n Spezies Adam beschäftigt sich Thomas H. Fuss zunächst mit der Schöpfungsgeschichte der Bibel. Ihm kommt es merkwürdig vor, dass - entgegen der heute als allgemeingültig erachteten Evolutionslehre - die Bibel eher eine Degeneration als eine Aufwärtsentwicklung des Menschengeschlechts zu beschreiben scheint. So werden in der Genesis genaue Altersangaben von Personen gemacht, die mit der Zeit immer kürzer werden.
Ebenso glaubt Fuss, Lücken in der Genesis zu finden: Stellen, in denen gewisse Themen nur angerissen werden, aber nicht so recht einen Sinn ergeben. Erst unter Hinzunahme außerbiblischer jüdischer Schriften und Legenden sowie arabisch/ägyptischen Überlieferungen scheint sich ein relativ klares Bild zu ergeben: Der Mensch wurde auf gentechnischem Wege von außerdischen Wesen erschaffen, und der Garten Eden war ein Arbeitslager, in dem die Spezies Adam für die vermeintlichen Götter schufteten. Aus diesem "Arbeitsverhältnis" ergeben sich einige Probleme und Verwicklungen.
Sowohl bezüglich der Gen-Technik als auch der Beschreibungen seltsamer Objekte bringt Fuss immer wieder Vergleiche zur heutigen Zeit: So scheinen Beschreibungen, die biblische Personen in außerbiblischen Schriften machen, für die These zu sprechen, dass sie sich auf Orbitalstationen aufhielten.
In der Geschichte der Spezies Adam, wie sie von Fuss anhand der ihm vorliegenden Schriften rekonstruiert wurde, spielen auch die ägyptischen Pyramiden eine nicht unbeträchtliche Rolle.
Doch Fuss stützt sich nicht nur auf Überlieferungen sondern ebenso auf merkwürdige Funde aus der Vorzeit, die von offiziellen Stellen nicht selten zurückgehalten werden.
Spezies Adam ist ein gutes, weil fundiertes, Prä-Astronautik-Buch, und deshalb kann es uneingeschränkt empfohlen werden.