Pressestimmen
Gert Kählers Buch ist ein facettenreicher Spaziergang durch Hamburgs Baugeschichte und zeigt anschaulich, wie aus einer mittelalterlichen Stadt eine norddeutsche Metropole wurde. ((NDR Fernsehen, Hamburg Journal))
... Architektonische Höhepunkte findet man auf den zahlreichen guten Fotos. Im Text strapaziert Kähler den Leser nicht mit langatmigen Beschreibungen, sondern er bettet die Entstehung von Bauten in den sozialen und politischen Zusammenhang ein. Das tut er auf sehr kenntnisreiche, lockere und subjektive Weise. So entsteht von jeder Epoche dieser 100 Jahre Stadtgeschichte ein lebendiges Bild. Trotz des anschaulichen und angenehmen Stils: Gert Kähler berührt in seinem Buch schwergewichtige Fragen. Doch es gelingt ihm, das komplexe Gebilde Stadt ... verständlich zu machen. ((NDR Rundfunk, Abendjournal))
Mit seinen faktenreichen und für einen Bauhistoriker durchaus unterhaltsamen Beschreibungen gelingt es Kähler, anschauliche und atmosphärisch dichte Bilder der Stadt zu malen. Prägnante Zitate geben zudem die zeitgenössische Sichtweise der Handelnden wieder. Das besondere Augenmerk des Autors gilt den Bemühungen im Bereich des Wohnungsbaus. Er beschränkt sein Buch jedoch nicht auf die Geschichte von Architektur und Städtebau, sondern liefert eine viel weiter gefasste Darstellung der Entwicklung Hamburgs. Ausführlich werden für jede Epoche die gesellschaftlichen, die politischen und die wirtschaftlichen Hintergründe dargestellt, welche die Stadtentwicklung beeinflußt haben. (...) Und genau darin liegt die Qualiät des Buches, das eine Lücke zwischen den vorhandenen Architekturführern und Architektenmonografien schließt, denen es einen Rahmen bietet, der zum Verständnis, sowohl der historischen als auch der heutigen Entwicklung Hamburgs wichtig ist. ((Bauwelt))
Kurzbeschreibung
Als Fritz Schumacher 1909 nach Hamburg ging, stieß er auf eine konservativ regierte Stadt, die unter einem gewaltigen Entwicklungsdruck stand; er schaffte es, Reformen durchzusetzen, die die Hansestadt zu einer wirklich modernen Metropole wachsen ließen. Der Erste Weltkrieg brachte die erste Massendemokratie, Wohnungen für Viele mussten geschaffen werden. Nach der Zerstörung der Stadt begann 1945 der Aufbau einer "Stadt für Alle", schließlich die Wiedervereinigung mit der wirtschaftlichen Öffnung nach Osten.<BR>Heute setzen HafenCity, "Sprung über die Elbe" und die Internationale Bauausstellung 2013 neue Maßstäbe: Hamburg hat sich schon immer in einem Geflecht aus Politik, Planung, wirtschaftlichen Möglichkeiten und dem Willen seiner Bewohner entwickelt.<BR>Das Buch gibt einen Überblick über diese Einflüsse und hinterfragt kritisch, wie die einmalige Gunst des Ortes mit seinen vielfältigen Formen des Wassers von Architekten und Stadtplanern in den letzten einhundert Jahren genutzt wurde.