Kurzbeschreibung
Zwischen 1930 und 1933 wurden in Deutschland mehrere hundert Spielfilme produziert - komische, tragische, realistische, romantische, pazifistische, einfühlsame, nationalistische, traditionalistische, melodramatische etc. Dass diese Filme - neben ihrem Unterhaltungscharakter - gemeinsam mit Presse und Rundfunk Anteil an dem öffentlichen Bewusstseins- und Wertewandel in der Endphase der Weimarer Republik hatten, kann wohl kaum bezweifelt werden. Wie wurden diese Filme aber vom zeitgenössischen Kinobesucher wahrgenommen? Welche möglicherweise entgegengesetzten Lesarten und Verarbeitungsweisen waren möglich? Welchen Beitrag leisteten die hier propagierten Handlungsmuster, Lebensentwürfe und Mythen zum Untergang der ersten deutschen Demokratie? Das Buch gibt Antworten auf diese Fragen.