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Glossar

Abbildungsmaßstab

Verhältnis zwischen der Größe eines Gegenstandes und seiner Abbildungsgröße auf dem Film bzw. Bildsensor, angegeben als Verhältniszahl (z. B. 1:2). Nimmt mit verringertem Abstand zum Objekt und mit größerer Brennweite zu.


Asphärische Optik

Linsen oder Linsengruppen, deren Bauform geringfügig von der Kugelform (sphärische Bauform) abweicht und dadurch den Abbildungsfehler der sphärischen Aberration deutlich vermindert. Die Herstellung asphärisch gekrümmter Flächen ist wesentlich aufwändiger als die konventioneller Linsen.



Bajonettverschluss

Verbindung von Objektiv und Kameragehäuse. Im Unterschied zum früher verbreiteten Schraubverschluss verlangt der Bajonettverschluss nur eine Viertelumdrehung, um das Objektiv von der Kamera zu lösen bzw. zu arretieren. Die Bajonettanschlüsse der verschiedenen Kamerahersteller sind oft nicht kompatibel.


Farbfehler (chromatischen Aberration)

Abbildungsfehler optischer Linsen, der dadurch entsteht, dass Licht unterschiedlicher Wellenlänge oder Farbe verschieden stark gebrochen wird. Sie äußern sich insbesondere an Hell-Dunkel-Übergängen durch grüne und rote Farbsäume und Unschärfen. Durch die Kombination von Linsen unterschiedlicher Materialien (apochromatische Linsensysteme) kann dieser Fehler korrigiert werden.


Lichtstärke

Die Lichtstärke eines Objektivs beschreibt, wie viel von der Ausgangshelligkeit eines Gegenstandes auf dem Film oder Bildsensor ankommt. In der Optik wird sie durch das Verhältnis der größten wirksamen Blendenöffnung zur Brennweite eines Objektivs als Verhältniszahl ausgedrückt. Normalobjektive erreichen typischerweise Lichtstärken von 1:1,8 bis 1:1,2 (besser), Tele- und Weitwinkelobjektive weisen meist eine geringere Lichtstärke auf (z. B. 1:2,8 oder 1:4).


Schärfentiefe

Die Schärfentiefe gibt die Ausdehnung des scharf abgebildeten Bereichs in Richtung der optischen Achse eines optischen Systems an. Sie wächst mit kürzer werdender Brennweite und Entfernung vom anfokussierten Punkt und lässt sich durch Abblendung ausdehnen und durch Aufblendung einengen. Der gezielte Einsatz einer beschränkten Schärfentiefe durch lange Brennweiten und/oder eine offene Blende ermöglicht es, den Blick des Betrachters auf das Hauptmotiv zu lenken und dient damit der Bildgestaltung.


Sphärische Aberration

Abbildungsfehler, der durch unterschiedliche Fokussierung von mittig und linsenrandnah einfallenden Lichtstrahlen entsteht und sich in einem verschwommenen Bild äußert. Lässt sich durch Verwendung asphärischer Linsen vermindern.


Verzeichnung

Abbildungsfehler optischer Systeme, der zu einer gekrümmten Wiedergabe gerader Linien führt und sich der kissen- bzw. tonnenförmigen Verzerrung eines Quadrats äußert. Er ist bei Zoomobjektiven in der Regel deutlicher ausgeprägt als bei Festbrennweiten. Weitwinkelobjektive neigen konstruktionsbedingt zu tonnenförmiger, Teleobjektive zu kissenförmiger Verzeichnung.


Vignettierung

Helligkeitsabfall („Abschattung“) an den Bildrändern und Ecken. Die Vignettierung ist bei weit geöffneter Blende am stärksten ausgeprägt und lässt sich durch Abblenden (Wahl einer kleineren Blende) vermindern.


Video

Moderne DSLR-Kameras nehmen Videos in HD- oder sogar in Full-HD-Qualität auf. Das im Vergleich zu einem Camcorder wesentlich größere Format eines DSLR-Sensors sorgt im Zusammenspiel mit einem lichtstarken Objektiv für den typischen Kinolook der Videoaufnahmen. Es empfehlen sich vor allem Objektive, die besonders geräuscharm fokussieren, z. B. die sogenannten STM-Objektive.


Vergütung

Spezielle Beschichtungen auf den Glasflächen der Objektivlinsen, z. B. Super-Spectra- oder Nano-Vergütungen, eliminieren Streulicht und Geisterbilder und sorgen so für eine klare, brillante Abbildungsqualität.


Software zur Objektivkorrektur

Typische Abbildungsfehler von Objektiven wie Verzeichnung oder Vignettierung lassen sich mit der RAW-Kamerasoftware des Herstellers wirkungsvoll korrigieren, auch wenn die Kamera noch nicht über eine integrierte Korrekturfunktion verfügt.


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Amazon Ratgeber Objektive

Wie gefällt Ihnen unser Ratgeber? Wir freuen uns auf Ihr Feedback. Sie sind sich nicht sicher, welches Objektiv das richtige für Sie ist? Egal ob Spiegelreflexkamera oder kompakte Systemkamera, hier finden Sie die wichtigsten Grundlagen zu Objektiven, einen Objektivberater, hilfreiches Objektiv-Zubehör und Tipps & Tricks, damit Ihre Aufnahmen auch in schwierigen Situationen gelingen. Ob Allround-, Reise-, Porträt-, Makro-, Tier-, Sport-, Landschafts- oder Architekturaufnahmen, es gibt für jeden Anwendungszweck das passende Objektiv. Stöbern Sie auch in unserem Objektiv-Shop und entdecken Sie die Vielfalt von Canon, Nikon, Sigma, Tamron, Sony, Fujifilm, Olympus, Samsung, Pentax, Panasonic, Walimex Pro und vielen mehr.

Spiegelreflex-Objektive


Beste Vorsätze für faszinierende Fotos

Eine Spiegelreflex- oder Systemkamera eröffnet eine neue Welt voller kreativer Möglichkeiten. Der Vorteil eines Kamerasystems mit Wechselobjektiven besteht darin, für verschiedene Aufgaben und Ansprüche das passende Objektiv zu verwenden. Denn jedes Motiv stellt besondere Ansprüche an die Leistungsfähigkeit eines Objektivs.

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1. Grundlagen
Objektive: Die Augen der Kamera

Hier erfahren Sie Wissenswertes über die Eigenschaften, Ausstattung und Funktionen von Objektiven für SLR- und Systemkameras mit Wechselobjektiven.

Brennweite, Bildwinkel, Normalobjektiv, Perspektive, lichtstarke Objektive, Sensorgröße, Zoomobjektiv, Objektivberater, Bildstabilisator, STM Objektive Brennweite perspektive lichtstaerke sensor festbrennweite passende Objektive bildstabilisator SMT Stepping Motor normalobjektiv

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Wie hängen Brennweite und Bildwinkel zusammen?

Physikalisch gesprochen beschreibt die Brennweite den Abstand vom optischen Mittelpunkt (Hauptachse) des Objektivs zum Schärfepunkt auf dem lichtempfindlichen Element. Die Brennweite wird in Millimetern angegeben. Im Zusammenspiel mit der Größe des Bildsensors bestimmt sie den vom Objektiv erfassten Bildwinkel.

Je kürzer die Brennweite, desto größer ist der Bildwinkel (Weitwinkel), je länger die Brennweite, umso enger ist der erfasste Bildwinkel (Tele). Weil es verschiedene Sensorgrößen gibt, wird bisweilen zusätzlich zur physikalischen Brennweite der äquivalente Wert beim Kleinbildformat angegeben.

Objektive



Was ist ein Normalobjektiv?

Als "Normalobjektiv" gilt in der Fotografie ein Objektiv mit der Brennweite, die der Bilddiagonalen des Sensors entspricht. Bei einer Kleinbildkamera sind das z. B. 43,3 mm. Übliche Normalobjektive für dieses Format haben eine "aufgerundete" Brennweite von 50 mm. Bei den verbreiteten Spiegelreflex-Kameras mit einem Sensor in APS-C-Größe beträgt die Normalbrennweite 30 mm, bei einem Micro-Four-Thirds-Sensor sind es 22 mm.

Normalbrennweiten geben das menschliche Sehempfinden am natürlichsten wieder. Längere (Tele-)Brennweiten "holen" das Motiv heran und verringern den Schärfentiefenbereich, für kürzere (Weitwinkel-)Brennweiten gilt das Gegenteil.

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Was bedeutet Perspektive?

Tilt-Shift-Objektive Perspektive ist die zweidimensionale Darstellung räumlicher Objekte. Bestimmt wird sie durch den Aufnahmestandpunkt. Die Brennweite des Objektivs hat keinen Einfluss auf die Perspektive, bei Zoomobjektiven ändert sich lediglich der Bildausschnitt.

Eine Sonderrolle nehmen Tilt-Shift-Objektive ein. Durch Parallelverschiebung auf der optischen Achse erlauben diese eine sogenannte Perspektivkorrektur: Stürzende Linien, wie sie bei der Fotografie hoher Gebäude auftreten, lassen sich so teilweise oder ganz "begradigen".



Welche Vorteile haben lichtstarke Objektive?

lichtstarke ObjektiveEin lichtstarkes Objektiv erlaubt die Verwendung von großen Blendenöffnungen. Das hat beim Fotografieren mehrere Vorteile:

- Der Autofokus der Kamera arbeitet schneller und exakter.

- Sie erleichtern das manuelle Scharfstellen, denn sie machen das Sucherbild einer Spiegelreflexkamera heller.

- Die große Anfangsöffnung lichtstarker Objektive erweitert die gestalterischen Möglichkeiten: Mittels selektiver Schärfe lässt sich der Blick des Betrachters gezielt auf bestimmte Motivbereiche lenken.

- Lichtstarke Objektive erlauben die Verwendung kürzerer Verschlusszeiten; so kann auch bei wenig Licht verwacklungsfrei fotografiert werden.

- Bei guten Lichtverhältnissen kann eine geringere ISO-Empfindlichkeit verwendet werden. Das steigert die Bildqualität, da weniger Bildrauschen entsteht.




Welche Bedeutung hat die Größe des Sensors?

SensorDie Größe des Kamerabildsensors ist für die Wahl des Objektivs von entscheidender Bedeutung, denn Bildwirkung und Sensorgröße hängen unmittelbar zusammen. Bei gleicher Objektivbrennweite verändert sich der erfasste Bildwinkel proportional zur Größe des Bildsensors.

Als Vergleichsgröße hat sich der Begriff Cropfaktor (Crop, engl.= Ausschnitt) eingebürgert. Dabei geht man vom Kleinbildformat mit Cropfaktor 1 aus. Eine Kamera mit APS-C-Sensor hat den Crop-Faktor 1,6. Ein Objektiv mit 50 mm hat entsprechend die gleiche Bildwirkung wie ein 80-mm-Objektiv an einer Vollformatkamera (50 mm x 1,6 = 80 mm).




Festbrennweite oder Zoomobjektiv?

ZoomobjektivOb man besser ein Objektiv mit fester Brennweite oder ein Zoomobjektiv verwendet, ist eine Frage der qualitativen Anforderung – und der fotografischen Umstände.

Grundsätzlich gilt: Die besten Objektive mit fixer Brennweite sind einem Zoomobjektiv bei derselben Brennweite qualitativ überlegen. Weil zudem weniger optische Bauteile (Linsen) zum Einsatz kommen, sind sie lichtstärker und schärfer. Ausschließlich Festbrennweiten zu verwenden bedeutet aber auch ein höheres Gewicht und einen zeitlichen Mehraufwand für Objektivwechsel.

Auch Profis verwenden selbstverständlich hochwertige Zoomobjektive. In Situationen, wo es auf möglichst geringes Gewicht (Urlaub, Wanderungen) und/oder Geschwindigkeit (Sport-, Event-, Kinderaufnahmen, Reportage) ankommt, sind Zoomobjektive eine optimale Lösung. Die Bildqualität hängt maßgeblich von der Güte der optischen Konstruktion ab, einige Hersteller kennzeichnen innerhalb ihres Sortiments die Objektivserien, die eine besonders hohe Qualität aufweisen, mit einem Buchstaben oder einem Kürzel.




USM-Antrieb – Was steckt dahinter?

USM-AntriebDie Abkürzung USM steht für das englische Ultrasonic Motor, zu deutsch: Ultraschallmotoren. Das mikrotechnische Verfahren setzt elektronische Vibrationen in Drehbewegungen um, mit der sich die Objektivmechanik sehr schnell, geräuscharm und stromsparend steuern lässt.

Besondere Vorteile bieten USM-Objektive bei Fotoeinsätzen, wo es auf eine sehr schnelle und/oder möglichst geräuschlose Fokussierung ankommt. Sport-, Tier- und Reportagefotografen schätzen diese Technologie ebenso wie Event- und Hochzeitsfotografen.




Geräuschlos scharfstellen

USM-AntriebImmer häufiger werden mit DSLR-Kameras hochwertige Full-HD-Videos aufgenommen. Dabei ist es wichtig, dass der Fokusantrieb des Objektivs besonders geräuscharm arbeitet, damit die Tonaufnahme nicht beeinträchtigt wird.

Die neue Generation von STM-Objektiven nutzt dafür moderne Schrittmotoren (STM steht für STepping Motor), die eine fast geräuschlose automatische Fokussierung gestatten. Das Ergebnis ist eine saubere Tonqualität auch mit dem eingebauten Mikrofon der Kamera.




Was bringt ein optischer Bildstabilisator?

BildstabilisatorOptische Bildstabilisatoren sind opto-mechanische Konstruktionen, die unbeabsichtigte Bewegungen des Fotografen ganz oder teilweise ausgleichen. So lassen sich auch bei wenig Licht noch scharfe Aufnahmen erzielen, wenn Objektive ohne Bildstabilisator bereits Bilder mit Verwacklungsunschärfen produzieren. Moderne Bildstabilisatoren erweitern die mögliche Belichtungszeit um bis zu fünf Blendenstufen. Gemäß der Faustregel, dass man eine verwacklungsfreie Aufnahme mindestens mit dem umgekehrten Wert der Brennweite belichten sollte (bei 200 mm beispielsweise mit mindestens 1/200 Sekunde) bedeutet dies, dass technisch einwandfreie Aufnahmen auch noch mit 1/8 Sekunde realisierbar sind.




Welche Objektive passen zu meiner Kamera?

ObjektiveDie triviale Antwort lautet: Jedes Objektiv, das mit dem Bajonettverschluss der Kamera kompatibel ist. Die Abbildungsqualität, die mit einer Kamera-Objektiv-Kombination erzielt werden kann, hängt von vielen Faktoren ab. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass die Objektivkonstruktion und die Vergütung auf die Charakteristik der Aufnahmensensoren optimiert sind. Ältere Systemobjektive, die ursprünglich für "analoge" Fotos auf Film konstruiert wurden, können bei Digitalsensoren Probleme wie z.B. Reflexionen ("Geisterbilder") oder Farbfehler erzeugen.

Einige Hersteller bieten spezielle Objektivserien für den im Vergleich zum KB kleineren Bildkreis der Kameras mit APS-C-Sensor an. Diese Objektive sind kompakter und auch preisgünstiger als die Vollformat-Brennweiten, können allerdings nicht mit Vollformatkameras verwendet werden.

Objektive nach Anschluss: Canon, Nikon, Sony, Fujifilm, Olympus, Samsung, Pentax, Panasonic.


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II. Objektivberater
Hier finden Sie passende Objektive für Ihren Anwendungszweck

Mit der Erfahrung wächst die Motivation, die Qualität seiner Fotos zu verbessern oder neue Themen zu erforschen. Und damit auch die Ansprüche an die Ausrüstung. Dieser Objektivberater soll Ihnen dabei helfen, die richtigen Objektive für Ihre Kamera und für Ihre fotografischen Ambitionen zu finden.

Objektive




Das Allround-Objektiv

Eines für alle, alles mit einem

Objektive

Erfahrene Fotografen besitzen ein Objektiv, mit dem sie viele unterschiedliche fotografische Aufgaben meistern. Ein Objektiv für viele Motivsituationen, das "always on" ist. Mit einem Allround-Zoomobjektiv können viele Aufgaben hervorragend gelöst werden – ideal geeignet auch für die ersten Schritte in der faszinierenden Fotowelt.




Porträt- und Personenaufnahmen

Wenn der Mensch im Mittelpunkt steht

Objektive

Die Königsdisziplin der Fotografie: Gelungene Porträts setzen Erfahrung voraus – und ein geeignetes Objektiv. Für Porträts sollte man sich an der Sichtweise des menschlichen Auges orientieren und Objektive mit normal oder leichter Telebrennweite (ab ca. 75 mm bis 100 mm bezogen auf das Kleinbild-Format) einsetzen. Letztere erlauben bei großen Blendenöffnungen (Lichtstärke) die Gestaltung mit selektiver Schärfe. Für Gruppenaufnahmen empfehlen sich hingegen Objektive mit einer leichten Weitwinkelbrennweite.

Folgende "Objektivfehler" sollte man bei Porträts vermeiden: Bei Verwendung starker Weitwinkelobjektive werden "herausragende" Gesichtspartien wie Ohren oder Nase unnatürlich stark betont. Zu starke Telebrennweiten lassen das Gesicht hingegen flach und "zweidimensional" erscheinen.

Eine interessante Alternative zu Standardporträtobjektiven sind Makroobjektive: Sie werden von professionellen Fotografen eingesetzt, da sie beim typischen Porträt-Aufnahmeabstand ideale Abbildungseigenschaften zeigen. Objektive mit hoher Lichtstärke erlauben es bei Offenblende gezielt auf interessante Gesichtspartien wie z. B. Auge oder Mund zu fokussieren.




Reiseobjektive

Vorsätze für unterwegs

Objektive

Wer unterwegs ist, möchte kein unnötiges Gewicht mit sich herumschleppen. Das ideale All-in-one-Reiseobjektiv ist folglich eines, das alle wichtigen Brennweitenbereiche abdeckt – vom Weitwinkel für Landschafts- und Architekturaufnahmen bis hin zu Teleobjektiven z. B. für Tieraufnahmen.

Qualitätsbewusste Fotografen packen zwei Objektive in die Fototasche, um für alle auftauchenden Motive gewappnet zu sein: z. B. ein Weitwinkel- und ein Allroundzoom (16–35 mm plus 28–300 mm). Alternativ sind ein Standard-Zoomobjektiv (z. B. 24–70 mm) in Kombination mit einem Telezoom (z. B. 70–200 mm) empfehlenswert.




Tierfotografie

Für die Fotopirsch

Objektive

Tiere sind beliebte, weil dankbare Motive: Man muss sie nicht um Erlaubnis fragen. Andererseits stellt die Aufnahme der Zwei-, Vier- oder Mehrbeiner besondere Anforderungen an die Ausrüstung. Die Objektive sollten schnell fokussieren und eine hohe "Reichweite" haben. Für formatfüllende Aufnahmen aus größerer Entfernung empfehlen sich Teleobjektive mit Brennweiten ab 300 mm.

Häufig sind diese mit einem Ultraschallmotor (USM) ausgerüstet, der eine besonders schnelle und geräuscharme Scharfstellung ermöglicht. Will man mit einem Objektiv Tiere in verschiedener Entfernung oder mit variablem Bildausschnitt fotografieren, empfiehlt sich der Einsatz eines Zoomobjektivs mit einem passenden Telebereich von z. B. 75–300 mm. Ein Sonderfall sind Nahaufnahmen von Kleintieren, etwa von Insekten. Hier liefern spezielle Makroobjektive die besten Ergebnisse.


Tipp: Es muss nicht immer gleich eine Safari sein, der nächstgelegene Zoo bietet eine Fülle von Motiven und die Gelegenheit, unter kontrollierten Bedingungen etwas über die Verhaltensweise der Tiere zu lernen.



Makroaufnahmen

Faszinierend nah

Objektive

Wenn Kleines ganz groß herauskommen soll, empfiehlt es sich, schon beim Objektivkauf auf die Details zu achten. Viele Objektive bringen eine Makroeinstellung mit, die für erste Schritte gute Dienste leistet. Um höchste Qualität zu erreichen, sind spezielle Makroobjektive dann die erste Wahl.

Anders als alle herkömmliche Objektive, die für weit entfernte Motive und einen Abbildungsmaßstab von maximal 1:7 konstruiert sind, bieten Makroobjektive die höchste Abbildungsleistung bei nahen Objekten und einem Abbildungsmaßstab von 1:2 oder gar 1:1 (Abbildung des Objekts in Originalgröße). Sogenannte Lupenobjektive erzielen sogar Abbildungsmaßstäbe größer 1:1 und sind damit in der Lage, das Motiv überlebensgroß einzufangen.

Neben dem Abbildungsmaßstab sind Naheinstellgrenze und Brennweite die wesentlichen Kriterien bei der Kaufentscheidung. So bezieht eine kurze Brennweite (z. B. 50–65 mm) wegen des verhältnismäßig breiten Bildwinkels mehr Hintergrund mit ein als ein Makroobjektiv mit langer Brennweite (z. B. 100 mm oder 180 mm), das sich auf das Hauptmotiv oder gar einzelne Details konzentriert.



Landschafts- und Naturaufnahmen

Endlose Weiten

Objektive

Aufnahmen in der Natur sind eine Domäne der Weitwinkelobjektive. Diese erfassen ein weites Panorama und verstärken zugleich die Wirkung von Bildtiefe und Weite. Besonders eindrucksvoll wirken Landschaftspanoramen, die mit extrem kurzen Brennweiten (zwischen 14 und 24 mm) aufgenommen werden. Eine sinnvolle Alternative zur Festbrennweiten sind Weitwinkel-Zoomobjektive.

Außergewöhnliche Effekte lassen sich mit Fisheye-Objektiven erzielen, die mit Bildwinkeln von 180 Grad, kreisrunder Motivabbildung und einer enormen Schärfentiefe spektakuläre Bilder ermöglichen. Objektive mit asphärischen und UD-Linsenelemente (Ultra-Low Dispersion) versprechen hohe Abbildungsleistungen und minimieren die Farbfehler (chromatischen Aberration) bei der Abbildung, die typischerweise bei Weitwinkeln auftreten. Eine hohe Anfangsöffnung (große Blende) ist hingegen weniger entscheidend, weil in der Regel eine maximale Schärfentiefe erwünscht ist, die sich nur mit kleinen Blenden erreichen lässt.



Sport- und Actionaufnahmen

Entscheidende Momente

Objektive

Für die meisten Sportarten gelten im Hinblick auf die Objektivwahl ähnliche Empfehlungen wie für Wildlife-Fotos: Die entscheidenden Faktoren sind Reichweite und Tempo, weil man in vielen Fällen nicht nah genug an das Motiv herankommt. Die hohe Geschwindigkeit vieler Sportarten erfordert eine schnelle Fokussierung.

Die Empfehlung sind Tele- und Superteleobjektive, die besonders schnell scharfstellen. Ein eingebauter Bildstabilisator ist hilfreich, um Verwacklungsunschärfen zu vermeiden und ein möglichst stabiles Sucherbild zu haben. Lange Brennweiten erlauben in Kombination mit offener Blende und kurzen Verschlusszeiten faszinierende "Momentaufnahmen": Das Hauptmotiv ist gestochen scharf, der Hintergrund verschwimmt. Auch der Einsatz von Weitwinkel-Objektiven kann in der Sportfotografie sehr reizvoll sein, um bei Mannschaftssportarten eine Übersicht zu geben oder – zum Beispiel im Radsport – spektakuläre Übersichten oder aus extremen Perspektiven (z. B. Sprünge) zu fotografieren.

Grundsätzlich gilt: Weil für gestochen scharfe Bilder kurze Verschlusszeiten erforderlich sind, sollten "Sportobjektive" möglichst lichtstark sein. Im besonderen Maße gilt dies für Indoor-Sport, da hier meist weniger Licht vorhanden ist als bei Freiluftveranstaltungen.



Architekturaufnahmen

Für Spitzen-Wolkenkratzer

Objektive

Wer schon einmal versucht hat, einen Fernsehturm oder eine Kirche von der Spitze bis zum Fuß auf das Bild zu bekommen, weiß: Es geht, das Ergebnis wirkt aber bei Einsatz eines herkömmlichen Objektivs verzerrt.

Der Grund: Weil man die Kamera nach oben richten muss, scheint der Turm nach hinten zu kippen. Der Profi spricht von stürzenden Linien – und montiert ein sogenanntes Tilt- und Shiftobjektiv an die Kamera.

Der "Trick": Statt der kompletten Kamera wird das Objektiv gegenüber der Film- bzw. Sensorebene (Objektivachse) parallel verschoben ("Shiften"). Stürzende Linien werden so stark vermindert oder ganz vermieden, der Turm ist wieder "im Lot". Weniger hohe Gebäude lassen sich mit konventionellen Objektiven bei entsprechendem Aufnahmestandpunkt verzerrungsfrei ablichten, kurze Brennweiten von Weitwinkel- oder Superweitwinkelobjektiven (14 mm oder 20 mm) sind aber in jedem Fall von Vorteil. Auch Fish-eye-Objektive können in der Architekturfotografie gute Dienste leisten. Die Verzerrungen bei Außen- oder Innenaufnahmen können effektvoll eingesetzt werden, der riesige Bildwinkel erfasst eine Fülle von Details.



Objektaufnahmen

Dinge vor der Kamera

Objektive

Die Sachfotografie bietet ein denkbar breites Betätigungsfeld. Mögliche Anwendungen reichen vom Abfotografieren von Objekten für Online-Auktionen über die Dokumentation der Puppensammlung oder Miniatureisenbahn bis hin zu künstlerischen Still-Life-Arrangements. Im Ergebnis kommt es dabei auf eine originalgetreue, maßstabsgerechte und gut ausgeleuchtete Wiedergabe an.

Bei größeren Motiven bieten sich also Objektive mit Normalbrennweite oder leichte Teleobjektive (ab ca. 70 mm) oder verzeichnungsarme Standardzooms (z. B. 24–105 mm) an. Für kleine Objekte (Schmuck, Spielzeug etc.) empfehlen sich hingegen die unter Makrofotografie beschriebenen Makro- oder Lupenobjektive bzw. die Makrofunktion des Standardobjektivs. Wer ohne Stativ arbeiten möchte, sollte beim Kauf zudem auf eine optische Bildstabilisierung des Objektivs achten. Tilt- und Shift-Objektive bieten in der Food- oder Liebhaberfotografie die Möglichkeit, durch Verschwenken ("Tilten") des Objektivs zur Sensor- oder Filmebene die Schärfentiefe stark auszudehnen. Alternativ kann die Schärfeebene auf ein Motivdetail gelegt werden, um die Aufnahme kreativ zu gestalten.

Tipp: Ein Objektiv mit hoher Lichtstärke (f=2.8 oder besser) gestattet das Experimentieren mit selektiver Schärfe, um einen Gegenstand scharf vor einem unscharfen Hintergrund abzubilden.



Extra-Tour:

Vorsatzfilter und Streulichtblenden

Objektive

Funktions- und Effektfilter erweitern die kreativen Spielräume der Fotografie oder schützen die empfindliche Frontlinse. Meist werden die Glasfilter in das Objektivgewinde vor der Frontlinse geschraubt oder per Bajonett verriegelt. Einige Systeme arbeiten mit Filterhalterungen, in die verschiedene Effektfilter eingesetzt werden können.

Der Klassiker unter den Filtern ist der Polarisationsfilter, kurz Polfiter genannt. Er "kämmt" quasi die Schwingungsebenen des einfallenden Lichts. Auf diese Weise werden Reflexionen auf Glas- und Wasserflächen wirkungsvoll unterdrückt. Der Himmel erhält ein sattes Blau, weil auch hier störende Reflexionen ausgefiltert werden.

Lineare Polfilter sind drehbar, um sie passend zum Motiv ausrichten zu können. Bei Verwendung mit Objektiven, deren Frontlinse beim Fokussieren mitdreht, ist die Einstellung nach dem Fokussieren einzurichten.

Zum Schutz des Objektivs kommen häufig UV- oder Skylightfilter zum Einsatz. Sie empfehlen sich vor allem bei Reportagen, wenn die Kameras oder Wechselobjektive ohne Schutzdeckel in der Kameratasche bereitgehalten werden. Nichts ist ärgerlicher als ein Kratzer auf der Vergütung (außer vielleicht dem Foto des Lebens, das man nicht gemacht hat, weil die Kamera nicht schussbereit war).

Effektfilter sind Geschmackssache und erleben zur Zeit eine Renaissance – dezent eingesetzt können sie auch in Zeiten digitaler Bildbearbeitung kreative Akzente setzen.

Unsere Filter finden Sie hier.


Streulicht- oder Gegenlichtblenden

ObjektiveStreulichtblenden haben die Aufgabe, seitlich in das Objektiv einfallendes Licht zu mindern. Bisweilen wird auch der Begriff Gegenlichtblende verwendet. Die Steulichtblende sollte bei direktem Sonnenlicht immer benutzt werden, um unerwünschte Reflexionen im Objektiv durch seitlich einfallendes Licht zu verringen.

Besonders bei Weitwinkelobjektiven und Zooms ist darauf zu achten, dass die Streulichtblenden keine Vignettierung ("dunkle Bildecken") verursachen. Am besten geeignet sind passende Originalstreulichtblenden vom Objektivhersteller.

Unsere Streulicht- und Gegenblenden finden Sie hier.





Extender

Extender

In der Tierfotografie oder bei Sportaufnahmen werden gerne Teleobjektive mit extrem langer Brennweite verwendet, um die Distanz zum Motiv zu überbrücken. Eine elegante Lösung, um die Brennweite vorhandener Objektive zu verlängern, sind optische Extender. Diese werden einfach an das Kamera-Anschlussbajonett des Objektivs angesetzt.

Je nach Hersteller und System stehen Extender mit Verlängerungsfaktoren von z.B. 1,4-fach oder 2-fach zur Verfügung. Aus einem 200er Tele wird so ein 280-mm- oder sogar ein 400-mm-Teleobjektiv.

Allerdings verringert sich dadurch die Lichtstärke des Objektivs beim 1,4-fach-Extender um 1 Blende, beim 2-fach-Extender um 2 Blenden. Der Anschluss und die optische Konstruktion der Extender der Hersteller sind auf die kompatiblen Systemobjektive abgestimmt. So bleiben automatische Funktionen wie Autofokus und Blendeneinstellung erhalten.

Unsere Extender finden Sie hier.





Objektiv-Adapter

Objektiv-Adapter

Bei spiegellosen Systemkameras lassen sich mit Hilfe von Adaptern Objektive verwenden, die für klassische DSLR-Kameras mit Spiegel konstruiert wurden. Dabei ist wichtig, dass der Adapter die Automatikfunktionen für Scharfstellung (Autofokus) und Blendeneinstellung unterstützt.

Auf diese Weise können die "großen" Objektive mit hervorragender Abbildungsleistung mit einer kompakten "Spiegellosen" verwendet werden.





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III. Tipps & Tricks
Praxiswissen für besondere Aufnahmesituationen

Jede Fotoausrüstung ist nur so gut wie die Ideen des Fotografen, der sie bedient. Wir zeigen Ihnen, wo die Herausforderungen liegen - und wie Sie mit der richtigen Ausrüstung und Einstellung zu perfekten Ergebnissen kommen.

Objektive



Nachtaufnahmen...

Nachtaufnahmen...stellen hohe Anforderungen an Fotograf und Kamerasystem. Lichtstarke Objektive erleichtern dabei durch das hellere Sucherbild die Bildgestaltung. Das hilft auch beim manuellen Scharfstellen – falls dies gewünscht ist oder der Autofokus nicht mehr durchblickt. Der optische Bildstabilisator dehnt im Zusammenspiel mit hohen ISO-Empfindlichkeiten die "Fotozone" bei künstlicher Beleuchtung. In der "blauen Stunde" ist so manche Aufnahme aus der Hand möglich. Bei Aufnahmen vom Stativ mildert der "IS" (Image Stabilizer) die auf das Stativ übertragenen Vibrationen.



Makroaufnahmen

MakroaufnahmenLebensgroße Schmetterlinge, formatfüllende Rosenblätter oder der Poststempel auf einer seltenen Briefmarke: Die Makrofotografie erschließt dem Fotografen ein Universum an Motiven.

Der Einsatz der speziell für diesen Zweck gerechneten Makroobjektive bringt einige Besonderheiten mit sich. Wegen des großen Abbildungsmaßstabs sind Makroaufnahmen besonders anfällig für Verwacklungs- und Bewegungsunschärfe, der Einsatz spezieller Stative und je nach Motiv kurzer Verschlusszeiten ist folglich empfehlenswert.

Um für das jeweilige Motiv das optimale Objektiv auszuwählen, ist es darüber hinaus sinnvoll, sich vor der Aufnahme mit dem Zusammenspiel von Objektabstand, Brennweite und Abbildungsmaßstab auseinanderzusetzen. Grundsätzlich gilt: Je länger die Brennweite, desto kleiner ist der Bildwinkel (weniger Hintergrund) und umso größer ist der Aufnahmeabstand. Deshalb sind "Makros" mit langer Brennweite beim Fotografieren von Insekten von Vorteil.



Outdoor-Fotografie

Die Sonne ist zweifellos der schönste Lichtgeber in der Fotografie. Allerdings gilt es, ihre Kraft in die richtigen Bahnen zu lenken. Streulichtblenden verhindern das seitliche Auftreffen von Lichtstrahlen auf die Objektivoberfläche und damit Kontrastminderung und Streulicht.

Polarisationsfilter unterdrücken Reflexionen auf glatten, nichtmetallischen Flächen oder der Wasseroberfläche. Außerdem eignen sie sich, um das Wechselspiel zwischen blauem Himmel und weißen Wolken noch kontrastreicher und damit eindrucksvoller zu machen. Bei Regen sollte man nicht nur an die eigene Bekleidung denken, sondern auch an einen entsprechenden Schutz für Kamera und Objektiv. Profiobjektive sind von Hause aus spritzwassergeschützt, denn die Nachrichtenagenturen fragen nicht nach Sonnenschein, wenn es um Reportagen geht. Wenn wahre Sintfluten vom Himmel kommen, sollte man zusätzlich zu Kamera-"Regencapes" greifen, die es in verschiedenen Ausführungen von der Wegwerfhülle bis zum robusten Schlechtwetter-Schutz gibt. Vor Kratzern auf der Frontlinse schützen spezielle Schutzfilter vor dem Objektiv.


Objektive



Available Light

Available LightDer englische Fachbegriff Available Light heißt übersetzt "verfügbares Licht". Gemeint ist das Fotografieren mit dem vorhandenen natürlichen oder künstlichen Licht.

Das Rezept, um die natürliche Lichtstimmung eines Motivs bei Dämmerung oder in Innenräumen einzufangen, setzt sich aus mehreren "Zutaten" zusammen. Die wichtigsten sind: Ausnutzung der hohen ISO-Empfindlichkeitsreserven der Kamera und die Verwendung möglichst lichtstarker Objektive.

Auch die Aufnahmetechnik spielt eine Rolle. So geht's: Den Kamerabody mit der einen, Objektiv mit der anderen Hand abstützen, wobei die Arme möglichst nah am Körper verbleiben und sich die Ellbogen idealerweise am Brustkorb abstützen sollten. Eine Alternative bei unbewegten Motiven: Kamera auf Mauer oder Stativ stellen und Fernauslöser nutzen.

Die Verwendung kurzer Brennweiten vermindern die Verwacklungsgefahr ebenfalls und sorgen für scharfe Available-Light-Ergebnisse.


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Glossar

Abbildungsmaßstab

Verhältnis zwischen der Größe eines Gegenstandes und seiner Abbildungsgröße auf dem Film bzw. Bildsensor, angegeben als Verhältniszahl (z. B. 1:2). Nimmt mit verringertem Abstand zum Objekt und mit größerer Brennweite zu.


Asphärische Optik

Linsen oder Linsengruppen deren Bauform geringfügig von der Kugelform (sphärische Bauform) abweicht und dadurch den Abbildungsfehler der sphärischen Aberration deutlich vermindert. Die Herstellung asphärisch gekrümmter Flächen ist wesentlich aufwändiger als die konventioneller Linsen.


Bajonettverschluss

Verbindung von Objektiv und Kameragehäuse. Im Unterschied zum früher verbreiteten Schraubverschluss verlangt der Bajonettverschluss nur eine Viertelumdrehung, um das Objektiv von der Kamera zu lösen bzw. zu arretieren. Die Bajonettanschlüsse der verschiedenen Kamerahersteller sind oft nicht kompatibel.


Farbfehler (chromatischen Aberration)

Abbildungsfehler optischer Linsen, der dadurch entsteht, dass Licht unterschiedlicher Wellenlänge oder Farbe verschieden stark gebrochen wird. Sie äußern sich insbesondere an Hell-Dunkel-Übergängen durch grüne und rote Farbsäume und Unschärfen. Durch die Kombination von Linsen unterschiedlicher Materialien (apochromatische Linsensysteme) kann dieser Fehler korrigiert werden.


Lichtstärke

Die Lichtstärke eines Objektivs beschreibt, wie viel von der Ausgangshelligkeit eines Gegenstandes auf dem Film oder Bildsensor ankommt. In der Optik wird sie durch das Verhältnis der größten wirksamen Blendenöffnung zur Brennweite eines Objektivs als Verhältniszahl ausgedrückt. Normalobjektive erreichen typischerweise Lichtstärken von 1:1,8 bis 1:1,2 (besser), Tele- und Weitwinkelobjektive weisen meist eine geringere Lichtstärke auf (z. B. 1:2,8 oder 1:4).


Schärfentiefe

Die Schärfentiefe gibt die Ausdehnung des scharf abgebildeten Bereichs in Richtung der optischen Achse eines optischen Systems an. Sie wächst mit kürzer werdender Brennweite und Entfernung vom anfokussierten Punkt und lässt sich durch Abblendung ausdehnen und durch Aufblendung einengen. Der gezielte Einsatz einer beschränkten Schärfentiefe durch lange Brennweiten und/oder eine offene Blende ermöglicht es, den Blick des Betrachters auf das Hauptmotiv zu lenken und dient damit der Bildgestaltung.


Sphärische Aberration

Abbildungsfehler, der durch unterschiedliche Fokussierung von mittig und linsenrandnah einfallenden Lichtstrahlen entsteht und sich in einem verschwommenen Bild äußert. Lässt sich durch Verwendung asphärischer Linsen vermindern.


Verzeichnung

Abbildungsfehler optischer Systeme, der zu einer gekrümmten Wiedergabe gerader Linien führt und sich der kissen- bzw. tonnenförmigen Verzerrung eines Quadrats äußert. Er ist bei Zoomobjektiven in der Regel deutlicher ausgeprägt als bei Festbrennweiten. Weitwinkelobjektive neigen konstruktionsbedingt zu tonnenförmiger, Teleobjektive zu kissenförmiger Verzeichnung.


Vignettierung

Helligkeitsabfall ("Abschattung") an den Bildrändern und Ecken. Die Vignettierung ist bei weit geöffneter Blende am stärksten ausgeprägt und lässt sich durch Abblenden (Wahl einer kleineren Blende) vermindern.


Video

Moderne DSLR-Kameras nehmen Videos in HD- oder sogar in Full-HD-Qualität auf. Das im Vergleich zu einem Camcorder wesentlich größere Format eines DSLR-Sensors sorgt im Zusammenspiel mit einem lichtstarken Objektiv für den typischen Kinolook der Videoaufnahmen. Es empfehlen sich vor allem Objektive, die besonders geräuscharm fokussieren, z. B. die sogenannten STM-Objektive.


Vergütung

Spezielle Beschichtungen auf den Glasflächen der Objektivlinsen, z. B. Super-Spectra- oder Nano-Vergütungen, eliminieren Streulicht und Geisterbilder und sorgen so für eine klare, brillante Abbildungsqualität.


Software zur Objektivkorrektur

Typische Abbildungsfehler von Objektiven wie Verzeichnung oder Vignettierung lassen sich mit der RAW-Kamerasoftware des Herstellers wirkungsvoll korrigieren, auch wenn die Kamera noch nicht über eine integrierte Korrekturfunktion verfügt.


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