Produktbeschreibung
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Paul Crewe (Adam Sandler) war einer der erfolgversprechendsten Football-Quarterbacks der NFL der National Football League. Leider hat er seine Position ausgenutzt, um Spiele zu manipulieren, was ihm seine Suspendierung einbrachte. Seitdem fristet er ein armseliges Dasein, lässt sich von seiner betuchten Freundin aushalten und ertränkt sein Selbstmitleid im Alkohol. Während einem dieser Alkoholexzesse liefert er sich im nagelneuen Bentley seiner Freundin eine atemberaubende Verfolgungsjagd mit dem LAPD durch die nächtlichen Straßen L.A.s, die sogar via Hubschrauber live im Fernsehen übertragen wird. Das Fazit: Der Bentley ist Schrott und Paul Crewe wird zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.
Das Gefängnis, in das er verfrachtet wird, liegt in Allenville, mitten im texanischen Niemandsland. Paul macht hier schnell Bekanntschaft mit den brutal-sadistischen Methoden des Wärterpersonals und dessen Chef Captain Knauer (William Fichtner). Der Knast selbst wird geleitet von Direktor Hazen (James Cromwell), einem selbstverliebten Mann mit lokalpolitischen Ambitionen, der vergeblich versucht, sein Image aufzupolieren, indem sein Gefängnis mit einer eigenen Football-Mannschaft Erfolge feiert.
Schnell wird Paul Crewe klar, dass das der Grund sein könnte, ihn in dieses abgelegene Nest verlegt zu haben; er muss nicht lange darauf warten, da bittet ihn der Gefängnisdirektor, die Football-Mannschaft der Knastbrüder auf Vordermann zu bringen. Nicht nur, dass Paul seine Strafe eigentlich so unspektakulär wie möglich absitzen wollte, nein, er wird von den Wärtern auch noch genötigt, der Bitte des Direktors ja nicht nachzukommen. Er sieht sich zudem den Anfeindungen der Mitgefangenen ausgesetzt, für die ein Verräter am Footballspiel auf der internen Hierarchieleiter ganz unten steht.
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Erst als Paul dem Direktor Hazen ein Trainingsspiel der Insassen gegen die Wachmannschaft abschwatzt, kommt Bewegung in die Sache. Nate Scarborough (Burt Reynolds) ebenfalls ehemaliger NFL-Spieler - bietet sich Paul als Co-Trainer an und zieht damit die leistungsfähigsten Sportler im Knast mit ins Boot, die das Spiel aber in erster Linie als Anreiz sehen, es den Wärtern mal legal so richtig heimzuzahlen. Bis der Tag dieser Abrechung erreicht ist, geht noch viel Zeit ins Land, in der Captain Knauer und sein Team versuchen, die Moral der Knackis zu brechen und ihnen ein vernünftiges Training so schwer wie nur möglich zu machen, sei es zum Beispiel durch ein unter Wasser gesetztes Spielfeld. Aber die Burschen sind einiges gewöhnt und erweisen sich als zäh, eine Überraschung am Tag X scheint also möglich ...
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Blickpunkt: Film
Der Anfang ist das Ende - und zwar das Ende einer einst strahlenden Karriere. Knapp wird gezeigt, wie der ehemalige NFL-Footballstar Paul 'Wrecking' Crewe im Suff von Cops verfolgt den Bentley seiner Freundin demoliert. Damit wird seine Bewährung wegen Spielbetrugs (er hatte absichtlich Punkte verloren) aufgehoben und er landet in einem texanischen Staatsgefängnis unter Direktor Hazen (James Cromwell). Der verlangt, dass sein neuer Starinsasse ein Häftlingsteam zusammenstellt, an dem sich die halbprofessionelle Mannschaft der Gefängniswärter warmspielen kann. Die Wärter (zum Teil von schrankgroßen ehemaligen Football- und Wrestling-Stars wie Brian Bosworth und Steve Austin gespielt) sind ein hundsgemeiner Haufen sadistischer Rednecks, was gleich zu Anfang mit einer brutalen Abreibung, die Crewe von Captain Knauer (William Fichtner) verpasst bekommt, demonstriert wird. Auch bei seinen Mitgefangenen stößt Crewe auf null Sympathie und ist wegen seiner früheren 'unamerikanischen' Mogelei ein geächteter Außenseiter. Lediglich der gewiefte Hausmeister (Chris Rock, Sandlers früherer 'Saturday Night Live'-Kollege) freundet sich mit Paul an und hilft ihm beim mühseligen Unterfangen.
Zunächst tritt nur der übliche Trupp von Verlierern (vom bierbäuchigen Fettwanst zum unsportlichen Möchtegernspieler) an. Ein Lichtblick ist der blitzschnelle Meggert (Rapper Nelly in seinem ordentlichen Filmdebüt). Seine Demütigung durch die rassistischen Wärter führt schließlich dazu, dass die Gang der superathletischen Schwarzen bei der Mannschaft einsteigt und so eine echte Chance besteht, den verhassten Gegnern die verdiente Abreibung zu erteilen. So wird der große Spieltag (dazu steigert sich der Stadionrock-Hymnen-lastige Soundtrack zur Frenetik) zum kathartischen Spektakel, bei dem sich das ewig unterdrückte und machtlose dreckige Dutzend der Häftlinge wenigsten einmal gegenüber den unfairen Autoritätsfiguren behaupten können.
Drehbuchautor Tracy Kennan Wynn modernisierte das Originalskript von Sheldon Turner mit gängigen Popkulturreferenzen und tilgte weitgehend die Unflätigkeiten der ursprünglichen Dialoge (das einzige 'Fuck' des Films bleibt Chris Rock vorbehalten). Originalgetreu übernommen wurden hingegen einige Szenen, manche Kameraeinstellungen und ein tragischer Plottwist, der seine Wirkung nicht verfehlt. Die ernsten Känge werden von Albernheiten (verschiedene bizarre Macken und sexuelleVorlieben der Sträflinge, eine Schlammschlacht in Zeitlupe) aufgewogen. Insgesamt dominiert ein überraschend liberaler Ton, da der Film seine Spitzen und Witze gleichmäßig verteilt und Minderheiten zwar für Gags herhalten müssen (dann aber homogen in die Gruppe der Underdogs eingegliedert werden), die eigentliche Zielscheibe des Spotts aber Establishment, Autoritäten und Gefängniswärter sind. Zudem ist Sandler in seiner Rolle des gefallenen Helden, der sich rehabilitieren will, angenehm sympathisch. Reynolds mimt diesmal einen ehemaligen Footballspieler und Coach, während Ed Lauter, der in der ersten Version Captain Knauer spielte, diesmal amüsant auf der anderen Seite der Gefängnisstäbe zu sehen ist. Ein schlagkräftiges Plädoyer für Jux und Dollerei, in dem ein gesellschaftskritisches Herz für die Außenseiter der Gesellschaft pocht. ara.