Es war so gegen ende August 1975. Ich war gerade wieder mal in meinem Lieblingsplattenladen (Musicland/Berlin, Uhlandstr.) zugange, um nach guten Lp's Ausschau zu halten. Im Hintergrund dudelte schon seit geraumer Zeit eine Platte, die in mir gewisse Assoziationen auslöste. Ich dachte noch: "Hey - da haben ELP nach langer Zeit mal wieder mal 'n richtig gutes Album hingelegt". Aber schon bald kamen mir erste Zweifel - der Gesang erinnerte mich in keinester Weise an Grec Lake. Und überhaupt... es klang alles sehr viel melodiöser, als ich es bislang von Emerson&Co gewohnt war. Als ich dann noch auf Anfrage erfahren habe, dass es sich bei diesem Produkt um eine deutsche Band handelt, wuchs meine Begeisterung ins Unermessliche. Innerhalb kürzester Zeit habe ich diese Scheibe tief in mein Herz geschlossen und kaufte mir sogleich auch die beiden vorangegangenen Alben. Aber schon nach Veröffentlichung des mit Bravour angekündigten Nachfogealbums "Old Loves Die Hard"(1976) musste ich leider feststellen, dass der Höhepunkt mit "Spartacus" offensichtlich bereits erreicht war. Dies lag letztendlich sicher auch an dem Weggang von Helmut Köllen, welcher bis dato mit seiner Akkustic-Gitarre und seinem sehr beherztem Gesang dieser Band zusätzliches Leben einhauchte. Zwei Jahre später (1977) hat H.Köllen unter bislang nie geklärten Umständen den Weg in den ewigen Frieden gefunden. Geblieben sind uns in jedem Fall die beiden unvergesslichen Alben "Illusions.."(1973) und "Spartacus"(1975), die ich an dieser Stelle nur wärmstens empfehlen kann. Selbstverständlich ist auch 'Spartacus' digital überarbeitet, was allerdings (fast) nicht nötig gewesen wäre. Schon die Vinyl-Ausgabe aus dem Jahre 1975 war von außerordentlich exellenter Qualität, was wohl auch an der damaligen Unterhaltungindustrie nicht vorüber ging - wurde doch gerade "Spartacus" auf der IFA 1975 in Berlin immer wieder gerne dazu eingesetzt, um Hifi-Anlagen und Lautsprecherboxen zu testen!!!