Ich mag Biographien nicht. Das muß ich ehrlich mal sagen. Dabei ist es mir vollkommen egal, ob ich die betreffende Person mag, hasse oder bewundere ich glaube den Leuten einfach nicht, was sie in ihren Biographien schreiben! Wenn die Menschen wirklich so wären, wie sie sich in Biographien beschreiben, dann gäbe es keinen Hunger mehr, keine Kriege und Gewalt, der Mars wäre besiedelt und man könnte so ziemlich sicher sein, dass es zumindest auf einem Planeten im Universum intelligentes Leben gibt ...
Die Welt sieht in Wahrheit aber anders aus. Darum muß man verstehen, dass eine Biographie nicht die Welt und die Geschichte beschreibt sondern nur den persönlichen Eindruck eines einzelnen Menschen.
Gerhard Bronner hat einen ganz eigenen Blickwinkel von der Welt. Immerhin ist er ja gleichzeitig Jude, Christ, Agnostiker, Kabarettist und Musiker. Wienhasser und unentbehrliche Stütze dieser Stadt. Fan von Herman Leopoldi (ist OK) und Verachter der Beatles (ist nicht OK).
Die Indianer sagen, man muß erst in den Schuhen seines Feindes laufen bevor man ihn bekämpfen kann. Nun, Gerhard Bronner ist keineswegs mein Feind, nicht einmal ein Feindbild interessant die Welt des vergangenen Jahrhunderts durch seine Augen zu sehen war es allemal.