Kurzbeschreibung
Neidisch auf Spieler, die weniger üben, aber besser spielen? Frustriert von zu viel Techniktraining? Angst vor Turnieren oder vor dem ersten Abschlag? Das im vorliegenden Band aufgezeigte ganzheitliche Trainingskonzept wird Ihnen helfen, mehr aus Ihren persönlichen Möglichkeiten zu machen und mehr Freude am Golf zu entwickeln auch ohne zusätzliches Training auf der Driving-Range.
Der Verlag über das Buch
Garantiert besser Golf spielen: Ein unkonventioneller Titel für Golfspieler jeden Handicaps.
Der Autor über sein Buch
Im Alter von 17 Jahren fing ich mit dem Golfspiel an ein Schnupperkurs im Urlaub hatte mir und meiner Familie so sehr gefallen, dass aus ambitionierten Tennisspielern binnen weniger Monate echte Golffans wurden. Ein gebrauchter Schlägersatz wurde gekauft, der Tennisschläger an den Nagel gehängt und im nächstgelegenen Golfclub die Erfahrungen des Schnupperkurses ausgebaut. Der damalige Trainer, ein ehemaliger Tour-Spieler, hat es durch seine begeisternde Art in bemerkenswerter Weise verstanden, uns mit dem »Golf-Virus« zu infizieren. Den ersten Erfolgen auf der Driving-Range folgten die noch etwas wackeligen Versuche auf dem Platz. Doch nach einigen Löchern, die wir gemeinsam mit dem Trainer spielten, erteilte er uns die Platzreife die größte Hürde für normalsterbliche Golfer. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war es um uns geschehen. Die Verbindung eines anspruchsvollen Sports mit einer traumhaft schönen Landschaft waren mehr als alle anderen Sportarten uns je zuvor gegeben hatten. Seit dieser Zeit sind einige Jahre vergangen. Neue Trainer kamen, ein neuer Golfclub wurde gegründet, eine Golfmannschaft formiert, neue Trainingsmethoden mit anderen Trainern ausprobiert, eigene Erfahrungen gesammelt. Immer mehr stellte ich fest, dass die meisten Trainer, die sich mit Amateuren beschäftigten, sehr wohl über hohe berufliche Qualifikationen im Bereich der Schwungtechnik verfügen, es aber selten verstanden die einzelnen Trainingseinheiten in eine Gesamtkonzeption zu bringen beziehungsweise Golf als »Ganzes« zu lehren. Viele Übungsstunden verliefen eher spontan man entschied sich kurzfristig für eine Übung, um einen Aspekt zwar in der aktuellen Stunde zu vertiefen, ohne diesen aber in einen nachvollziehbaren Zusammenhang einzubinden. In der folgenden Stunde wurde dann häufig ein neuer Teilbereich herausgegriffen, der nicht notwendigerweise mit der vorangegangenen Einheit verknüpft war. Als Schüler hatte man den Eindruck, als würde das große Golflehrbuch aufgeschlagen und ein beliebiger Unterpunkt herausgesucht, ohne zu berücksichtigen in welchem Kapitel und welchem Zusammenhang man sich befand. Diese Art des Lernens ist leider sehr uneffektiv und nötigt dem Schüler ein hohes Maß an Geduld und Zeit ab. Aus diesen Erfahrungen ist die Idee zu diesem Buch entstanden: es wird Ihnen helfen, Ihre eigene Trainingszeit effektiver zu gestalten, mehr Nutzen aus Trainerstunden zu ziehen und sich durch strategisches Verhalten vor, nach und während der Runde sicherer und erfolgreicher auf dem Golfplatz zu bewegen. Oliver Jungmann Nierstein, im Januar 2003
Über den Autor
Oliver Jungmann, Jahrgang 1970, Diplomvolkswirt, beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit den nicht technischen Aspekten des Golfspiels. Heute gibt er Golfseminare im mental-strategischen Bereich und hat zahlreichen Golfern aller Spielstärken geholfen, mehr aus ihren eigenen Möglichkeiten zu machen und mehr Freude am Golf zu haben. Er ist Captain der 1. Mannschaft seines Golfclubs und spielt Handicap 2.
Auszug aus Spiel Dein Golf. Bessers Handicap auch ohne Driving Range. von Oliver Jungmann. Copyright © 2003. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Die mentale Seite
»Golf is played between your ears«
Dieses alte, unter Golfern bekannte Sprichwort beinhaltet mehr Wahrheit als man
auf den ersten Blick vermuten könnte. Es bringt zum Ausdruck, dass man, ganz
gleich wie ausgereift die technischen Fertigkeiten des Spielers auch sein mögen
und wie strategisch das Training und die Runde geplant wurden, erst der Kopf und
die Gedanken den Weg zu einer gelungenen Runde freigeben müssen.
Warum gelingt es nicht, die im Training geübten Schläge in der gleichen
Lockerheit und Selbstsicherheit auf dem Platz auszuführen? Wieso befallen uns im
Verlauf einer Runde immer wieder Gefühle von Unsicherheit oder sogar Angst?
Warum sind viele Spieler vor Turnieren so nervös, dass der erste Abschlag mit
einem Puls von über 180 Schlägen pro Minute betreten wird? Wieso begegnen uns
Phänomene wie »Wettkampfspieler«, »Trainingsweltmeister«, »Lieblingslöcher« oder
»Horrorlöcher«?
Antworten auf diese Fragen müssen im weiten Feld des mentalen Bereichs des
Spiels gesucht werden.
Sollten Sie an dieser Stelle etwas skeptisch werden und sich fragen, ob das
kommende Kapitel noch interessant für Sie sein kann, so lassen Sie sich
versichern, dass dieses Kapitel das alles entscheidende in diesem Buch ist. Der
mentale Bereich entscheidet mehr als alle übrigen Einflussgrößen, wer ein guter
Golfer ist, bleibt oder wird.
Ich habe in den letzen neun Jahren achtmal die Vereinsmeisterschaft in meinen
Heimatclub gewinnen können. In jedem Jahr hatte ich Mitspieler, die ein besseres
oder zumindest gleich gutes Handicap vorzuweisen hatten. Teilweise spielten Sie
auch schon viel länger oder viel häufiger Golf. Trotzdem ist es mir immer wieder
gelungen, diese erfahreneren und trainingsfleißigeren Spieler mit mehr oder
weniger großem Vorsprung hinter mir zu lassen. Nach der Siegerehrung
gratulierten mir viele der regelmäßigen Spieler (die ja genau wissen wie oft man
auf dem Golfplatz ist) und fragten mich nach meinem »Geheimnis«.
Dieses »Geheimnis« soll durch die Erläuterungen und Beispiele in diesem Kapitel
gelüftet werden, und ich möchte Ihnen ebenfalls zu einer überlegenen mentalen
Einstellung verhelfen, die Sie auf dem Weg zur vollen Erfaltung Ihres
golferischen Potentials den entscheidenden Schritt weiterbringen soll.
»Golf is played between your ears«
Dieses alte, unter Golfern bekannte Sprichwort beinhaltet mehr Wahrheit als man
auf den ersten Blick vermuten könnte. Es bringt zum Ausdruck, dass man, ganz
gleich wie ausgereift die technischen Fertigkeiten des Spielers auch sein mögen
und wie strategisch das Training und die Runde geplant wurden, erst der Kopf und
die Gedanken den Weg zu einer gelungenen Runde freigeben müssen.
Warum gelingt es nicht, die im Training geübten Schläge in der gleichen
Lockerheit und Selbstsicherheit auf dem Platz auszuführen? Wieso befallen uns im
Verlauf einer Runde immer wieder Gefühle von Unsicherheit oder sogar Angst?
Warum sind viele Spieler vor Turnieren so nervös, dass der erste Abschlag mit
einem Puls von über 180 Schlägen pro Minute betreten wird? Wieso begegnen uns
Phänomene wie »Wettkampfspieler«, »Trainingsweltmeister«, »Lieblingslöcher« oder
»Horrorlöcher«?
Antworten auf diese Fragen müssen im weiten Feld des mentalen Bereichs des
Spiels gesucht werden.
Sollten Sie an dieser Stelle etwas skeptisch werden und sich fragen, ob das
kommende Kapitel noch interessant für Sie sein kann, so lassen Sie sich
versichern, dass dieses Kapitel das alles entscheidende in diesem Buch ist. Der
mentale Bereich entscheidet mehr als alle übrigen Einflussgrößen, wer ein guter
Golfer ist, bleibt oder wird.
Ich habe in den letzen neun Jahren achtmal die Vereinsmeisterschaft in meinen
Heimatclub gewinnen können. In jedem Jahr hatte ich Mitspieler, die ein besseres
oder zumindest gleich gutes Handicap vorzuweisen hatten. Teilweise spielten Sie
auch schon viel länger oder viel häufiger Golf. Trotzdem ist es mir immer wieder
gelungen, diese erfahreneren und trainingsfleißigeren Spieler mit mehr oder
weniger großem Vorsprung hinter mir zu lassen. Nach der Siegerehrung
gratulierten mir viele der regelmäßigen Spieler (die ja genau wissen wie oft man
auf dem Golfplatz ist) und fragten mich nach meinem »Geheimnis«.
Dieses »Geheimnis« soll durch die Erläuterungen und Beispiele in diesem Kapitel
gelüftet werden, und ich möchte Ihnen ebenfalls zu einer überlegenen mentalen
Einstellung verhelfen, die Sie auf dem Weg zur vollen Erfaltung Ihres
golferischen Potentials den entscheidenden Schritt weiterbringen soll.