Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Kronjuwel des Genres, 8. Januar 2006
Wenn es texanische Country-Musiker peinlich finden, dass Dabbljuh Bush ihr Landsmann ist, dann ist das zwar nicht automatisch der Ausweis für musikalische Klasse, aber immerhin zeugt diese Äußerung der Dixie Chicks von Geist und macht neugierig auf ihre Musik. Wenn man sich dann ihr Album "Home" anhört, bekommt man den Nachweis musikalischer Extraklasse ohnein nachgeliefert. Bluegrass und Country & Western, wie man's gern öfter hören würde -- die drei Texanerinnen und ihre Begleitmusiker zünden ein musikalisches Feuerwerk und zeigen, was alles in traditionellen Melodien und Instrumenten wie Fiddel, Mandoline, Banjo usw. drinsteckt. Die Musik klingt wie aus einem Guss, verströmt die Authentizität eines Lagerfeuers und straft das Klischee vom einfältigen C&W Lügen. Sogar der pritschbreite Texas-Akzent passt rein, als wäre er extra für diese Band erfunden worden. Und was die Texte angeht -- die trotzen ebenfalls munter den gängigen Klischees. Erstaunlich ist das musikalische Spektrum, von ruhigen, stimmungsvollen Balladen bis zu ausgelassenem Bluegrass: In "Landslide" entlocken sie dem Fleetwood-Mac-Klassiker ganz neue Nuancen -- einfach eine schöne stimmungsvolle Ballade. Noch beeindruckender vielleicht ist das verhaltene "Top of the World". Sie können aber auch anders: Klasse zum Beispiel "Truth No.2", "White Trash Wedding" oder "Lil' Jack Slade", drei Bluegrass-Nummern vom Allerfeinsten, bei denen die Post sowas von abgeht... -- In diesem Stil könnte man einen Track nach dem anderen hervorheben; jeden kann man bis zum Abwinken hören, ohne dass dabei Langeweile aufkommt. Und dann natürlich das Highlight: "Travelin' Soldier", eine Country-Ballade über die Sinnlosigkeit des Vietnamkrieges (bzw. aller Kriege), die in den Kronschatz des Genres gehört. Mitreißend, wehmütig, melancholisch, ausgelassen, zu Herzen gehend -- alles trifft zu auf dieses Ausnahme-Album, das ich auch Country-Skeptikern ans Herz lege.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Home: Zuhause angekommen!, 18. März 2003
Das kommt also dabei heraus, wenn sich Künstler vom Recordlabel Sony verabschieden und ihr eigenes Ding machen: Ein traumhaftes Album weit entfernt vom heute üblichen Mainstream-Country. Nun, eingefleischte Fans der Küken könnten überrascht, vielleicht sogar enttäuscht sein, denn der dritte Longplayer der Texanerinnen ist so ganz anders als seine Vorgänger. Ein lupenreines Bluegrass-Album ist da entstanden. Mit Emily am Akkordeon, Banjo und Dobro, Martie an der Fiddle, Natalies Vater Lloyd an der Gitarre und Chris Thile von Nickel Creek an der Mandolin werden Musiker aufgefahren, die im Zusammenspiel mit der bezaubernd eigenwilligen Altstimme von Natalie Maines und den Harmoniegesängen von Emily und Martie eine Stimmung erzeugen, die seinesgleichen sucht. Neben herrlichen Balladen wie Fleetwood Mac's Meilenstein "Landslide", dem düster traurigen "A Home", dem Lullaby "Godspeed" und Patty Griffin's atemraubender Hommage an ihren sterbenden Großvater "Top of the world", flotte Bluegrassrhythmen mit diversen Instrumentalsoli wie "White trash wedding" oder "Lil'Jack Slade". Den größten Treffer landen die Chicks aber mit "Travelin'Soldier", einer kritische Ballade über tragische Liebe und einen sinnlosen Vietnamkrieg. Emilys Schwager Bruce Robison schrieb den traurig schönen Song, den man, einmal gehört, immer wieder neu anspielen möchte. Alles in allem das Bluegrassalbum 2002. Die Chicks zeigen, dass es auch anders geht: weg vom New-Country-Einheitsbrei, hin zu traditionell handgemachter Musik. Das Album toppt die Vorgängeralben, wenn es mit diesen aber auch nur schwer zu vergleichen ist. Der (fast) rein akustisch eingespielte Player könnte zu einem Meilenstein des Genres werden.Ihre Platten werden dezeit von amerikanischen Radiosendern boykottiert, weil sich Natalie bei einem Konzert in London negativ über Präsident Bush im Zusammenhang mit einem Irak-Krieg geäußert hat: Ein Grund mehr die Scheibe zu kaufen! Wie schon gesagt: Der Hinhörer des Jahres!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DAS Album schlechthin!, 2. April 2003
Dieses Album ist mit Sicherheit das Beste, was die Chicks bisher veröffentlicht haben. Der "dezente" Hinweis im Booklet (We are changing the way we do business) ist eindeutig zu hören. Bluegrass vom Feinsten. Für mich ist dieses Album ein Meisterwerk. Sicherlich, einem Hardrock-Fan wird dieses Album nicht sehr zusagen, aber alle, die Banjo, Dobro und Fiddle mögen, sind hier richtig. Ob es nun Speedcountry oder Bluegrass heißt, auf alle Fälle ist auf diesem Album kein Titel, der mir nicht gefällt. Es überwiegen etwas die ruhigen Songs, dafür sind die Uptempo Stücke umso mitreißender. Die beiden vorherigen Alben waren wohl eher auf die Plattenfirma zugeschnitten, der Titel dieses Albums bestätigt jedoch: sie sind HOME! Reinhören, begeistert sein, immer wieder anhören!!!! P.S. Live sind die Mädels noch 100 % besser (unglaubliches Konzert in München!).
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