Zum Grundspiel muss man nicht viel sagen. Tolle Idee. Man muss mit seinen Figuren durch ein Labyrinth ziehen. Unter dem Spielplan sind kleine Holzmauern aufgestellt, die verhindern, dass man mit der Figur auf dem Spielbrett beliebig ziehen kann. Wer zuerst seine Ziele erreicht, wird Sieger.
Nun zur Erweiterung:
Die Idee dahinter sind kleine Symbole, die einen schneller oder gezielter durch's Labyrinth kommen lassen:
- ein Zauberelexier, mit dem man ohne Würfeln soweit gehen darf, wie man will,
- ein Zauberhut, mit dem man gegnerische Spieler eine Runde in einen Zauberschlaf versetzten kann (sie setzen eine Runde aus) und
- ein Zauberstab, mit dem man das zu suchende Symbol ändern kann.
Bis dahin ist die Erweiterung gut und man kann mit diesen Möglichkeiten ein wenig mehr Pfiff ins Spiel bringen.
Ein weiterer Clou sind Zaubermauern: sie sollen die Figuren in eine Richtung durchlassen und in der anderen Richtung den Durchgang verhindern. Was sich erstmal wie eine tolle Idee anhört, entpuppt sich leider als Komplettreinfall: Weder von der einen Seite, noch von der anderen Seite kann man die Figuren durch die Zaubermauern ziehen, ohne dass die Metallkugel, die die Figuren unter dem Spielplan mit sich herum ziehen, abfallen. Die Technik dieser Mauern sieht zudem derart instabil aus (zwei kleine Holzstäbchen, die jeweils an einer Längstseite mit einer Klebefolie zusammengeleimt sind), dass man sich nicht traut, sie durch Hin- und Herknicken geläufiger zu machen. Das Klebepapier könnte durchreißen und was nutzt einem dann noch die Mauer. Die wirkliche gute Idee bringt hier wegen ihrer komplett undurchdachten Umsetzung deutlichen Punkteabzug.
Fazit:
Die oben beschriebenen Holzsymbole sind nett und brauchbar, die Zaubermauern lässt man lieber links liegen. Halb gut, halb schlecht = 3 Sterne.