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Spaziergänge in Rom Gebundene Ausgabe – 27. Februar 2006


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (27. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446207422
  • ISBN-13: 978-3446207424
  • Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 1,4 x 20,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 874.603 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Marco Lodoli, 1956 in Rom geboren, arbeitet dort als Schriftsteller, Journalist und Lehrer. Seine Feuilletons erscheinen regelmäßig in der italienischen Tageszeitung La Repubblica.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Es gibt Kunstwerke, bei denen die Intelligenz als das beherrschende Element erscheint, bei denen jedes Detail von scheinbar einem Gedanken erzeugt wurde, der von der eigenen Vortrefflichkeit überzeugt ist. Das sind Werke, die durch ihre Perfektion beinahe eine Art Unbehagen hervorrufen, weil ihnen etwas Unmenschliches anhaftet, ein Ehrgeiz ohne Maß, eine rein vom Verstand bestimmte Vorliebe für unmögliche Herausforderungen. In Rom ist das in dieser Hinsicht erstaunlichste Werk die sogenannte Kolonnade des Borromini im Palazzo Spada auf der Piazza Capodiferro. Wir können dieses Kunstwerk hundertmal bewundern, und es wird uns immer wieder und jedesmal auf noch eindringlichere Weise beunruhigen.
Es handelt sich um eine Galerie, die von einem besonders schönen Innenhof ausgeht, einem geheimnisvollen Garten mit drei märchenhaften Pomeranzenbäumen: wir betrachten die Galerie, die dreißig oder vierzig Meter lang erscheint, die dorischen Säulen werden mit der Entfernung kürzer, die Muster des Bodens kleiner, je mehr das Auge in den Hintergrund vordringt, dort drüben, wo beim Aufeinandertreffen zweier Hecken eine antike Statue sich als Zielpunkt für den Blick anbietet. Und dabei ist alles Sinnestäuschung, ein aufsehenerregendes Gaukelspiel, das wir mit offenem Mund bestaunen. In Wirklichkeit ist die Galerie gerade mal acht Meter und sechzig Zentimeter lang, und die Säulen, der Boden, das Tonnengewölbe wurden mit einer architektonischen Schlauheit realisiert, die unserer Pupillen spottet.
In Ordnung, denken wir, das ist eben noch so eine barocke Schlaumeierei, es ist die reine Intelligenz, die sich hinter unserem Rücken über uns Einfallspinsel lustig macht. Aber dann kehren wir hundertmal zurück, um diese Galerie des 17. Jahrhunderts, die einem Vergnügungspark entstammen könnte, zu betrachten, weil uns immer noch etwas entgeht, weil sich in dieser höhnischen Optik etwas verbirgt, was unser Gemüt bewegt.
Und eines Tages lesen wir diese Verse des Kardinals Bernardino Spada, Verse voller Staunen und moralischer Reflexion: »Unter geringen Dimensionen betrachtet man einen riesigen Säulengang, auf kleinem Raum erblickt man einen langen Weg. Wunder der Kunst: Bild einer trügerischen Welt. Groß bloß der Erscheinung nach, sind die Dinge klein für den, der sie aus der Nähe betrachtet. Auf der Welt ist das Große nichts anderes als Illusion.« Ja, das ist es, und endlich begreifen wir, was uns Tränen in die Augen treibt: Diese Galerie ist nicht bloß ein subtiler Scherz der Intelligenz, sie ist viel mehr, sie ist die Wahrheit der Welt, auf wenige Meter zusammengedrängt.

Largo dei Librari

Dann und wann platzt der übliche ausländische Freund in Rom herein, um uns einen Besuch abzustatten: »He ciao, ich bin hier, was unternehmen wir heute abend, was zeigst du mir Schönes?« Sagen wir es freiheraus:
das trifft uns wie ein Schlag ins Genick. Von der Stadt hat dieser Freund beinahe alles gesehen, das Kolosseum, Sankt Peter, die Fontana di Trevi und die Piazza Navona, aber auch den Aventin und San Clemente, auch die Katakomben und das Foro Italico und sogar das Coppedè-Viertel, das wir ihm beim letztenmal gezeigt haben. Und doch ist er unersättlich, er giert danach, zumindest eine neue Erinnerung mitzunehmen, etwas Besonderes, ein kleines Detail, ein Eckchen, eine unvergeßliche Ansichtskarte: »Also, dear friend, was bietest du mir heute?« Wir fühlen uns verpflichtet, ihn nicht zu enttäuschen, finden es aber auch mühsam, schon wieder ein prächtiges Kaninchen aus dem Zylinder zu zaubern. Wir sagen alle Verabredungen ab und, verdammter Mist, beginnen das Album der Erinnerung auf der Suche nach einem besonderen Bild zu durchblättern, nach etwas Wundersamem, das nicht allzuviel Zeit kostet. Wir würden uns gerne mit einem Aperitif begnügen, einem kleinen Plausch und einem Tellerchen Oliven an einem magischen Ort, und dann sehen wir uns in zehn Jahren wieder. Museen – nein, Ruinen – auch nicht. Wohin also, wohin?
Der Freund ruft wieder an, um die Verabredung fest auszumachen. »Also treffen wir uns…, treffen wir uns…?« So, ich hab’s: Largo dei Librari, auf der Via dei Giubbonari, das ist der richtige Ort für uns. Es ist ein perfekter Ausschnitt, sieht aus wie die Bühne eines Theaters, die kleine Kirche der heiligen Barbara ist wie eine Gemme zwischen die Häuser des Hintergrunds eingeschnitten. Er ist Rom en miniature, das Barock der Politoys, ein Konzentrat aus Ruhe und Konfusion, aus Geometrie und vitaler Unordnung. Hoch oben, neben der Minifassade der Kirche und dem Himmelsblau, gibt es ein rührendes Fensterchen, das den Schriftstellern der Boheme gefallen hätte, es sieht aus wie das »Fenster gleich neben dem blauen Himmel« in dem alten Dachboden, den Gino Paoli besungen hat.
Aber Rom besteht nicht nur aus Kunst und Inspiration. Auf dem kleinen Platz gibt es auch ein für seine filetti di baccalà berühmtes kleines Restaurant, die, begleitet von einem Glas frischem Weißwein, die Kehle erfrischen. Um sieben Uhr abends paßt alles perfekt zusammen, die kleine Kirche, der Stockfisch, der Wein, die vertraulichen Gespräche. Der Freund genießt diesen bezaubernden Augenblick, schwört bei seinen Kindern, daß er sich noch nie so wohl gefühlt hat, und schwört, im nächsten Monat nach Rom zurückzukehren.

Priesterinnen der Sünde

Wir waren vierzehn Jahre alt, hatten Flaum auf der Oberlippe, jähe Stimmungsschwankungen und noch neue Mopeds, und am Abend waren wir manchmal so unruhig, daß wir uns zusammenrotteten, aus dem Gewirr der Gassen um den Corso Trieste ausbrachen und auf die Via Olimpica einbogen, die uns vorkam wie eine Rennbahn, auf der die Autos in Richtung unbekannter Ziele dahinbrausten, endlose Kilometer Dunkelheit, die nur von Straßenlaternen und den Schildern der Tankstellen unterbrochen wurde. Vor dem Tunnel bogen wir rechts ab, in Richtung Verdammnis, in Richtung Inferno. Am Ende der Talfahrt lag nämlich Tor di Quinto. Allein bei dem Namen bekam man eine Gänsehaut, und die Gedanken gefroren, man mußte ihn ganz rasch aussprechen, wie den Namen einer x-beliebigen Straße, etwa jener, an der sich das Trainingslager von Lazio befand, genau so.
Aber in Wirklichkeit fuhren wir da hinunter, um mit fieberglänzenden Augen die Priesterinnen der Sünde zu beobachten, die obszönen und aufregenden Vestalinnen der Sexualität, die unaussprechlichen Huren. Sie sahen ganz anders aus als die Liebesdienerinnen heutzutage, die dünnen, blonden slawischen Mädchen, bei deren Anblick einem das Herz weh tut, nein, die Huren damals waren üppige, unflätige Weiber, lachend und schreiend standen sie um Feuer herum, die direkt aus dem Erdinneren zu kommen schienen, um wild flackernde Flammen, die irdische Genüsse und göttliche Strafen verhießen. Die Frauen gingen zwischen der Dunkelheit und dem roten Licht des immer wieder von neuem angefachten Feuers hin und her, sie trugen absurde Abendkleider, sangen Schlager, waren wunderschön und furchteinflößend zugleich.
Heute hat sich der Strich woandershin verlagert, er wird von anderen Gestalten bevölkert, seine Rituale sind schneller und grausamer, und Tor di Quinto ist eine anonyme Durchgangsstraße geworden. Dennoch stehen noch immer zwei oder drei Prostituierte unter den Platanen: sie sind so alt und heruntergekommen, daß sie einem leid tun. Eine hat ein paar große Mischlingshunde bei sich; wahrscheinlich geht sie nur noch auf die Straße, um ihre Tiere durchzufüttern; eine andere sieht aus wie eine pensionierte Lehrerin, sie trägt ein strahlendweißes Gebiß, hat einen blonden Pagenkopf und humpelt herum wie eine arme Seele im Fegefeuer. Sie haben ihr ganzes Leben damit zugebracht, einsamen Männern ein paar Augenblicke des Glücks zu schenken. Auch für sie sollte ein Gesetz in Kraft treten, das es ihnen ermöglicht, eine kleine Pension zu beziehen, um endlich in den Ruhestand zu treten.

Gedenktafeln

Gedenktafeln suchen ist wie Pilze suchen: man muß sich dafür eine aufmerksame Unaufmerksamkeit bewahren, in einer Art...


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Bernd Krist am 23. Oktober 2011
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Sehr interessant geschrieben, ungewöhnliche Schauplätze abseits der touristischen Hauptströme,für einen Erstbesuch Roms sicher weniger geeignet, eher für Leute, die die klassischen Attraktionen schon hinter sich haben.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Nakodata am 19. November 2011
Format: Taschenbuch
Ich hatte nach den Infos, die bei A schon zur Verfügung standen eher einen Text mit Spaziergängen im Sinne von Touren durch die urbs erwartet, die abseits der normalen Touristen-Trampelpfade liegen.
Stattdessen finden sich anderthalbseitige Artikel einer römischen Tageszeitung, die dort als Kolumne veröffentlicht wurden.
Die Übersetzung ins Deutsche führte wohl dazu, dass die Artikel sich in einem ganz eigenen Stil (geschwollen? trifft es nicht ganz, oder künsterlisch literarisch? ich weiß es nicht, jedenfalls nicht in der Art, wie ein Deutscher normalerweise schreibern würde) wiederfinden.
Alles in allem ein Buch, in dem man jeden Tag ein zwei Kapitel lesen kann, und ich habe sogar drei oder vier Kapitel mir für den nächsten Rombesuch mal gekennzeichnet.
Das der Rom-Wiederholungstäter durch das Buch aber wirkliche insider-Tipps bekäme, dieses Versprechen hält das Buch allerdings (leider) nicht.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Sebald am 7. März 2010
Format: Taschenbuch
Für solche, die schon viel von Rom gesehen haben, aber immer mal wieder etwas Neues entdecken wollen.
Meine Freundin, die im Lazio lebt, liebt das Buch auch und ist begeistert. Wir bereiten einen Ausflug auf der Grundlage des Büchleins vor - es wird sicherlich traumhaft!
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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Georg Hartmann am 16. Juli 2009
Format: Taschenbuch
Wer jetzt keinen Appetit hat, den Koffer zu packen und nach Rom zu reisen: Dem ist nicht zu helfen. Gut daß es Menschen gibt, die auch in den Falten ihrer alten Stadt Herrlichkeiten aufspüren und spannend mitteilen können. Unbedingt lesen, einpacken und ausprobieren: Es gibt jede Menge angenehmer Nebenwirkungen.
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