Kurzbeschreibung
Über den Autor
Auszug
Es gibt in einem der Südstaaten ein Fort, wo vor einigen Jahren ein Mord geschah. An dieser unglücklichen Begebenheit waren beteiligt: zwei Offiziere, ein Soldat, zwei Frauen, ein Filipino und ein Pferd. Der beteiligte Soldat hieß Ellgee Williams. Oft konnte man ihn gegen Abend allein auf einer der vielen Bänke sitzen sehen, die den Bürgersteig vor den Kasernen säumen. Es war ein Vergnügen, hier unter der doppelten Reihe junger Ahornbäume zu sitzen, die ihre lichtgesprenkelten, kühlen und windbewegten Schattenspiele über Weg und Rasen warfen. Im Frühling war das Laub der Bäume leuchtend grün und wurde dann in den heißen Monaten dunkler und ruhiger, um sich im Spätherbst in flammendes Gold zu verwandeln. Hier also pflegte der Soldat Williams mit Vorliebe zu sitzen und auf das Signal zum Abendessen zu warten. Er war ein junger und schweigsamer Mann, der in seiner Kaserne weder Feinde noch Freunde hatte. Sein rundes, sonnengebräuntes Gesicht trug den Ausdruck wachsamer Unschuld. Seine vollen Lippen waren rot, und die Ponyfransen fielen ihm dicht und braun in die Stirn. In seinen seltsam bernsteinfarbenen Augen lag jener stumme Ausdruck, den man sonst eigentlich nur bei Tieren findet. Auf den ersten Blick wirkte der Soldat Williams ein wenig schwerfällig und linkisch. Aber dieser Eindruck täuschte. ...