Ich muss gestehen, dass ich anfangs nicht vollends von "Spectres" gepackt wurde. Zu schemenhaft, abgeklärt und dennoch unentschlossen empfand ich das Ganze. "Godzilla" und "I love the Night" waren meine Highlights, die auf Anhieb ins Ohr gingen und im typischen BÖC Stil, wenn man so will. Den Rest fand ich zunächst unausgegoren und dachte, hier sei ihnen etwas die Inspiration verlorengegangen.
Ich irrte gewaltig!!!
Zunächst gibt es in den einzelnen Songs dermaßen raffinierte Widerhaken (z.B. die Steigerung in "Golden Age of Leather") und Subtilitäten, die man leicht überhört, und andererseits - der richtige Moment!
Es hat bei mir genau jenen Moment gebraucht, in dem die Stimmung und das Feeling für "Spectres" perfekt waren. Und da bin ich dann wirklich völlig ausgeflippt, und zwar von A - Z.
Zurück damit zu den Geistern: Genau das meinte ich zu Beginn. Ich verstehe es immer noch nicht, aber es ist als würde sich eine neue Ebene öffnen, die vorher nicht da war. Ich hab das schon bei mehreren Alben erlebt, aber hier hätte ich es nicht so krass vermutet. "Spectres" ist ein Wahnsinns Album, wenn man wirklich mal komplett hineingefunden hat! Es hat seine ureigene Magie und Tiefe. Und dafür liebe ich BÖC auch so sehr - sie schaffen es immer wieder zu verblüffen - auch hartgesottene Hörer. Sie sind die reinsten Hard Rock Schamanen, auch wenn sie manchmal noch so poppig klingen mögen ;-)
5 satte Sterne. Und die Bonustracks sind auch sehr hörenswert!
Gruß