Peter Sloterdijk erzählt mit atemberaubender Entwicklung das nach seiner Meinung Wesentliche in bezug auf lebendes Sein hier auf unserer Insel, der Erde als Globus.
Daß dabei Wisssen, Humor und die Bezüge hin zu unseren Gebilden wie Stadt, Staat, Religion bis zum Erklärungsversuch der konservativen europäischen "Revolutionen" der zwanziger und dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts gestreift werden, ist ein besonderer Aspekt und entbehrt nicht der Verwunderung.
Ja, hier in seinen drei Bänden SPHÄREN, deren dritter Band SCHÄUME eben erschienen ist, wird ein philosophisch-psychologisch-ästhetischer und barocker Bildungsroman entwickelt, der Seinesgleichen sucht und die "Schäume", in denen wir hier leben, die Erwärmungen und vielleicht durchaus positiven Erwartungen (Hoffnung!), die wir hegen, werden uns evtl. auch zu Positiven machen können, hinleiten dazu, denn Peter Sloterdijk scheint mir ein Positiver zu sein, der die Entwicklung sucht und die Diskussion nicht scheut.
Im Abspann des dritten Bandes wägt er seine Theorie anhand fiktiver Personen, eines Makrohistorikers, eines Literaturwissenschaftlers und eines Theologen hin und her, wobei er auch Humor beweist und selbst die Erkenntnis von sogen. "Dyaden" zur Verfügung stellt.
Stellen wir uns diesem großartigen Bildungsroman und warten wir also ab.