Ratgeber Objektive
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Glossar

Abbildungsmaßstab

Verhältnis zwischen der Größe eines Gegenstandes und seiner Abbildungsgröße auf dem Film bzw. Bildsensor, angegeben als Verhältniszahl (z. B. 1:2). Nimmt mit verringertem Abstand zum Objekt und mit größerer Brennweite zu.


Asphärische Optik

Linsen oder Linsengruppen, deren Bauform geringfügig von der Kugelform (sphärische Bauform) abweicht und dadurch den Abbildungsfehler der sphärischen Aberration deutlich vermindert. Die Herstellung asphärisch gekrümmter Flächen ist wesentlich aufwändiger als die konventioneller Linsen.



Bajonettverschluss

Verbindung von Objektiv und Kameragehäuse. Im Unterschied zum früher verbreiteten Schraubverschluss verlangt der Bajonettverschluss nur eine Viertelumdrehung, um das Objektiv von der Kamera zu lösen bzw. zu arretieren. Die Bajonettanschlüsse der verschiedenen Kamerahersteller sind oft nicht kompatibel.


Farbfehler (chromatischen Aberration)

Abbildungsfehler optischer Linsen, der dadurch entsteht, dass Licht unterschiedlicher Wellenlänge oder Farbe verschieden stark gebrochen wird. Sie äußern sich insbesondere an Hell-Dunkel-Übergängen durch grüne und rote Farbsäume und Unschärfen. Durch die Kombination von Linsen unterschiedlicher Materialien (apochromatische Linsensysteme) kann dieser Fehler korrigiert werden.


Lichtstärke

Die Lichtstärke eines Objektivs beschreibt, wie viel von der Ausgangshelligkeit eines Gegenstandes auf dem Film oder Bildsensor ankommt. In der Optik wird sie durch das Verhältnis der größten wirksamen Blendenöffnung zur Brennweite eines Objektivs als Verhältniszahl ausgedrückt. Normalobjektive erreichen typischerweise Lichtstärken von 1:1,8 bis 1:1,2 (besser), Tele- und Weitwinkelobjektive weisen meist eine geringere Lichtstärke auf (z. B. 1:2,8 oder 1:4).


Schärfentiefe

Die Schärfentiefe gibt die Ausdehnung des scharf abgebildeten Bereichs in Richtung der optischen Achse eines optischen Systems an. Sie wächst mit kürzer werdender Brennweite und Entfernung vom anfokussierten Punkt und lässt sich durch Abblendung ausdehnen und durch Aufblendung einengen. Der gezielte Einsatz einer beschränkten Schärfentiefe durch lange Brennweiten und/oder eine offene Blende ermöglicht es, den Blick des Betrachters auf das Hauptmotiv zu lenken und dient damit der Bildgestaltung.


Sphärische Aberration

Abbildungsfehler, der durch unterschiedliche Fokussierung von mittig und linsenrandnah einfallenden Lichtstrahlen entsteht und sich in einem verschwommenen Bild äußert. Lässt sich durch Verwendung asphärischer Linsen vermindern.


Verzeichnung

Abbildungsfehler optischer Systeme, der zu einer gekrümmten Wiedergabe gerader Linien führt und sich der kissen- bzw. tonnenförmigen Verzerrung eines Quadrats äußert. Er ist bei Zoomobjektiven in der Regel deutlicher ausgeprägt als bei Festbrennweiten. Weitwinkelobjektive neigen konstruktionsbedingt zu tonnenförmiger, Teleobjektive zu kissenförmiger Verzeichnung.


Vignettierung

Helligkeitsabfall („Abschattung“) an den Bildrändern und Ecken. Die Vignettierung ist bei weit geöffneter Blende am stärksten ausgeprägt und lässt sich durch Abblenden (Wahl einer kleineren Blende) vermindern.


Video

Moderne DSLR-Kameras nehmen Videos in HD- oder sogar in Full-HD-Qualität auf. Das im Vergleich zu einem Camcorder wesentlich größere Format eines DSLR-Sensors sorgt im Zusammenspiel mit einem lichtstarken Objektiv für den typischen Kinolook der Videoaufnahmen. Es empfehlen sich vor allem Objektive, die besonders geräuscharm fokussieren, z. B. die sogenannten STM-Objektive.


Vergütung

Spezielle Beschichtungen auf den Glasflächen der Objektivlinsen, z. B. Super-Spectra- oder Nano-Vergütungen, eliminieren Streulicht und Geisterbilder und sorgen so für eine klare, brillante Abbildungsqualität.


Software zur Objektivkorrektur

Typische Abbildungsfehler von Objektiven wie Verzeichnung oder Vignettierung lassen sich mit der RAW-Kamerasoftware des Herstellers wirkungsvoll korrigieren, auch wenn die Kamera noch nicht über eine integrierte Korrekturfunktion verfügt.


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