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Spiel mir das Lied vom Tod (Special Edition, 2 DVDs) [Special Edition]
 
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Spiel mir das Lied vom Tod (Special Edition, 2 DVDs) [Special Edition]

Claudia Cardinale , Henry Fonda    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (192 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 29,99 Kostenlose Lieferung. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Claudia Cardinale, Henry Fonda, Charles Bronson
  • Komponist: Ennio Morricone
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL, Special Edition
  • Untertitel: Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Niederländisch, Isländisch, Kroatisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Paramount Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 15. August 2005
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 159 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (192 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00067ADO0
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 44.256 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Die Ex-Prostituierte Jill kommt aus New Orleans in den Westen, um an der Seite des Farmers McBain ein neues Leben zu beginnen. Doch ihr Mann ist tot, ermordet von den Chefs der Eisenbahngesellschaft, auf deren zukünftiger Trasse er siedelte. Jill denkt nicht daran, klein beizugeben, und nimmt auf eigene Faust den Kampf um das Land auf. Ein gutmütiger Outlaw und ein geheimnisvoller Fremder, der mit dem Oberkiller der Eisenbahner noch eine Rechnung offen hat, kommen ihr dabei zu Hilfe.

Produktbeschreibungen

Paramount Spiel mir das Lied vom Tod (2 DVDs), USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 26.10.04

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138 von 150 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Großer Klassiker in würdiger Edition, 9. Juni 2011
Von 
jury - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Der erste Teil dieser Rezension befasst sich mit der Technik und der Ausstattung der (Steelbox) Blu-ray. Nähere Informationen und Erläuterungen zum Inhalt des Films finden sich darunter. Dort werden thematische Intensionen, stilistische Besonderheiten, Symbolik, Bezüge zum Genre und Beispiele bissigen Humors angesprochen.

1. TECHNIK & AUSSTATTUNG

Es wird niemanden überraschen, dass ein Ausnahmefilm wie "Once Upon A Time In The West" in zahlreichen Versionen auf den Markt kam. Bemerkenswert war hier die von Anfang an respektable Qualität. Bereits die erste italienische PAL-Version "C'era una volta il West", der "Directors Cut" von 2:51 h, bot das Original-Format 2,35:1 und eine für DVD ordentliche Bitrate von 5,74 Mbps. Der italienische Ton kam in DD 5.1. Die späteren DVD-Versionen steigerten die Bildqualität durch bessere Schärfe und neutralere Farben. Alle folgenden Versionen waren mit 2:38 h etwas kürzer - lange Szenen wie das Spiel mit der Fliege wurden einfach ein wenig geschnitten. In der Anfangs-Sequenz gibt es in der italienischen Version eine Szene, in der Leone's Töchter Rafaella and Francesca bei der Station zu sehen sind. In verschiedenen Langversionen legt Harmonica nach dem Schusswechsel wegen einer Verletzung seinen Arm in eine Schlinge. In einer weiteren Extra-Einstellung zeigt Frank der Kamera auch die Leichen im Salonwagen - und Mister Morton robbt länger zum "Pazifik".

Die Paramount Home Entertainment Blu-ray liefert sowohl die US-Kinoversion mit 2:45 h als auch die restaurierte Version mit 2:46 h auf einer 50 GB Scheibe. Die Video-Bitrate beträgt hier 24,9 Mbps. Der englische Ton wurde überarbeitet und in DTS-HD kodiert. Zudem werden deutsche, französische und spanische Spuren in DD 2.0 (Mono) angeboten. Untertitel sind in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Dänisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch und Finnisch verfügbar.

Die Extras der BD unterscheiden sich kaum von der letzten DVD-Ausgabe:

- Audio-Kommentare [1]
- Eine Oper der Gewalt (An Opera of Violence, SD, 29 min)
- Der Lohn der Stunde (The Wages of Sin, SD, 20 min)
- Die Verbindung mit dem Tod (Something to Do with Death, SD, 18 min)
- Eisenbahn: die Revolutionierung des Westens (Railroad: Revolutionising the West, SD, 6 min)
- Die Drehorte: damals und heute (Locations Then & Now, SD, 4 min)
- Production-Gallery [2] (SD, 5 min)
- Original Kino-Trailer (HD, ca. 3 min)

Wer auch mal einen "modernen" Trailer des Films sehen möchte, kann dies über ein "hidden feature":
- Im Hauptmenu "Extras" wählen. Dann ist "Kommentare ..." unterlegt.
- Mit dem Cursor nach links: Oben rechts erscheint ein Hufeisen.
- Auf der Fernbedienung "Enter" drücken.

Beim HD-Transfer wurde nicht übertrieben geschönt. Man kann z.B. das Original-Korn erkennen - aber in feinerer Struktur. Dafür hatte man unter Verwendung der Original Kamera-Bauteile eigens neue Zwischennegative und Zwischenpositive erstellt. Die Tiefenauflösung in dunklen Passagen wurde verbessert, auch indem man auf die Kontrast-Überhöhung der letzten DVD verzichtete. Hauttöne erscheinen wärmer. Insgesamt scheint die Blu-ray gegenüber der DVD eine Spur mehr Blau zu betonen. Die typischen Nahaufnahmen sind beeindruckend. Totalen liefern eine sehr viel bessere Auflösung und Detailwiedergabe in der Bewegung. Ohne Zweifel: Bei diesem Film kommt die Qualität der Blu-ray durchaus zur Geltung, natürlich nur in den vom Original vorgegebenen Grenzen.

Der Film lebt von seinen markanten Geräuscheffekten, die nicht nur in der DTS-HD Master 5.1 - Version Freude machen. Denn auch der deutsche Ton fällt eigentlich erstaunlich wenig ab. Die Bässe bringen nicht gerade den Boden zum Wackeln, aber der Sound kann - abgesehen vom Klang der Musik - doch beeindrucken und lädt dazu ein, bei gehobenen Pegeln zuzuhören.

Dennoch scheint eine Warnung angebracht: Die obigen Wertungen fallen dem Werk entsprechend aus. Man darf keine moderne Bild- und Tonqualität erwarten. Der Ton ist nicht nur durch die Monophonie eingeschränkt, sondern liefert auch nicht die Prägnanz und Härte der Details oder die Klarheit und Auflösung der Musik, die schon lästig gequetscht und plärrig klingt. Der Klirrfaktor tobt in Forte-Passagen bei etlichen Prozenten herum. "Spiel mir das Lied vom Tod" war, technisch gesehen, auch nicht "state of the art" seiner Zeit: Es gab seit Jahren 70 mm Film, es gab 6-Kanal-Dolby-Magnet-Ton und es gab stabile Stative, bei denen die Berge am Horizont nicht so wackeln - man schaue sich nur mal Doktor Schiwago an! Dennoch zeigt der Film dem Heimkino die Grenzen auf: Auch wenn man ihn wie ich auf einer 4 m Leinwand gesehen hat, muss man zugeben, dass ihm ein großes Kinobild einfach noch einmal deutlich besser steht.

Der "limitierten" Steelbox liegt kein Booklet bei, aber ein Poster von ca. 45 x 58 cm² in schwarz-weißem Hochglanzdruck (siehe hochgeladenes Foto). Der transparente FSK-Aufkleber ließ sich nach etwa 10 s heißem Anblasen mit einem Fön rückstandslos von der Box entfernen. Der Aufkleber, der mit beiden Film-Versionen wirbt, befindet sich auf der Einschweißfolie.

2. INHALT & INTERPRETATIONEN

Der 1968 vorgestellte 3-Stunden-Monumentalfilm war in Deutschland besonders erfolgreich - vielleicht wegen des im Original überhaupt nicht vorkommenden Satzes "Spiel mir das Lied vom Tod", der bekanntlich ja auch zum deutschen Titel von "C'era una volta il West" avancierte - ganz sicher aber wegen der charakteristischen Music Ennio Morricones.

Der international Titel: "Once Upon a Time in the West" deutet an, dass man die Handlung als ein Märchen - besser vielleicht: eine Legende - verstehen kann. Der Film spielt in einer Zeit des Umbruchs, in der die Ära der raubeinigen Individuen, die einst den amerikanischen Westen erobert und besiedelt haben, von der Ära des Kapitals abgelöst wird.

IM FOLGENDEN WERDEN DIE DER HANDLUNG UNTERLIEGENDEN MOTIVE DARGESTELLT

Der Witwer Brett McBain (Frank Wolff, 40) hofft aus gutem Grund, dass sich für ihn und seine Kinder der amerikanischen Traum erfüllen könnte. Er konnte sich ein Landstück in einer Wüste sichern, auf welchem weit und breit die einzige Wasserquelle sprudelte. Zwar schützte er vor, eine Farm errichten zu wollen; tatsächlich aber hatte er erkannt, dass die Bahnlinie zum Pazifik zwangsläufig durch diese Wüste laufen musste - und damals fuhren die Loks bekanntlich mit Wasser.

Mit der Hoffnung auf Reichtums hatte McBain auch gleich die attraktivste Frau gewonnen, die in den Saloons von New Orleans zu finden war: Jill McBain (Claudia Cardinale, 30) sollte nachkommen, sobald McBain und seine Kinder die nötigsten Vorbereitungen getroffen hätten.

Doch das Kapital sucht den billigsten Weg. Der an Knochentuberkulose schwer erkrankte Bahn-Baron Mr. Morton (Gabriele Ferzetti, 43) hofft, noch zu erleben, wie die Gleise am Pazifik ankommen - was ihn dabei aufhält, wird mit Gewalt beseitigt. Der kaltblütige Frank (Henry Fonda, 63) erledigt die Drecksarbeit. Doch das Gemetzel an McBain und seinem Anhang löst das Problem nicht - nun gehört das begehrte Wassergrundstück mit dem poetischen Namen "Sweetwater" Jill McBain, der junge Witwe.

Mit Frank vollenden zwei weitere gefährliche Kämpfer das Dreieck der Gewalt: Cheyenne will es denjenigen heimzahlen, die versuchen, das Gemetzel an McBain seiner Bande anzuhängen. Und "Harmonica" (Charles Bronson, 47) ist auf der Suche nach dem Mann, der seinen Bruder gehängt hatte.

Im Mittelpunkt der Kräfte steht die starke und schöne Jill zwischen Frank, Cheyenne und Harmonica. Dabei beschränkt sich das Interesse der Revolverhelden keineswegs auf Jill McBains Grundstück. Sie hingegen begreift, welche Vision sich für ihren verstorbenen Mann in "Sweetwater" verborgen hatte.

ENDE DER ANGABEN ZUM INHALT

Die philosophische Botschaft des Films ist die Ablösung der Ära individueller, personenbezogener Handlungen durch kapitalgesteuerte Mächte, in welchen der Einzelne bedeutungslos und austauschbar wird. Es spielt keine Rolle, ob Morton oder ein Nachfolger agiert, die Gleise erreichen so oder so den Pazifik. Ebenso ist nicht von Bedeutung, ob McBain oder seine Erbin den begehrten Grund in der Wüste besitzt. Insofern markiert "Spiel mir das Lied vom Tod" bildhaft und mahnend einen Wendepunkt in der Geschichte der Zivilisation. Gleichzeitig steht die Figur Jills aber auch für ein frühes Beispiel gelebter Emanzipation.

Doch der Film transportiert selbstverständlich nicht nur diese Hintergrund-Ebenen. Eine Menge Leute kamen aus dem Kino, fanden es toll und hatten keine Idee, worum es überhaupt gegangen ist. Doch je häufiger man den Film sieht, desto mehr entdeckt man - "Spiel mir das Lied vom Tod" ist einer dieser Filme, die einfach mit jedem Anschauen immer besser werden.

Nicht nur Cineasten dürften sich für die vielen liebe- und humorvollen Referenzen an große Western von "High Noon" bis "Johnny Guitar" interessieren.

In vielen stilistischen Details zeigt sich die Perfektion des Teams, beispielsweise in den raffinierten, mit Soundeffekten wie beispielsweise einem Schuss verbundenen Schnitten, welche den Zuschauer irritierend einen Moment im Unklaren lassen, ob der Ton zur abgelaufenen oder zur folgenden Szene gehört.

Auch an Symbolik mangelt es nicht. Die... Lesen Sie weiter... ›
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89 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Stille im wilden Westen, 31. Oktober 2003
Von 
Sind wir mal ehrlich: ich glaube vielen hatten beim ersten Betrachten eine andere Erwartungshaltung. Zu Recht: las man bis dahin den Namen eines italienischen Regieseurs auf dem Plakat eines Westerns, durfte man mit reichlich Ballerei rechnen, immer mit dem typisch italienischen Abfeuergeräusch. Meist jedoch schauspielerisch eher in der zweiten bis dritten Kategorie anzusiedeln, von der Dramaturgie ganz zu schweigen. Dann kam Sergio Leones "Spiel mir das Lied vom Tod" und die italienische Western-Welt geriet ins Schwanken. Schweigen kam vor Reden, Reden kam vor Schießen. Henry Fonda sagte einmal in einem Interview, daß, als die Leute bei der Kamerafahrt um seinen Kopf am Anfang des Films erkannten, daß er es ist, riefen "Oh my god: its Henry Fonda !". Tatsächlich war der Kopf einer der berühmtesten Schauspielerfamilien bis zu diesem Zeitpunkt eher als Saubermann und Gerechtigkeitsymbol aufgetreten. Auf den ersten Blick paßte die Rolle des Schurken so gar nicht in sein Repertoire. Trotzdem, oder gerade deswegen, verlieh Fonda dem Schurken "Frank" seine Faszination und wurde zum Maßstab künftiger Westerngauner, so wie der Film bis heute der Maßstab aller Western ist. Auch Charles Bronson wurde mit diesem Film über Nacht weltberühmt (er selbst sagte mal, daß er ein Gesicht wie eine zerklüftete Felsenwand habe, in der man Raketen testet). Dazu kam ein, schon damals bekannter Jason Robards,der, zusammen mit Claudia Cardinale die Riege der Schauspieler abrundete. Dieses Viergespann schaffte es, unter der dramaturgischen Meisterleistung des Regieseurs ein zeitloses Meisterwerk zu schaffen. Sicher: es gibt viele Klassiker im Bereich Western, denken wir nur an "High Noon - 12 Uhr mittags" oder "Red River" mit John Wayne. Aber unter all diesen "Klassikern" (oder sagt man heute "Kultfilmen"?), sticht nur einer wirklich heraus, und das ist dieser von Sergio Leone. Die Musik von Ennio Morricone hat sicherlich einen erheblichen Anteil an der faszinierenden, permanent aufgeladenen Stimmung. Morricone variiert die Musik so unglaublich, daß melodiöse Töne den Zuschauer nahezu in Verzückung geraten lassen und seine weltberühmten Mundharmonika-Töne einem schon einen kalten Schauer über den Rücken jagen, ohne daß man den Film bisher überhaupt eingelegt hat.
Die DVD ist deswegen bemerkenswert, weil es gelingt, einen schon ordentlich alten Film wie neu aussehen zu lassen. Die häufige Verschiebung des ursprünglichen Veröffentlichungstermines ist meiner Ansicht nach darauf zurückzuführen (was kaum einer weiß), daß die europäische Version sich von der amerikanischen unterscheidet. Sergio Leone drehte verschiedene Szenen doppelt und verteilte sie auf die unterschiedlichen Kontinente. Die Szenen waren zwar inhaltlich und vom Dialog her völlig identisch.Jedoch zeitlich durch minimalste Unterschiede, z.B. in der Geschwindigkeit der Kamerafahrt, o.ä. verschieden. Für den Betrachter ist dies auch nach zig-maligem Betrachten nicht zu erkennen. Wohl aber für den, der den deutschen Ton auf eine amerikanische Version aufspielen soll. Es erfordert einen riesigen zeitlichen Aufwand, den deutschen Ton der um hundelsten Sekunden variierenden amerikanischen Filmfassung anzugleichen. Umso mehr ist die Arbeit an dieser DVD brillant gelungen. Ein echtes Schmuckstück.
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100 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Irgendeiner wartet immer", 12. März 2004
Von 
Andreas S. "AS" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
~
"Erfahrungsbericht der Erstbesichtigung" von einem, der seit langem in diesen Film verliebt ist, bislang aber nur die deutsche Fassung kannte.

Inhaltlich sei auf die zahlreichen Rezensionen verwiesen, falls es derer bei diesem Werk überhaupt bedarf.

Lange hat es bis zur Veröffentlichung gedauert, auch die Ankündigung wurde mehrere Male nach hinten revidiert, viele Rezensionen mussten sich immer wieder mit Vermutungen abgeben oder Wünsche formulieren. Jetzt ist die DVD da und viele Befürchtungen sind glücklicherweise nicht bestätigt worden. Das gute Stück ist klasse.
Schon gestalterisch ein Genuss. Zwar wurde nicht das altbekannte Kinoplakat verwendet, aber das Motiv ist eine würdige Variante. Doppel DVD, zentral aufklappbares Digipack im Pappschuber und links noch eine Klappe mit einem üppigen Booklet zur Entstehungsgeschichte des Films. Alles in einem matten Papier, das nicht so leicht Fingerabdrücke zeigt (vgl "Pate" oder "Es war einmal in Amerika"), mindestens genauso edel wirkt wie glanzlackiertes und hier auch hervorragend zur sandigen Kulisse passt.
Eine DVD enthält im wesentlichen den Film, die andere zahlreiche Zusätze, wie praktisch! Der Film hat vier Sprachfassungen - Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch - und unzählige Untertitel. Deutsch ist obligatorisch, Englisch eigentlich auch, Spanisch ist sehr lustig, ohne eigene Bedeutung allerdings und Französisch ist noch lustiger, hat allerdings den Charme, dass der Film in Frankreich zumindest lange Zeit bei weitem am erfolgreichsten war. Schade ist natürlich, dass Italienisch nicht enthalten ist, immerhin sind die wichtigsten Personen hinter der Kamera und die göttliche Claudia aus Italien, dem Land, in dem der Film, mit etwa einem Jahr Vorlauf, uraufgeführt wurde.
Klanglich sind die drei Synchronfassungen vergleichbar und ziemlich mäßig. Mono und recht undynamisch. Erheblich besser ist da der Originalton, der sowas ähnliches wie einen Raumklang produziert. Richtig Stereo klingt das nicht, aber deutlich besser als mono. Mehr Dynamik wäre auch hier noch möglich und schön, vor allem würden die musikalischen Effekte dann drei Tage Gänsehaut bescheren, aber so muss halt jeder für sich ein eigenes Soundnachdesign vornehmen. Schwamm drüber, das wird alles seine Gründe im Rohmaterial haben und wir wollen uns ja endlich freuen.

Völlig überraschend sind ein paar Differenzen in der deutschen Synchronisierung. Eigentlich ein anderer Film! Die Originalfassung, die ich jetzt endlich zum ersten Mal genießen durfte, ist viel gradliniger, ja fast emotionsloser. Gerade einige der markigsten Sprüche scheinen der Feder des Synchronteams entsprungen zu sein:
Cheyenne wird in der Absteige von seinen Leuten abgeholt und antwortet auf die Provokation von Mundharmonika, drei Langmäntel seien tot: "My men don't get killed!", anders: "Meine Männer begehen keine Massaker!" Abgesehen vom höheren Sympathiewert der deutschen Version, ist diese dramaturgisch zumindest bedenklich, wenn nicht sogar falsch. Denn woher weiß Cheyenne vom Massaker, das seine Leute ja in der Tat nicht begangen haben? Und abgesehen davon sprach Mundharmonika von einer ganz anderen Szene, die vieles, aber jedenfalls kein Massaker war.
In der Liebesszene spricht Frank deutlich aus, dass es schade ist "to kill you" und deutet dies im Deutschen nur ganz unterschwellig an. So wird Frank zwar charmanter, aber gleichzeitig auch fieser.
Gegen Schluss, als Mundharmonika seine Sachen holt, kund tut, gehen zu müssen und beim kurzen Innehalten Sweetwater noch eine gute Zukunft prognostiziert, fragt sie: "When do you visit Sweetwater?" und indem er losgeht murmelt er nur: "Someday". Im Deutschen dagegen suggeriert sie: "Sweetwater wartet auf Dich" woraufhin er beim Losgehen feststellt: "Irgendeiner wartet immer!" - Das muss man erst mal sacken lassen. Das hat mal Gewicht. So eine Aussage bekommt man nicht alle Tage geboten. Das meine ich völlig ernst. Zwar ist das ganz erstklassige Lagerfeuerromantik oder besser heutzutage Stammtischromantik wie: "Manchmal muss ein Mann tun, was ein Mann tun muss!", aber das kommt ja nicht von ungefähr, diese Qualität zur Verwendung unter richtigen Männern. Fast scheint es, dass der ganze Film nur auf diese Aussage hinleitet und dass dieses Ergebnis ebenso nüchtern wie war ist. Aber nach Kenntnis der Originalfassung bleibt von alledem wenig.
Noch ein letztes, das entscheidende Beispiel, die Schlüsselszene, in der Mundharmonika Franks Fragerei nach seinem Namen beendet, indem er ihm die Mundharmonika zwischen die Zähne und die letzten Atemzüge drückt und endlich sagt: "Spiel mir das Lied vom Tod!" - In der Originalfassung: "Keep your loving brother happy." - Hundsgemein zwar aber ohne den (vielleicht) übertriebenen Pathos der deutschen Fassung. - Ein Mythos wankt.
Hier geht es ja nicht nur um einen sehr freien deutschen Titel, der damals schon sehr reißerisch anmutete und so vermutlich viele zarte Gemüter vom Kino fern hielt, wie er echte Helden anzog und bei Kindern wie mir eine enorme Faszination des Gefährlichen und Morbiden auslöste. Wohl kalkuliert vom deutschen Verleih, was sich im Verkauf des Soundtracks, dem "Lied von Tod" auch heute immer noch zeigt. Wer hat nicht in irgendeiner Form das "Lied vom Tod" zu Hause und spielt es regelmäßig am Schluss der Party, um dem letzten, auf der Couch eingeschlafenen auch noch einen dramatischen Abgang zu verschaffen?
Nein, hier geht es um mehr, die deutsche Präsentation macht Rache zu "dem" Motiv des Films. Nicht wie im Original nur ein kurzes Aufflackern von einem Sinn, bevor der Protagonist weiterzieht, auf der Suche nach dem wahren Ziel und dem Motiv dahinter, schwer beladen mit der Vermutung es nicht zu finden. Aber wer noch kann, sollte wenigstens suchen. Aufgeben muss schließlich nur der, der stirbt. Den wirklich Suchenden vermag auch keine Frau davon abzuhalten.
Diese Rache wird begleitet vom wahrlich nervenaufreibenden Jammern der Mundharmonika, noch verstärkt vom markerschütternden Klang der E-Gitarre. Ennio Morricone quält den Zuschauer regelrecht zu diesem Höhepunkt der Handlung hin und welche Erlösung bringt uns schließlich der Tod von Frank. In Deutschland bekam das Motiv noch eine Höhere Ebene, indem das Lied vom Tod es war, das Unheil, aber auch die Erlösung brachte.
All das soll keinerlei Entsprechung im Original haben?
So oder so ist das Motiv "Rache" wesentlicher Bestandteil des Films, aber nicht in dieser Überspitzung. Das Lied vom Tod kennt das Original nicht und der Titel legt auch den Fokus anders. "Once upon a time" legt den Schwerpunkt auf die Suche und die Rache als Bestandteil davon verliert sich just im Moment des Verhalls der quälenden Klänge. Der einzelne hat nichts gewonnen, auch der Tod hat nur kurz gewonnen, denn es geht immer irgendwie weiter - Sweetwater entsteht.
Der deutsche Titel ist somit sehr übersteigert und erfüllt noch nicht einmal die Qualifikation eines Zitats. Ich bin ratlos. Warum sagt mir das keiner und lässt mich so ins offene Messer oder besser ins Leere rennen?
Ob das Original Drehbuch italienisch war und davon sämtliche Fassungen abgeleitet wurden, könnte eine Erklärung dafür sein, dass der Unterschied zwischen Deutsch und Englisch gar so groß ausfiel. Es ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Film englisch gedreht wurde; Zweifel beseitigt ein Vergleich der Lippenbewegungen. Also sollte für alle damals Beteiligten diese Fassung die Referenz bedeutet haben, womit eine echte Erklärung sich gerade nicht aus der Sache selbst heraus ergibt.
Eine Erklärung wird vielleicht das Zusatzmaterial liefern, dem ich mich noch nicht widmen konnte und das ich daher hier auch nicht rezensieren kann, aber für mich gibt es jetzt zwei Filme. Jeder hat eine eigenständige Bedeutung.
Nächste Maßnahme meinerseits wird sein, den Film durchgehend auf englisch anzusehen, ohne ständig zwischen den Sprachen zu springen. Vielleicht ergibt sich so eine andere Aussage. Dass zumindest die Stimmung der deutschen Fassung erheblich abweicht, sollte hier deutlich geworden sein. Dass das keinerlei Kritik darstellt, möchte ich noch einmal ausdrücklich herausstellen.
Keiner kann uns die Fassung nehmen, mit der wir groß geworden sind und die wir lieben. Umso spannender und wichtiger ist aber auch diese DVD Veröffentlichung. Und eins weiß ich schon jetzt, sie wird mir noch viel Freude bereiten, so oder so.
"Die DVD wartet auf Dich, wann wirst Du sie wieder ansehen?" - "Someday" ... "Nein jetzt." - "Warten war früher!"
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