Ich lese B. Wood ganz gerne mal zwischendurch, aber bisher habe ich wohl die spannenden Romane erwischt. Dieser läßt einiges zu wünschen übrig. Zu viele wenns (wenn sie gewußt hätte, hätte sie...) und viel zu unrealistisch.
Aufgrund eines plötzlichen Anrufs ihrer Schwester, mit der die Hauptperson seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, fliegt diese nach Italien.
Hmm, da wars noch spannend, vor allem, da deutete sich schon ein Liebhaber an, der spielt aber für den weiteren Verlauf keine Rolle mehr. Schade. Statt dessen - eher typisch Drei-Groschen-Roman - der suspekte Sitznachbar aus dem Flieger. Die Schwester ist verschwunden, die Protagonistin verbringt einen Liebes-Urlaub in Rom, obwohl Wood sie in Gedanken ständig daran denken läßt, ihre Schwester zu finden. Aber kaum Taten folgen.
Zäh fließt die Handlung, aber die wenns häufen sich. Endlich - Handlung, Hinweis auf die Schwester - Flug nach Ägypten. Denkste, Lydia verbirgt sich, die Suche nach der Schwester übernimmt ein anderer - und der Leser bleibt außen vor, ahnungslos wie die Hauptfigur. Doch dann, mithilfe der Spielfigur versucht Lydia ihre Schwester zu finden, und schließlich überstürzen sich die Ereignisse, in deren Verlauf unsere Krankenschwester wieder gefangen wird und andere die Geschichte zu Ende bringen.
Der Roman wäre aus Sicht aller anderen Figuren spannender gewesen. Aber die Schriftstellerin hat sich, wahrscheinlich um eine Entwicklung zu ermöglichen, die nicht stattfand, für die uninteressanteste Version entschieden.
Wenigstens Lydia findet ihr Happy End ...... und ich bin auch froh, nämlich darüber, dass ich mir das Buch nicht gekauft, sondern nur ausgeliehen habe.