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Spiegel der Tauromachie. eingeleitet durch Tauromachien
 
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Spiegel der Tauromachie. eingeleitet durch Tauromachien [Taschenbuch]

Michel Leiris , André Masson


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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Spiegel der Tauromachie öffnet unseren Blick für den erotischen Aspekt des Stierkampfes. Zugleich bietet uns dieses Buch so etwas wie Leiris' ars poetica: Der Autobiograph als Torero. In diesen Text-Fragmenten treffen noch mehr zusammen als eine Poetik und die Reflexion über einen Gegenstand, der Poesie eher auszuschließen scheint. Berühmte Vorläufer zu diesem Buch sind Nietzsches Geburt der Tragödie sowie Marcel Mauss' Untersuchung über das Opfer.Der Spiegel der Tauromachie handelt sowohl vom Ritual des klassischen Stierkampfes wie von jenem verborgenen der Erotik; Erotik als Überschreitung und als Zeremonie.

Der Verlag über das Buch

Im Spiegel der Tauromachie gleitet Leiris' Beschreibung der Corrida, des Stierkampfes in der Arena, zwanglos in eine Schilderung nahezu heiliger Zeremonien über, in die Beschwörung der mit Verderbnis sich paarenden Schönheit, in einen Versuch über den Tod und die Liebe.

Über den Autor

Michel Leiris wurde 1901 in Paris geboren. Von 1924 bis 1929 gehörte er der Gruppe der Surrealisten an. Er arbeitete als Ethnologe und zählt zu den wichtigsten französischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Spiegel der Tauromachie ist vielleicht sein tiefschönstes Buch. Er starb 1990, nach Vollendung seines vierbändigen literarischen Hauptwerks, seiner Autobiographie Die Spielregel. Seine zentrale literarische Maxime lautet: "Keine schöne Lüge produzieren, sondern eine Wahrheit, die ebenso schön wäre wie die schönste Lüge."
Weitere lieferbare Titel:
Michel Leiris: Die Spielregel 1: Streichungen
Michel Leiris: Die Spielregel 2: Krempel
Michel Leiris: Die Spielregel 3: Fibrillen
Michel Leiris: Die Spielregel 4: Wehlaut

Auszug aus Spiegel der Tauromachie eingeleitet durch Tauromachien von Michel Leiris. Copyright © 2004. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"In dieser Bar, bei dieser Mulattin, die ganz gewiss der von
Apollinaire erwähnten, die die Poesie erfand, ähnlich ist, habe ich die tiefsten
Stunden meines Lebens verbracht. Beim Anhören dieser Lieder, die kaum von
anderem als dem Paradies, naiver Liebe und etwa dem Exil handeln, während ich
dieser Stimme lauschte, die sich wie ein rauher, aber reiner Pfeil erhob, sich
durch das Gebüsch der Luft einen Weg bahnte und wie eine närrische, aber in
sicherer Flugbahn gehaltene Feder bis zu den höchsten astralen Schichten stieg,
in einer Nacht, deren ich mich Wort für Wort (Auge für Auge möchte ich sagen)
erinnere, mit einem Freund trank, der mir von Liebe und vom Unabänderlichen
sprach, habe ich begriffen, erfasst, greifbar mit den Händen erfasst, was es ist
um diese Ewigkeit, deren Name meist Verzweiflung, manchmal auch Leere ist."
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