Ich weiss nicht, was den Roman "Sphere" von Michael Crichton spannend macht. Geschrieben ist er eher simpel, sowohl im Original wie auch in der Übersetzung. Die Story ist zum Teil etwas verworren, dafür aber auch ungewöhnlich. Was mich persönlich sehr stört ist die stereotype Beschreibung der Haupt-Charaktere. Der Psychiater bzw. Psychologe verhält sich so, wie man sich einen Vollblut-Psychologen vorstellt. Der Mathematiker ist genial aber kompliziert. Der Militarist denkt nur an Waffen und Kontrolle. Beth, eine der Haupt-Charaktere, agiert derart plump als "Emanze" dass es schon fast peinlich ist. Ted, der Astrophysiker leidet an einer Profilierungsneurose und springt von einer Theorie zur nächsten wie ein Gummiball. Crichton inszeniert im Roman relativ plumpe Psychospielchen die platt und farblos wirken. Wäre da nicht der Science-Fiction Hintergrund der Geschichte würde die Story aus meiner Sicht jeden Reiz verlieren. Trotzdem bleibt der Roman ein "Page Turner", man will doch wissen, wie die Geschichte ausgeht...