Das Orchestra Baobab ist nicht aus der Kiste gekrabbelt - nein gesprungen!
Bul Ma Miin auf der "Specialist in all Styles" ist ein Vulkan guter Laune. Positive Black Soul hatten den Titel ja auch gecovert, aber hier wird musikalisch noch eins drauf gesetzt. Die Fitzel- Gitarre versprüht gute Laune und die Baobab Musiker singen die Rapper gegen die Wand.
Dee Moo Woor erzeugt jenes schöne Trance - Gefühl, wie es auch bei Ravels Bolero hervorgerufen
wird, wenn der Dirigent nicht HudelHudel macht. Ich meine, im Berliner Tempodrom, bei den Heimatklängen
wurde Dee Moo Woor langsamer und intensiver gespielt - es ist aber auch auf der CD ein Knaller, wenn auch viiiiel zu kurz.
Bei Jiin Ma Jiin Ma erzählt die Gitarre wunderschöne Geschichten - es swingt.
Für mich ein freudige Überraschung: Ibrahim Ferrer darf sich selber eine Hommage auf "Onkel" Ferrer" singen.
Ein wunderschönes, verträumtes Zwiegespräch zwischen Ibrahim, Klarinette, Gitarre, Youssoun Dour
auf spanisch und Wollof. Utro Horas ist schöner geworden.
Africando sind wieder Baobab geworden. El Son te LLama war bei Africando ein wenig zu hübsch geworden - in Schönheit erstarrt.
Hier ist aus dem Son eine Salsa geworden.
Mein Fazit: Orchestra Baobab ist teuflisch gut, voller Spiel- und Lebensfreude, und vom gleichen Rang wie der Buena Vista Social Club.
Unbedingt die CD schlauchen oder kaufen.......