Kurzbeschreibung
Konflikte in Forschungsteams sind unangenehm. Sie bremsen die Arbeit, schaden der Motivation und mindern die Teamleistung. Vor allem, wenn Personen aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen arbeiten, treten Spannungen auf. Ebenso problematisch kann es sein, wenn Praktiker einbezogen werden, die ihre Erfahrungen einbringen sollen und dafür sorgen, dass Wissenschaftler sich um praxisnahe Lösungen bemühen. Die Autorin präsentiert Steuerungsmethoden für derartige Projektteams. Sie beruhen auf der Erkenntnis, dass die Spannungen, die durch unterschiedliche Wissenschaftskulturen und Organisationslogiken sowie durch die - auch genderspezifisch - unterschiedlichen Kommunikationsstile entstehen, nicht nur eine Belastung für die Projektteams sind, sondern auch eine Chance. Die Steuerungsmethoden kombinieren systemische Analyse- und Interventionstechniken mit Kreativmethoden und Planspielelementen. Sie führen die Teams dahin, die Bremskraft der internen Differenzen in Antriebsenergie zu verwandeln.
Über den Autor
Marie Céline Loibl, Dr., Studium der Raumordnung und der Politikwissenschaften an den Universitäten Klagenfurt, Paris-Vincennes, Wien und Göttingen, Ergänzungsstudium für interdisziplinäre Kommunikation an der Universität Klagenfurt. Fortbildung in Organisationsberatung, Gruppendynamik, systemischem Coaching und Teamsupervision. Mitglied der Gesellschaft für Wissenschafts- und Technikforschung.