Dieses Buch des Züricher Hochschullehrers und ehemaligen Leichtathleten Kurt Murer zählt zweifellos zu den "Rennern" der von Walter Bucher herausgegebenen Publikationsreihe "Spiel- und Übungsformen". In diesen Schriften werden zumeist mehr als 1000 (!) Übungen und Spiele zu einem Stoffgebiet zusammengestellt. Zur Leichtathletik sind dies genau 1003, womit bereits der einschlägige Wert des Buches getroffen ist. Solch ein beachtlicher Fundus hat in gewisser Weise einen zeitlosen Charakter, was vielleicht auch daran festgemacht werden kann, dass dieses vor mehr als 20 Jahren erstmals aufgelegte Buch heute bereits in der 10. Auflage vorliegt. Mit Blick auf die aktuelle didaktisch-methodische Diskussion würde man gegenwärtig zwar die eine oder andere Übung nicht mehr empfehlen, was aber den Wert der Übungssammlung nicht mindern soll. Ebensowenig wie die Tatsache, dass der Leser so manche Übung auf den ersten Blick nicht recht einzuordnen vermag und zuweilen der Eindruck entsteht, als seien viele Vorschläge nur aufgenommen worden, um die angestrebte Zahl "Tausend und Drei" vollzumachen. Die vorgestellten Spiele und Übungen sind fast alle mit einfachen Skizzen illustriert und die von den Leichtathleten zu lösenden Bewegungsaufgaben werden mit Hilfe prägnanter Beschreibungen unmissverständlich erklärt. Zur weiteren Übersicht trägt die Kategorisierung von Zielen bei, denn die Übungen werden zumeist entweder einer konditionellen bzw. koordinativen Fähigkeit oder einer einschlägigen technischen Anforderung zugeordnet, was dem Leser die Inhaltsauswahl für seinen Sportunterricht erleichtern kann. Das inhaltliche Spektrum wird von den klassischen leichtathletischen Grundtätigkeiten (Laufen, Springen, Werfen, Stossen) über Konditions-, Circuit- und Sprungkrafttraining bis hin zu attraktiven Wettkampfvorschlägen (u.a. "Super-Zehnkampf") gespannt. Die enorme inhaltliche Fülle dieses Buches erlaubt die Inszenierung eines vielfältigen und abwechslungsreichen Leichtathletikunterrichts, womit Kurt Murer bereits vor mehr als 20 Jahren einen Anspruch erfüllt hat, der im Forderungskatalog von Vertretern der sogenannten Spielleichtathletik immer noch ganz oben steht.