Spieler wie wir gehört zu einer Trilogie, zu der auch 'Spieler unter sich' und 'Spieler für immer' gehören.
Franzi und Pauline sind ' auch wie in den anderen Büchern der Reihe ' die Hauptcharaktere. Sie wohnen in einer WG in Berlin im Stadtteil Kreuzberg. Franzi ist mit Marius zusammen, aber mit ihrem Sexleben ist nicht mehr so ganz zufrieden. Marius, so kann man lesen ist seit kurzem in ein Jurastudentin verschossen. Pauline hingegen gibt sich Ann hin, die dominant veranlagt ist. Anns Mann ist eifersüchtig auf Pauline.
Man kann sagen, das Buch besteht aus zwei Teilen ' zwei Geschichten, der von Franzi und der von Pauline und ihrer beider nicht ganz einfacher aber umso interessanterer Dreiecksbeziehungen, die sich spannend, unterhaltsam und auch anregend lesen und sicher mit so manchem Vorurteil gegenüber sadomasochistischer Erotik ausräumen.
Diese Beziehungen stellen die Charaktere vor nicht einfache Entscheidung und die Autorin schafft es, diese handelnden Charaktere sehr plastisch und innerhalb ihrer Entwicklung bezüglich der Handlung von Beginn zum Ende des Buches perfekt herauszurarbeiten.
Über den Autor
Cornelia Jönsson, 1980 geboren, studierte Theaterwissenschaft und Philosophie in Wien und Berlin. Sie arbeitete als Assistentin, Dramaturgin und Autorin an verschiedenen Theatern. Ihr Monolog Fressen Lieben Kotzen wurde im Mai 2008 im Kölner Theater der Kulturen uraufgeführt. Sie ist Walter-Kempowski-Preisträgerin der Hamburger Autorenvereinigung. Bei Schwarzkopf & Schwarzkopf erscheint im Herbst 2008 ihr Buch 111 Gründe, SM zu lieben . Unter Einsatz ihres Leibes recherchiert sie für weitere erotische Romane. »Ich bin immerzu auf der Suche nach mir selbst und meiner Lebendigkeit. Beides begegnet mir im Schreiben und in der sinnlichen Hingabe. Deshalb befinde ich mich mit Vorliebe in diesen beiden Zuständen. Besonders faszinierend ist der Moment, in dem beides ineinander fließt.« Cornelia Jönsson
Quelle: amazon.de
Man muss zum Buch sagen, dass es nicht hauptsächlich auf die sexuellen Praktiken ausgerichtet ist und 'nur' körperliche Szenen hervorhebt, sondern ein Buch ist, welches auf die Beziehungen der Menschen eingeht, auf ihre Gefühlswelt und die Vor- und Nachteile, also die guten Seiten und weniger einfachen Seiten dieses Spiels darstellt. Es geht darum, dass die Autorin darlegt, wie die Charaktere ihr Leben gestalten, ob sie glücklich sind, so wie es ist, ob sie damit klarkommen oder doch nicht, und sich vielleicht nur etwas vormachen '
Diese Art und Weise, an das Thema heranzugehen, finde ich für mich als Leser sehr angenehm, es wird mir nicht etwas vordiktiert, sondern ich kann meinen eigenen Gedanken zum Thema freien Raum lassen und dieses schweifen lassen, mir also meine eigene Meinung bilden.
Der Aufbau der Handlung ist nachvollziehbar gewählt und die Schreibweise ist eingängig und kommt ohne ellenlange verschachtelte Sätze aus. Die Autorin bringt auf den Punkt, wo es notwendig ist und schweift aus, wo es bezüglich der Verständlichkeit von Nöten ist. Ich finde die Art und Weise, wie sie ihre Idee an den Leser bringt charaktervoll, nicht einfach so dahingesagt bzw. geschrieben, sondern aus tiefstem Herzen kommend, das spürt man und das macht den Charme des Buches aus ' finde ich.
Ich empfehle die gesamte Reihe, man sollte alle Bücher lesen, aber sie lassen sich gut separat lesen und sind trotz dessen verständlich.