Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Stargate a la Lukianenko, 19. März 2009
Spektrum
In einer nahen Zukunft hat die seltsame Rasse der "Schließer" der Erde und anderen bewohnten Planeten das Geschenk von Sternentoren ("Stargates") gemacht. Im Gegensatz zur amerikanischen Version stehen diese Tore jedoch wirklich jedem offen, der den Schließern eine für diese interessante und neue Geschichte erzählen kann.
Der Held Martin ist ein russischer Privatdetektiv, der den Auftrag bekommt, eine durch die Sternentore verschwundene 17-jährige Tochter aufzuspüren. Dies gelingt ihm, wenn auch ganz anders, als gedacht und mit ungeahnten Folgen...
"Spektrum" ist wieder ein typischer Lukianenko: er sinniert seitenweise übers Essen, kulturelle Unterschiede, den Sinn des Lebens, Moskau usw. Nie weiß man, wohin die Geschichte sich wendet. Martin ist ein echter Antiheld, mit allen Vorzügen und Schwächen eines echten Menschen, der sehr oft an sich zweifelt, aber instinktiv oft das Richtige tut. Da er auf sieben verschiedene Welten reisen muss, werden auch sieben verschiedene außerirdische Kulturen recht farbig und intelligent, teils auch humorig beschrieben. Clever ist auch die Idee, dass die Schließer als Bezahlung interessante Geschichten verlangen, sowie der Hintergrund dieser Aktion. Logisch durchdacht die Weiterentwicklung des Zolls für interplanetares Reisen sowie die Beschreibung der russischen Staatssicherheit mit Anklängen an "westliches Gedankengut". Lukinaneko ist halt ein Idealist.
FAZIT: Der beste Lukianenko seit Langem, absolute Lese- und Kaufempfehlung; auch für Nicht-SF/Fantasy-Fans geeignet!
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41 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Philosophisches Meisterwerk?, 4. April 2007
Ich meine Ja!
Nach dem ich schon die Trilogie der Wächterromane gelesen habe und nun noch auf die Wächter der Ewigkeit warte, dachte ich mir das zum überbrücken Spektrum sicher geeignet wäre.
Gedacht, gekauft und gelesen.
Anfänglich ist man vielleicht leicht irritiert da man einfach in das Leben des Hauptprodagonisten Martin Dugin hineingeworfen wird, aber nach Hohlbein manier ist so die Spannung schon ab der ersten Seite vorhanden. Schnell wird klar was gespielt wird und was die Ausserirdischen und ihre Tore darstellen. Wer schon in anderen Werken von Sergey Lukianenko die russische Durst- und vorallem Esskultur zu lieben gelernt hat kommt hier wieder und sogar noch mehr voll auf seinen Geschmack. Seit den Wächtern habe ich wirklich mal lust in Moskau anständig zu zechen (auch wenns wahrscheinlich mein untergang wäre). Aber weiter zum Buch. Was man schon im ersten Drittel merkt, Lukianenko ist ein Fan von "Dune" von Frank Herbert . Ich meine hier aber die Komplette Reihe und nicht nur das erste Buch "Der Wüstenplanet". Wer hinter den Gedanken der Bücher geblickt hat wird auch hier Teile sehen und vorallem verstehen. Später im Buch wird auch noch ein Zitat über den Schmerz und die Macht des Geistes aus Dune rezitiert, was dann den Beweis für etwaige vorige Vermutungen gibt.
Das Buch "Spektrum" wirft tiefgreifende Fragen über Leben und Tod auf, vorallem aber das auffassen der Sterblichkeit. Auch wie schon bei Frank Herbert wird in der Rasse Mensch eine Auslese gemacht. Einerseits gibt es wirkliche Menschen die sich ihrer selbst und ihres Instinktes bewusst sind und diesen leiten können und diejenigen welche rein Instinktgesteuert vor sich hinvegitieren und nicht viel mehr als Tiere sind. (Sehen Sie sich nur mal an was einem im TV geboten wird, nur Primitiv).
Auch die Probleme die der Gottkaiser-Wurm aus Dune bedingt durch seine schiere Unsterblichkeit hat werden hier in wunderbarer weise durchdacht und neu behandelt.
Respekteinflößend ist auch die Aufgabe die sich Lukianenko gestellt hat indem die Reisenden durch die "Tore" erst dann gehen können, wenn sie den sogenannten Schließern eine "nicht langweilige" Geschichte erzählt haben. Der Leser kann jedesmal gespannt sein welche Geschichte der Hauptcharakter erzählt um eine Reiseerlaubnis zu bekommen. Diese Geschichten haben einen Tiefgang wie ich ihn nur selten in Fantasyromanen erleben durfte.
PS: Dieses Buch hat mich absolut überrascht! Jedem der an geistreicher Fantasy interessiert ist muss ich dieses Buch vollends empfehlen. Aber auch Leser nicht in diesem Metier zuhause sind, aber philosophie zu schätzen wissen sollten sich daran versuchen.
Sergej immer weiter so und danke für diesen wunderbar geistreichen Roman!
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23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich mal wieder ein guter Roman!, 16. Februar 2007
Zuerst einmal: Wer die "Wächter"-Romane wegen der Figuren und der Vermischung von russischer Lebensart und phantastischen Elementen gemocht hat, wird dieses Buch lieben.
Bücher, die von alten Teleporternetzen handeln, sind nicht wirklich neu. Lukianenko gelingt es jedoch, dass Thema interessant, spannend und menschlich glaubwürdig zu interpretieren. Ähnlich wie in den "Wächter"-Romanen dienen die phantastischen Elemente als Beiwerk der Geschichte und sind nicht deren Selbstzweck. Für "Eingeweihte": in seiner Erzählart erinnert Lukianenko an die Strugatzkis mit (z.B.) ihrer "Maxim-Kammerer"-Trilogie.
Also: LESEN ...
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