Ron (Keyboards) und Russell (Gesang) Mael gründeten 1969 mit dem Gitarristen Earle Mankey die Gruppe Halfnelsons, zu denen in kürzester Zeit Jim Mankey (Bass) und Harvey Feinstein (Drums) stießen. 1971 brachten sie ihre erste Platte heraus, die ein Flop wurde. Daraufhin wollten die Plattenproduzenten in Anlehnung an die Marx Brothers die Gruppe in Sparks Brothers umtaufen, woran sich Russell Mael noch heute erinnert: "Wir sagten zu ihnen, ok, die Sparks nehmen wir, die Brothers könnt ihr behalten."
Die LP wurde nochmal unter dem Titel "Sparks" veröffentlicht - mit demselben Pleiteergebnis. Das war kein Wunder. 1971 war Amerika keineswegs bereit für die Art von Musik, die auf dieser Platte fabriziert wurde (und dürfte es auch heute noch nicht sein). Zwar waren die Sparks noch weit weg von ihrem irren Pop und Rock der "Kimono My House" bis "Indiscreet" - Phase und noch weiter weg von ihren späteren Dancenummern, aber irgendwie skurril waren sie damals schon.
Dabei waren sie nicht mal so weit weg vom Rock, aber irgendwie KLANG das alles anders. Man wusste manchmal gar nicht richtig, ob man das alles ernst nehmen sollte, vor allem, wenn da so merkwürdige Stücke wie "Biology 2" dabei waren, was eher wie ein Minihörspiel klang.
Es ist schwer, die Musik der Sparks zu diesem Zeitpunkt zu beschreiben. Eins wurde aber deutlich: Schon damals war ihre Musik eigentlich recht simpel, das Besondere daran war, WIE sie sie präsentierten. Hätte ich sie damals schon gehört, wäre ich ebenfalls Fan geworden.