Klappentext
Speckstein ist ein beliebtes Material., das sich zur Gestaltung plastischer Objekte besonders gut eignet. Es ist sehr weich und mit Werkzeugen, die auch für die Holzverarbeitung eingesetzt werden, leicht zu bearbeiten. Das Rohmaterial ist in einer Farbpalette von Weiß, über Ockerfarben und Grün bis hin zu den Farben Grau, Rot sowie Braun und Schwarz im Hobbyhandel preisgünstig erhältlich. Die gängigen Techniken wie Sägen, Spalten, Raspeln und Feilen, um nur einige zu nennen, sind leicht zu erlernen.
Die Autorin gibt Anfängern und Fortgeschrittenen viele hilfreiche Tips und weckt den Mut zur eigenen Kreativität.
Das glänzende Gestein wirkt als fertige Figur sehr edel, denn Lichtreflexe verstärken den lebendigen Eindruck sich scheinbar bewegender oder in sich ruhender Körper. Renate Reher vermittelt in Wort und Bild, wie es gelingt, ein Werkstück so zu fertigen, daß es als Plastik im Raum von allen Seiten formschön ist.
Auszug
Woher bekomme ich Speckstein? Einige Informationen über das Material Speckstein Speckstein ist ein sehr weiches Material und deshalb für plastische Arbeiten hervorragend geeignet.
Die wissenschaftliche Bezeichnung ist Steatit, im angelsächsischen Sprachkreis ist Speckstein auch unter dem Namen "soapstone" (Seifenstein) bekannt. Seine chemische Formel lautet: "Mg3(OH)2Si4O10"; es handelt sich um dichte Aggregate des Minerals Talk, ein hydratisiertes Magnesiumsilikat.
Nach der Mohs'schen Härte-Skala, die die Härte der Mineralien von 1 -1 0 angibt, hat Speckstein die Härte 1, das bedeutet, daß er schon mit dem Fingernagel ritzbar ist. Der Diamant als das härteste Mineral liegt im Vergleich dazu mit der Härte 10 am anderen Ende der Skala. Andere Gesteine, die gerne für Bildhauerarbeiten verwendet werden, liegen dazwischen: Alabaster (Varietät des Gips) Härte 1,5-2, Marmor (kristalliner Kalkstein) Härte 3, Granit (Hauptmineral Quarz) Härte 7.
Wegen der geringen Härte ist das Bearbeiten des Specksteins körperlich nicht sehr anstrengend. Überdies lassen sich Werkzeuge verwenden, die in vielen Haushalten bereits vorhanden sind, beispielsweise Sägen, Bohrer, Feilen, Messer. Speckstein gibt es, je nach Herkunft, in den unterschiedlichsten Farben: Weiß, gelblich, Grün, Grau, Beige, rötlich, Braun, Rosa und Schwarz. Maserungen, die innerhalb eines Steines auftreten können und auf die man häufig erst beim Bearbeiten stößt, geben vielen Objekten einen zusätzlichen Reiz. Obwohl der Speckstein, der für plastische Arbeiten geeignet ist, hauptsächlich aus überseeischen Ländern importiert wird (vorwiegend aus China, Indien, Ostafrika, Brasilien, Australien, Kanada und Ägypten), ist das Material relativ billig. Speckstein wird auch bei uns (z.B. in den Alpen) gewonnen, findet jedoch wegen seines höheren Härtegrades nur für technisch-industrielle Zwecke Anwendung. Dabei steht die Ausnutzung seines großen Wärmespeichervermögens als Isoliermaterial im Vordergrund. Material und Werkzeug Woher bekomme ich Speckstein?
Speckstein, der die qualitativen Anforderungen für die künstlerische Bearbeitung erfüllt, wird hauptsächlich aus Übersee importiert (s. oben).
Viele Bastelgeschäfte und Versandfirmen, die auf Bastel-, Hobby- und Künstlerbedarf spezialisiert sind, führen Speckstein. Bastelgeschäfte können aus Platzgründen häufig keine sehr reichhaltige Auswahl anbieten. Im Gegensatz dazu haben die Versandfirmen meist eine vielfältige Auswahl auf Lager und versenden auch größere Stücke bis hin zu ganzen Blöcken. Allerdings ist hier in der Regel eine Mindestabnahmemenge erforderlich, und Sie können die Stücke im Gegensatz zu den Bastelgeschäften nicht selbst aussuchen, sondern Sie sind auf die Auswahl des Versandgeschäftes angewiesen. Besondere Wünsche können meist nicht berücksichtigt werden. Sie werden den für Sie günstigsten und bequemsten Weg der Specksteinbeschaffung schnell herausfinden.