Zunächst stört mich an diesem Buch, dass anhand des Titels nicht deutlich wird, für welche Jahrgangsstufe die Spiele gedacht sind. Tatsache ist aber, dass beim Lesen des Buches sehr deutlich wird, dass sich fast alle Spiele bis auf einige wenige am Ende des Buches in erster Linie an frühbeginnende GrundschülerInnen oder UnterstufenschülerInnen im Anfangsunterricht richten.
Darüber hinaus würde ich einige der ersten Vorschläge nicht als Spiele einstufen. So hat für mich z. B. die Arbeitsanweisung "Die Kinder stellen sich im Kreis auf, laufen nach innen und sagen dabei alle ihren Namen" wenig mit einem Spiel zu tun.
Ebenfalls negativ empfand ich, dass zwar einige Grundideen für Spiele genannt sind, aber gerade das wichtigste Element zur Durchführung der Spiele fehlt, nämlich das notwendige Material. So ist es meines Erachtens wenig sinnvoll, in einem Buch die Idee "Die SchülerInnen vergleichen 2 Bilder, die sich in einigen Details unterschieden" zwar vorzustellen, dann aber keine solchen Bilder beizufügen. Die Hauptarbeit besteht für die Lehrkraft aber in der Regel gerade darin, sich diese Materialien zu beschaffen! Dasselbe gilt für nette Ideen wie das Konfrontieren mit scheinbar unerklärlichen Situationen, die die SchülerInnen erklären sollen - schön und gut, aber dazu muss man ein Repertoire an derartigen Situationen zur Hand haben. Und wenn dann einige Spiele vorgestellt werden, für die Buchstaben-Kärtchen (am besten 64 pro Schüler-Paar!) benötigt werden, sehnt man sich definitiv nach einer beigefügten Kopiervorlage mit eben diesem Material.
Fazit: Eine erste Ideensammlung, die einen groben Überblick über einige Spielideen vermittelt. Allerdings kann man solche ersten Denkanstöße auch ohne Probleme und weitaus billiger aus didaktischen Fachzeitschriften zum Englischunterricht entnehmen. Das Buch ist überteuert. Gewünscht hätte ich mir einen Anhang mit Kopiervorlagen zu Material für die Spiele. Das leistet dieses Buch leider nicht.