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Speranza. Eine Liebe im Schatten des Unglücks von Longarone. Roman Taschenbuch – 4. September 2013


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 216 Seiten
  • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1 (4. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3852189411
  • ISBN-13: 978-3852189413
  • Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 2,7 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 756.976 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jeannine Meighörner, geboren 1963 in Germersheim/Rhein, lebt in Innsbruck. Studium der Germanistik, Medienwissenschaften, Geschichte und Amerikanistik. Erfahrungsstationen als Hörfunkjournalistin und Pressesprecherin. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a.: 'Starkmut. Das Leben der Anna Hofer' (Roman, 2009). Bei HAYMONtb: 'Die Wolkenbraut. Das Leben der Philippine Welser.' Ein historischer Roman (2012).

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Mecrit am 23. Oktober 2013
Format: Kindle Edition
Der Roman "Speranza; Eine Liebe im Schatten des Unglücks von Longarone" ist kein Liebesroman im herkömmlichen Sinn, d.h. keine romantische, schwülstige, erotische Liebesgeschichte, sondern die Lebensgeschichte eine starken und mutigen Frau. (Die Überschrift der Rezension ist der Titel eines weiteren Buchs derselben Autorin). Dabei wird das bewegende Schicksal der Heldin und ihrer Familie nicht larmoyant und mitleidsheischend wiedergegeben, sondern knapp und trotzdem warmherzig und liebevoll geschildert. In jedem kurzen und präzisen Satz spürt man die emotionale Nähe der Autorin zu den Personen, und auch die Liebe zu ihrer Heimatstadt Germersheim, in der schließlich die Fäden der Handlung wieder zusammen laufen. Eine gekonnte Komposition, die das Unglück und die Tragik der Geschichte packend und intensiv schildert und den Leser bis zum Ende nicht loslässt. Ein empfehlenswertes Buch, das uns an den vielen Lebensweisheiten einer einfachen und klugen Frau teilhaben lässt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von G. Kickers am 19. Oktober 2013
Format: Taschenbuch
Die Autorin beschreibt mit schlichten Worten, aber in fast poetischer Dichte, wie Hoffnung aus einem tatsächlich geschehenen Unglück entstehen kann. Am 09. Oktober 1963 wurde durch einen Bergrutsch in einen Stausee und die daraus resultierende Flutwelle die kleine italienische Stadt Longarone in den Dolomiten komplett ausradiert, mit Tausenden von Toten. Und wie immer ist es nicht nur eine Naturkatastrophe, sondern ein hausgemachtes Geschehen, das Profitgier und falsche Politik zu verantworten haben. Offenbar lernen die Menschen bis heute nichts dazu. Und damals wie heute ringen die Überlebenden um ihre Entschädigungen.

Das Buch trägt die biographischen Züge des jungen italienischen Paares Clara und Riccardo Fontanella, das als Gastarbeiter in Deutschland lebt. In einer Zeit, in der man mit harter Arbeit noch viel Geld verdienen konnte, in der Deutschland sich voll im Wirtschaftswachstum nach dem zweiten Weltkrieg befand. Doch das fleißige und einfache, bürgerliche Leben von Clara und Riccardo gerät durch diese Katastrophe aus der Bahn, Clara verliert ihr noch ungeborenes Kind, ihr Mann trauert noch jahrelang seinen toten Angehörigen nach. Clara wird später noch einmal mit einem Sohn schwanger, den sie Speranza (Hoffnung) nennt. Es bleibt ihr einziges Kind. Aber selbst das Leben des Sohnes wird von den Auswirkungen der lange zurückliegenden Katastrophe gezeichnet.

Die Autorin beschreibt am Beispiel der Familia Fontanella und einiger anderer Überlebenden aus Longarone, wie Menschen sich nach einer solchen Tragödie wieder behutsam an den Alltag annähern. Dabei berücksichtigt sie die damals vorherrschenden Gegebenheiten und historische Fakten, ebenso wie den persönlichen Schmerz. Ein ganz besonders authentisches Buch, das zu Herzen geht.
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Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Das Buch ist sehr berührend geschrieben, ohne in das Weinerliche abzudriften (und zum Weinen ist diese Geschichte schon!), Ein Stück Zeitgeschichte, sehr empfehlenswert!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von B. Schnuch am 14. Oktober 2013
Format: Taschenbuch
Ein starkes Buch. Der Autorin gelingt es den Überlebenden des Tsunami eine Stimme zu geben und mitzuteilen und wie auch die nachfolgende Generation unter der Katastrophe zu leben /leiden hat. Was macht solch eine Erfahrung mit den Menschen und wie leben sie damit weiter? Was ist von den „Rettungspaketen“ der Politiker am Unglücksort zu erwarten?
Die Geschichte beginnt mit der Rückkehr von Clara, einer starken Frau und ihrem Ehemann Riccardo. Sie sind Gastarbeiter in Deutschland. Ihre erste Saison als „Bleichgesichter“, denn als Eisdielenbesitzer sehen sie die Sonne selten. Sie fahren im Herbst 1963 in die Heimat, in die Sonne nach Longarone. Mit viel Empathie und ohne Sensationslüsternheit folgt die Autorin dem jungen Paar und berichtet von der alljährlichen, „Koffertombola“, ein letztes buntes lautes Familientreffen. Hier stehen sich zwei starke kämpferische Frauen gegenüber; Clara und ihre Schwiegermutter.
In der Nacht tötet der Tsunami 2000 Menschen darunter alle 68 Familienmitglieder der Familie Fontanella, als die Flutwelle die Stadt Longarone zerstört.
Die Katastrophe wird erzählt aus der Perspektive einer Geretteten. Das junge Mädchen Marie hat nur eine Leidenschaft: Fußball. Für Mädchen in Italien 1963 eine ungehörige, unmögliche, unerreichbare Leidenschaft. Sie setzt alles daran ein Fußallspiel zu sehen, mit ihrer Freundin ist sie im Lokal als „ Osterküken in Gesellschaft von Wölfen“ Sie überlebt, weil sie den Anweisungen ihrer Großmutter aus dem Jenseits Folge leistet und sich an eine Eiche klammert, aus der sie ein USA Helikopter rettet.
Clara und Riccardo überleben schwerverletzt, diesen „Friedhofsalbtraum“. Sie erwachen „auf dem Mond?
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Huegchen am 16. Oktober 2013
Format: Taschenbuch
Vor 50 Jahren geschah in den südlichen Dolomiten eine Katastrophe, die wahrhaft apokalyptische Dimensionen aufwies: der Bergrutsch des Monte Toc mit der folgenden Überschwemmung des Städtchens Longarone. Meighörner zeichnet mit der ihr eigenen Sprachgewalt diese Geschichte nach, beleuchtet die zumindest fragwürdigen Aspekte in Entwicklung und Bau der höchsten Talsperre der Welt und schafft den spannenden Bogen in unsere Welt, indem sie zwei Überlebende in ihrem weiteren Lebensweg in Deutschland begleitet.
Das faktenreiche Werk ist somit nicht nur eine Schilderung der bis dato größten Katastrophe im Bereich der Wasserkraft, sondern vielmehr auch ein Stimmungs- und Sittenbild Deutschlands in der Wirtschaftswunderzeit mit all seinen unaufgearbeiteten Vorurteilen, mit seinen Grenzen im Kopf - spannend und mitreißend, aber auch sehr zum Nachdenken anregend!
Unbedingte Empfehlung!!!
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