Die Erweiterung der Thesen Heideggers in "Sein und Zeit" hin zu der Aufgreifung des Begriffes von "Sein und Raum", so etwa könnte der Autor sich seinen Input vorstellen, schreibt er.
Und dann beginnt mit dem ersten Band "BLASEN" eine Aufholjagd sondergleichen, die es, was die philosophische Betrachtung als solche, aber auch die historische als andere betrifft, in sich hat.
Es entsteht, kurz gesagt, ein Roman von barocker Pracht.
Sphäre, aus dem Griechischen entliehen, bedeutet (griechisch: sphaira) eigentlich Kugel, insbesondere die Weltkugel.
Die in Zahlenverhältnissen ausgedrückte Bewegungsentsprechung von Himmelkörpern nennt man Sphärenharmonie. Die Pythagoreer gingen übrigens auch von einem Tonsystem aus (Welt-Tonsystem), das von Platon und Aristoteles übernommen wurde (Sphärenmusik).
Gut, das alles weiß Peter Sloterdijk und er geht also in medias res, über "Die gehauchte Kommune", "Vom eucharistischen Exzeß" über "Menschen im Zauberkreis", "Die Klausur in der Mutter", "Nobjekte und Unbeziehungen" (Nobjekt = Nicht-Objekt), "Das Prinzip Ei", "Schwarze Plantage", "Über den Unterschied zwischen einem Idioten und einem Engel", "Analphabetenwahrheiten" bis "Matris in gremio", um nur einige Kapitel zu erwähnen.
Dabei streift der Autor nicht nur die Materie, nein er greift aus, daß es eine wahre Pracht ist und nicht nur die Beleuchtungen religiöser Phänomene wie die Trinität z.B., auch die Mutterschaft und ihre Bedeutung bezüglich letzterem (Trinität) bekommt einen ganz eigenen Glanz.
Nein, wer sich bilden möchte, ganz ohne Ironie, der/die wird auf
seine/ihre Kosten kommen, ganz bestimmt und im Band "BLASEN", dem ersten Band von "SPHÄREN" kann er sich schon verlieren in purer Lust der Erkenntnisse.Gelegentlich kann es auch, das weiß man aber, zu sphärischen Aberrationen kommen. Doch, wie schreibt der Autor humorvoll irgendwo: "Die Wolken ziehn dahin, die Bücherregale sind voll." So ist es.