Der harte Kern der Band, die Herrn Kerslake und Box, hat ja nun schon einige Jahr auf den Buckel. Das tut ihrer Spielfreude offenbar keinen Abbruch, denn auf dieser live-CD lassen sie richtig Dampf ab.
Die alten Nummern sind etwas gefaelliger vorgetragen als auf der klassischen 73er "Uriah Heep live", die neuen sind es ja sowieso. Man strapaziert die Keyboards nicht mehr gar so, dafuer tritt die Gitarre mehr in den Vordergrund. Nebenbei: jetzt merke ich erst, wie gut sie eigentlich ist und wahrscheinlich schon immer war.
Gefallen hat mir die Spielfreude, die auf der CD rueberkommt. Beim Hoeren entsteht der Eindruck, dass man hier mit Freude zur Sache geht, auch wenn man nicht mehr die grossen Hallen fuellt. Die Soundqualitaet ist richtig gut, (73 klang's weitaus schrammeliger, was aber zu dem damaligem Album durchaus gepasst hat, besonders Gary Thains Bass war gut). Meine Highlights sind natuerlich die alten Nummern, Gypsy, Look At Yourself (leider bloss 5 min lang - die zornigen Recken sind halt kommerzieller geworden und das Experimentierstadium ist eben vorbei), The Wizard und Circle Of Hands. Einen Stern mehr haette ich vergeben, wenn July Morning den Weg auf die Silberscheibe gefunden haette.
Mein Fazit: gute Live-CD, wem die alte zu rumpelig ist oder wer diese schon hat, findet hier frischen Sound, der den Namen Uriah Heep rechtfertigt. Denn danach klingt's auf alle Faelle.