Aus der Amazon.de-Redaktion
"Spice up your life" raten uns die Spice Girls auf ihrer ersten Auskopplung aus
Spiceworld, ihrem zweiten Album, das auf den Markt geworfen wurde, um aus dem gleichnamigen Film Kapital zu schlagen. Das klingt eher nach einem Werbeslogan als nach einem Aufruf zu mehr Vielfalt, Solidarität und Spaß; und es ist auch nicht das einzige Mal, daß auf dieser Scheibe die Sprache einer sorgfältig geplanten Kampagne anklingt: Der Refrain von "Move Over" ist auf dem Ausdruck "Generation Next" aufgebaut, den Schlachtruf des britischen Pepsi Spots.
Wenn Sie jetzt denken, daß diese Platte lange nicht so viel Spaß macht wie die vorherige, dann haben Sie recht. Ob Scary, Posh, Baby, Ginger und Sporty einen kreativen Beitrag zu ihrer eigenen Musik geleistet haben ist fraglich; wie "Candle in the Wind 1997" wurde Spiceworld> gemacht, damit die Leute sie kaufen und nicht anhören. Zugegeben, sie bringen ihre Stimmen diesmal mehr ein, verlassen sich weniger auf den Bananarama-mäßigen Ansatz ihres Debütalbums, und okay, das musikalische Zuckerl "Stop" -- Marke Motown-Light -- tut nicht gerade in den Ohren weh, aber das Album ist mit Sicherheit eine größere Beleidung, als sie sich selbst die ewigen Anarchos von Chumbawamba ausdenken könnten -- allerdings ohne den Kick von "Tubthumping".
Außerdem endet die Platte mit einer so schrill-schrägen Note, so als wollte sich die Band mit ihrem gekünstelten "Lady Is A Vamp" ihren festen Platz in der Avantgarde sichern. Sehr ungeschickt preist der Song Jackie O. und Marilyn Monroe in der selben Zeile und setzt dann noch eins drauf, indem er Sandy Denny als spiciges Vorbild ausruft. Und jetzt alle: Hmmmm... --Rickey Wright
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