mitdenkender Leser fühlt man sich richtig veralbert. Hier wird Verwandtschaft und der gute Ruf eines Namens ausgenutzt. Ich wollte das Buch bereits nach 40 Seiten in den Ofen werfen. Bis Seite 100 kommt der Autor absolut garnicht zum Kern und schwafelt nur herum. Ich musste mich regelrecht zwingen, das Buch zu lesen immer in der Hoffnung es würde irgendwann besser - wurde es aber nicht.