Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der König aller Filme, 19. Januar 2007
Fellinis 8 1/2 ist meines erachtens der wohl tiefgründigste Film über das Leben an sich.
man könnte jahrelang über den Film diskutieren und ihn in tausend teile zerlegen.jeder hat seine eigenen theorien, jeder liebt ihn auf seine weise.
ich kann nur empfeheln diesen Film, der bei jedem erneuten Betrachten besser wird, anzusehen und zu genießen.
Otto e Mezzo bietet eine Lösung für alle Probleme, und spricht einem künstler geradezu aus der seele. Er ist sprunghaft wie ein traum oder besser er IST ein traum.
untermahlt mit schönster musik und gefilmt in traumhaften schwarz-weiß bildern mit markanten hell-dunkel kontrasten.
er behandelt das thema kunst genau so wie das thema liebe und sex. das thema musik, das thema religion ....schlicht alles was wir mit uns tragen.
ein russischer kosmonaut hat einmal gesagt, dass Otto e Mezzo interessanter und rätselhafter ist als der Weltraum.
und das beschreibt den film wie ich finde perfekt, nämlich gar nicht.
man muss ihn ergründen wie das all, in ihn eindringen und genießen.
Zum Plot will ich nicht als tausendster was erzählen.
Zur DVD kann ich nur sagen, dass der Firma Arthaus ( die ich für ihr Engagment im bereich der film dvds hier einmal richtig loben will)
eine traumhaft schöne edition gelungen ist.
wunderschönes cover (das schönste in meinem regal), super booklet mit tollen informationen zum film (unbedingt lesen!), tollen extras und das alles in super bildqualität.
man sieht das die arthaus leute diesen film lieben müssen.
weiter so! Vielleicht bald mit die Nächte der cabiria?
Zum Schluss fellini bzw guido im film selbst über den film:
Was ich machen wollte kam mir ganz einfach vor. einen film, der jedem einzelnen gestatten sollte, endlich zu begraben was wir alle an abgestorbenen in uns tragen. ich bin indessen der erste, der nicht das herz hat, irgend etwas zu begraben.
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11 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Überbewertet, 30. November 2007
Ich weiß, dass viele diese Kritik als Tabubruch empfinden werden. Wer sich aber die Freiheit vorbehält, einen Film selbst zu bewerten und nicht nur die Meinung der Feuilletons und der Filmführer übernimmt, wird eingestehen müssen, dass dieser Film zwar keineswegs missraten, aber schlicht überbewertet wird. Für einen "König der Filme" fehlt mit Blick auf die letzten 80 Jahre jedenfalls einiges.
Zweifellos verfügt das Werk über einige surreal-poetische Stellen, die den Leser beeindrucken: Zu nennen wäre vor allem die Schlussszene. Was dabei oft übersehen oder übergangen wird, ist dass sich Fellini hier bei Verdis letzter Oper Falstaff und dem Librettisten Boito bedient hat (Schlussszene): Dass nach einem etwas verwirrenden Ränkespiel alle Akteure wie Kinder in befreiende Komik ausbrechen, ist nicht neu. Nur wenige Cineasten kennen aber - wie Fellini - die italienische Oper.
Im Übrigen wirkt das Werk eher wie eine etwas zu lang geratene Aneinanderreihung einzelner Tableaus, um ein Thema, das sich auch in 15 Minuten darstellen lässt: Ennui und Schaffenskrise. Mit einem Werk wie Dolce Vita oder La Strada, in dem reale Menschen mit ihrem Schicksal dem Zuschauer näher kommen, kann sich 8 1/2 nicht messen. Und gäbe es nicht die geniale Zirkusmusik von Nino Rota, wäre der Film wohl auch längst vergessen.
Als ich die Bewertungen auf dieser Seite las, wurde ich auf ein häufig zu beobachtendes Phänomen aufmerksam: das der Autosuggestion der Zuschauer, denen man vor der ersten Begegnung mit einem Buch oder Film bereits nahegebracht hat, dass es sich um "große Kunst" handele. Wer will da noch aufbegehren und als Banause dastehen? Aber: Der Kaiser ist dennoch nackt!
Jeder interessierte Zuschauer sollte sich nur das Making Of einmal ansehen und dabei den gespreizten Ausführungen Fellinis zur eigenen Inspirationsquelle und zur Aussage des Filmes folgen. Was hier geboten wird ist so unausgegoren, dass spätestens jetzt klar wird, dass dieser Film als eine lockere Improvisation oder als Experiment gedacht war und nicht mehr.
Die Aufnahme durch das gläubige Publik bis auf den heutigen Tag wirkt dagegen wie eine Szene aus dem Leben des Brian.
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7 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein beeindruckendes Werk von Federico Fellini, 22. Februar 2007
Federico Fellini ist ein absoluter Meister in seinem Bereich. Meinen ersten Film-Kontakt mit Fellini hatte ich mit LA STRADA, seinem wohl bekanntesten Film. 8 1/2 ist ein etwas späterer Film von Fellini, aber ebenso zu empfehlen. Als ich die sehr liebevoll gestaltete Verpackung der Special 2DVD Edition von 8 1/2 in den Händen hielt, war ich schwer begeistert. In diesem Film geht es um den Filmregisseur Guido Anselmi, der hier durch keinen geringeren als Marcello Mastroianni glanzvoll in Szene gesetzt wird. Er durchlebt in diesem Film eine Vision zwischen Traum und Wirklichkeit, verbunden mit seinen Ängsten und Träumen. Ein eindringliches Meisterwerk, welches kaum in Worte zu fassen ist. Zurecht wurde der Film mit zwei Oscars ausgezeichnet. Ich bin begeistert.
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