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Spiel des Verderbens
 
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Spiel des Verderbens [Taschenbuch]

Clive Barker
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  
Taschenbuch, 30. Januar 2001 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 430 Seiten
  • Verlag: BLITZ; Auflage: 1. Aufl. (30. Januar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898400433
  • ISBN-13: 978-3898400435
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 14,4 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.917.710 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Clive Barker
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Horror-Roman? Hat da der Klappentext zu viel versprochen? Gut, die Geschichte beginnt mystisch im Warschau des Zweiten Weltkriegs und offeriert manch harte Szene (so ein akribisch geschilderter Selbstmordversuch) -- aber Horror?

Oh ja, Horror! Nur baut der sich so langsam und bedrohlich auf, dass man anfangs gar nicht recht daran glauben mag. Genauso wenig wie Marty Strauss, der Hauptakteur des Buchs. Der langjährige Häftling denkt noch an einen Glücksfall, als ihn Unternehmer Joseph Whitehead aus dem Gefängnis holt und zu seinem Leibwächter macht. Das Leben unter einer "Art gnädiger Diktatur" auf Whiteheads Landgut ist schließlich angenehmer als der Alltag hinter Gefängnismauern.

Doch woher soll Strauss auch wissen, wie Whitehead sein Vermögen gemacht hat? Denn das ist der Schlüssel zu dem Terror, der langsam über den Wirtschaftsmagnaten (und damit auch über seinen Bodyguard) hereinbricht. Mamoulian, ein Mann aus der Vergangenheit und "ein Geschöpf, das möglicherweise nicht einmal real war", fordert alte Spielschulden ein. Dass ihn dabei ein Kerl namens "Rasierklingenesser" begleitet lässt schon vermuten, dass die Schuldeneintreiber mit äußerstem Nachdruck vorgehen.

Britanniens Horrorautor Nummer eins Clive Barker festigte mit diesem 1985 erschienenen und jetzt neu aufgelegten Roman seinen Ruf als Meister der düsteren Erzählung. Barker weiß eine Geschichte ohne Hektik ihrem nervenzerfetzenden Höhepunkt zuzuleiten. Wo andere Autoren sofort zum Brutalo-Holzhammer greifen, führt der Liverpooler Schreiber seine Darsteller behutsam ein und nimmt sich Zeit für ihre Charakterisierung. Ein Weg, der den Einbruch des Schreckens in die scheinbar sichere Umgebung um so schlimmer werden lässt -- und der Weg in einen überraschenden und im besten Sinne furchtbaren Horror-Roman. --Joachim Hohwieler

Der Verlag über das Buch

Zweifellos ist das Clive Barkers bester Horror-Roman!
Marty Strauss ist überglücklich: Er wird vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen und als Leibwächter bei einem der reichsten Männer der Welt angestellt. Doch bald begreift Marty, daß er seinen Arbeitgeber nicht schützen kann – denn dessen Feind ist nicht menschlich. Eine bösartige Macht belauert den Landsitz, auf den die beiden sich verschanzen

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Wux Iapan
Format:Taschenbuch
Barkers Name steht für Radikalität, Originalität, Skurillität, Spannung, Überraschung und abgrundtiefer Seelenschwärze - er denkt (schreibt) jede Idee bis zum äussersten Ende. Mit den Büchern des Blutes vermag er literarische und phantastische Gourmet-Kost mit absolutestem Horror zu verbinden. Man erinnere sich hierbei an "Agonie der Städte", "Der Mitternachts-Fleischzug" etc.

Die Geschichte um Marty Strauss nimmt vorerst seinen angenehmen Lauf, im Hintergrund lauern jedoch Informationen einer unangenhmen Begegnung, welche zu Beginn des Romans geschildert wurde. Nur schon die Situierung der einleitenden Kapitel ist originell: just nach dem Krieg, zwischen zwei Regierungen in einer gewissermassen anarchistischen Periode verfolgen wir die Reise eines Mannes, der trotz allem Kriegsgreuel die Atmosphäre der teilweise mäuschenstillen, leeren Städte - ein Abbild der Apokalypse schlechthin - mit einer nachvollziehbaren Portion "Genuss" in sich aufnimmt - auf der Suche nach Bestätigung, dass es ein Kartenspieler geben soll, der sein Spiel niemals verlieren tue. Nun denn, seine Suche wird erfolgreich sein...

Genial, wie Barker dann erstmals über eine gewisse Länge hinweg den Alltag eines Ex-Knastis schildert; sowie dessen Reaktivierung nach all den Jahren totalen körperlicher sowie geistiger Stasis. Wir freuen uns mit Marty, wir geniessen die Sonnenstrahlen, die ihn tagtäglich beim Jogging begrüssen, wir verfolgen interessiert, wie sich neue Kontakte innerhalb des "neuen Gefängnisses" bilden. Urplötzlich werden wir Zeuge eines Selbstmordversuches - meines Erachtens ein Highlight des literarischen Horrorgefildes: die akribische Schilderung des Missglückens dieses Unternehmens, ebenso wie das Seite für Seite eskalierende Stadium des körperlichen Zerfalls eines eigentlich im wahrsten Sinn toten Körpers, ebenso die Art und Weise, wie eine grässlich gehäutete, unwissend (un-)tote Frau am Rande ihrer Wahrnehmungen die Folgen ihrer Situation bemerkt: das Surren der Fliegen an ihrem Körper, die merkwürdigen Flecken auf den Möbeln, auf die sie grad eben noch gesessen hat. Meines Erachtens geniale Visionen, die einen vorahnen lassen, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis das Grauen die netten Fassaden rund um Martys Freiheit niederreissen.

Barker legt trotz aller Fiktion viel Wert auf "emotionalen Realismus". Er sagt selbst, dass er gewisse, vorerst geplante dramaturgische Wendungen oder Entwicklungen auf Kosten des Realismus entsprechend abändert. Erste Priorität geniesst demnach die Glaubwürdigkeit seiner Charaktere. Sehr zum Gefallen des Lesers, der sich selbst in den bizarrsten Momenten mit den Gedankengängen der Charaktere identifizieren kann. Die Geschichte selbst wäre also relativ schnell erzählt, doch die fehlende Hektik in Barkers Schaffen, seine geduldsames Erzähltempo lässt einen mit Herz und Seel am Geschehen teilhaben.

Viele schreiben, er tendiere "unnötigerweise" zu pornographischen Beschreibungen. Barkers Horror geschieht oftmals auf "körperlicher Ebene". Das hört sich vielleicht bescheuert an, aber es ist so. In Hellraiser ist die Thematik um das Fleisch, welches unseren Geist hält, überaus zentral - wie auch in anderen seiner Werke - die Körperlichkeit, deren Verletzbarkeitt. Von daher sehe ich persönlich jene Elemente in einem anderen, durchaus plausbiblen Kontext. Abgesehen davon sind seine Beschreibungen nicht perverser als jene von Stephen King. Wir lesen über schönen, leidenschaftlichen Sex. Das ist wohl ähnlich wie der klaffende Abgrund zwischen Liebesglück, und -schmerz. Schlussendlich will uns Barker gruseln, schockieren. Dies jedoch mit styilstisch hervorragenden Mitteln. Er schreibt weitaus bewusster als es King tut. Barker überlegt sich genauer, wie ein Satz zustande kommen soll. Form und Inhalt kommen in durchdachterer Form zum Leser als bei seinen Konkurrenten.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Jetzt, zwei Wochen, nachdem ich das Buch gelesen habe, wird mir klar, wie gut es in Wirklichkeit ist:

Marty Strauss wird aus dem Gefängnis entlassen und arbeitet als Leibwächter bei dem Multimilliardär Whitehead. Der alte „Selfmade Man“ mit einem Hang zum Glücksspiel und zu frischen Erdbeeren lebt auf seinem als „Asyl“ bezeichneten Anwesen. Martys anfängliche Freude über Freiheit und einen vermeintlich guten Job weicht zunächst Ernüchterung und dann Furcht: Ein als „Der Europäer“ bezeichneter Charakter in der Gestalt eines distinguierten älteren Herren will eine Rechnung mit Strauss’ Arbeitgeber begleichen, die vor über 60 Jahren im brennenden Warschau gestellt wurde. Marty stellt sich der Bedrohung nur deswegen entgegen, weil er sich in die heroinsüchtige Tochter des Multimilliardärs verliebt hat.

Clive Barker serviert das Grauen abgehangen und vakuumverpackt: Seine Beschreibungen sind so eindringlich, wie das Summen eines Fliegenschwarms. So etwa, wenn eine Frau sich in der dunklen Abgeschiedenheit ihres Zimmers in Zentral-London darüber klar wird, dass sie nicht nur tot, sondern im Verwesungsprozess schon weit fortgeschritten ist. Oder wenn er einen Gegner mit den Worten schildert: „(er sah aus) wie ein Mann, aus dem gleich Schmetterlinge hervorquellen. Ihre Flügel schlugen von Innen gegen die Hülle, ihre Emsigkeit zerschmetterte seine Knochen.“

Auf den ersten Seiten wird klar, was der Roman bietet: Verwesung aus der Madenperspektive. Egal, ob es sich dabei um sozialen, psychischen oder physischen Verfall handelt – der Leser erlebt hautnah die gelangweilten Exzesse der „Reichen und Schönen“ oder die verspießte Dekadenz der „Kleinen Leute“, die mit „Nutten, Drogen und ‚Tausend ganz legalen Steuertricks’“ ihr Los erträglicher machen wollen. Darüberhinaus werden Ehen gebrochen, ein Hotel verbrannt, Unternehmen zugrunde gewirtschaftet, Hunde getötet, Menschen getötet und Kinder gegessen. Barker gelingt es, das Thema „Verfall“ bis in die letzte Metapher zu transportieren – so gekonnt, dass ich mich frage, ob Beschreibungen wie „geduldig wie ein Geier“ nicht allgemeiner Sprachgebrauch sind?

Manchmal bekam ich den Eindruck, dass Barker seinem „Inneren Zensor“ die Extremitäten abgeschnitten und in den Hintern geschoben hatte: es kommen Szenen vor, die in der filmischen Umsetzung wie eine Hardcore-Porno-Version von Buttgereits „Nekromantik“ aussehen würden.
Dennoch habe ich nicht den Eindruck, es ging Barker um den kalkulierten Tabubruch oder um den „Effekt um des Effektes willen“. Seine Motivation ist eher die eines mittelalterlichen Kirchen-Malers, der die Schrecken der Hölle besonders konkret und detailliert darstellen wollte – um den Himmel umso begehrlicher erscheinen zu lassen. Der ist bei Barker nicht mehr, als ein paar kalt funkelnde Sterne über unseren Köpfen und der Hoffnung, dass der nächste Tag nicht ganz so düster wird: der Horror in
„Spiel des Verderbens“ ist nichts, was man bezwingen kann - unsere Existenz endet zwangsläufig im Albraum des Sterbens. Die einzige Rettung besteht darin, den Tatschen in Augen zu blicken und sich damit abzufinden. Die Frau, die einsam ihren Verfall bemerkt, gehört zu keinem fiktiven „Monstren-Stadel“, wie beispielsweise bei S. King. Sie ist die mit Implantaten aufgepolsterte, Fett abgesaugte, geliftete und auf RTL II eifrig nach Aufmerksamkeit heischende „Gesellschaftsdame“

Clive Barkers „Spiel des Verderbens“ ist ein Buch, das mir im Nachhinein viel besser erscheint, als während des Lesens. Vielleicht deshalb, weil der Horror nicht in portionsgerechten Happen serviert wird, sondern in einem blutigen, verknorpelten Brocken, den man ersteinmal verdauen muss. Umso besser, dass Barker es versteht, sein Thema schmackhaft zuzubereiten und sich auch nicht für den ein oder anderen Witz zu schade ist. Zum Beispiel wie in folgendem Dialog, in dem es um Whiteheads Zeit in Warschau geht:
„Schrecklich, was sie getan haben.“
„Die Deutschen?“
„Die Städteplaner.“
Der Horror ist allgegenwärtig.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Große literarische Kunst 29. Oktober 2005
Format:Taschenbuch
Dass Stephen King über Clive Barker sagt, er sei "so gut, dass mir im wahrsten Sinne des Wortes die Spucke wegbleibt", verwundert mich nach dem Lesen dieses Meisterwerks nicht.
Zuvor habe ich bereits "Cabal" von Barker gelesen, was auch schon ein guter Roman war - "Spiel des Verderbens" aber ist mit das beste, was ich bisher überhaupt gelesen habe.
Spannend, zum Nachdenken anregend, gruselig, grausam und manchmal sogar mit einer Prise Humor gewürzt.
Es wird niemals langweilig, auch die detailliertesten Beschreibungen fesseln aufgrund der metaphorischen, schönen Sprache - so beispielsweise der Selbstmordversuch von Anthony Breer: Unglaublich facettenreich und so gut ausgeführt, dass man glaubt, es läge sich gleich um den eigenen Hals eine tödliche Schlinge. Doch so ist es die ganze Zeit: Der Horror kriecht langsam auf einen zu, wie eine Spinne, die einem den Rücken entlang krabbelt.
Großartig auch wieder, wie er - auch wenn grundsätzlich aus der Perspektive von Marty Strauss erzählt wird - sich in andere Personen versetzt, wie den alkoholkranken Milliardär Whitehead, den Sex verachtenden Mamoulian oder die heroinsüchtige Carys und wie er deren Charakterisierung langsam aufbaut.
Man muss an dieser Stelle allerdings auch einmal die hervorragende Übersetzung loben, die dem Original bestimmt in nichts nachsteht.
Ich habe mir regelrecht gewünscht, das Buch würde nie enden, auch wenn man natürlich wissen will, wie das Ganze ausgeht.
Aber da es irgendwann geendet hat, hilft nur eins: Einfach noch mehr von Clive Barker lesen...
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Soweit ich weiß, ist "Spiel des Verderbens" Barkers erster langer Roman, nachdem die "Bücher des Blutes" erschienen waren und - völlig zurecht - wie eine Bombe in... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Apendix3000 veröffentlicht
Gutes Buch, gute Story
Ich habe das Buch schon vor einigen Monaten gelesen und ich fand es streckenweise sehr fesslend, was mir immer am wichtigsten bei einer Lektüre ist: wie weit zieht mich das... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Mai 2010 von Goodrune
Barkers First Strike
Damnation Game ist nach den spektakulär guten Geschichtensammlungen "Büchern des Blutes" Barkers erster Roman. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. November 2009 von Michael Unger
Nun Ansichtsache.
Ich bin ein erklärter Fan von Barkers Büchern aber dieses Buch
konnte mich leider nicht so fesseln, wie zum Beispiel seine Bücher des Blutes
Sex und Gewalt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Juni 2008 von Cleo
Superspannend!!
Nachdem ich von Clive Barker die "Bücher des Blutes" gelesen hatte, war dies der erste lange Roman den von ihm las. Und ich muß sagen: Er kann es auch in lang! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juni 2007 von AdamsFan
Etwas trocken....
Also dies war mein erstes Buch von Clive Barker. Ich habe es mir gekauft weil Barker ja (von dem was man so hört und liest) ein Meister des harten Horrors sein soll und da ich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juni 2007 von Devil
gut
Martin Strauss sitzt im Gefängnis. Eines Tages kriegt er das Angebot auf freien Fuß gesetzt zu werden, wenn er als Leibwächter für einen sehr reichen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Oktober 2006 von Benjamin Ziegler
Sprachgewaltig. Hier ist der Wortschatz wirklich ein Schatz.
Bei der Lektüre von „Spiel des Verderbens" mußte ich das ein oder andere Mal verächtlich grinsen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. März 2006 von Das Fischstaebchen
Komplex
Die Struktur der Geschichte ist wie eine hohe Mauer mit komplizierter Abfolge der Steine, von denen noch zudem nicht wenige fehlen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. August 2005 von AlanWatch2
gute schreibe
Diese buch habe ich mir einfach so gekauft weil ich die filme von clive barker gesehen hab und immer gut fand,deshalb kaufte ich mir dieses buch und war überrascht wie sehr es... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. November 2004 von Ronny Behrend
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