Movieman.de
Trotz seiner über 2 Stunden Lauflänge bleibt Spanglish eine stimmige, weitgehend längenlose romantische Komödie, die dieses gewisse Etwas mitbringt, dass den Zuschauer berührt. Das Drehbuch wandelt gekonnt auf dem Grat zwischen Witz und Romanze und wagt immer wieder einen Schritt nach Rechts, um sich dann nach links zu bewegen. James Brooks vermeidet jeglichen Hang zur Albernheit, was dem Film abträglich gewesen wäre, sondern gibt der Schönheit Paz Vega und Adam Sandler den nötigen Freiraum, ihren Rollen eine greifbare Gestalt zu geben. An Téa Leonis Auftritt wird man sich noch lange erinnern. Weniger für die Darstellung der neurotischen Ehefrau, als denn für einen rekordverdächtig simulierten Orgasmus, der Meg Ryan erröten lassen würde. Auch wenn das Filmende ein wenig enttäuscht und dem Film einen leicht bitteren Nachklang verleiht, ist Spanglish ein warmherziger Film mit vielen Gefühlen...vom Lachen bis zum Weinen. Fazit: Sehenswert
Moviemans Kommentar zur DVD: Optisch und akustisch in Ordnung und garniert von einem gelungenen und umfangreichen Bonusprogramm.
Bild: Der optische Eindruck wird von den sehr warmen Farbtönen geprägt und auch der Kontrastumfang bietet ein recht breites, wenn auch nicht sehr gutes Spektrum an Graustufen. Wenn Flor im Blauen Kleid durch die Nacht läuft (01.27.45) , ist das schon ein eindrucksvoller Beweis für gute Ausleuchtung der Sets, denn hier ist auch im Hintergrund noch eine Menge zu erkennen. Autoscheinwerfer fransen aber schon deutlich aus (01.36.20). Geringes bis sehr geringes Grieseln sorgt allenfalls auf der großen Leinwand für etwas Raunen, beschränkt sich aber vorrangig auf Himmel und andere großes Bildflächen (01.01.30, 01.38.30). Der Kompression tut dies kleinen Abbruch, hier bleibt der Gesamteindruck stabil und weitgehend ruhig.
Ton: Beide Tonspuren sind in ihrer Stimmwiedergabe merklich belegt und könnten durchaus etwas heller klingen, was wiederum der Verständlichkeit zu Gute kommen würde. Der Raumeindruck ist frontbezogen, wo sich aber die gesamte Kulisse sehr breit abspielt. Ein Bus fhrt hier nicht einfach davon, sondern der Optik korrekt nach rechts aus dem Bild folgend ( 01.21.20). Von den Surroundkanälen kommt nur mit deutlich reduzierter Lautstärke etwas Atmo, sonst nur Hans Zimmers leichtfüßige Filmmusik. Auch in Punkto Dynamik könnte sich die aktuelle Produktion ruhig etwas williger zeigen. So bewegen sich leise, wie laute Momente nur in einem sehr schmalen Lautstärkeband.
Extras: Der Audiokommentar mit Regie, Schnitt und Co-Produzent ist unterhaltsam bis spannend und natürlich auch mit deutschen Untertiteln versehbar. Der Kommentar ist auch in den über 30 Minuten Extraszenen zuschaltbar und läuft hier zur Hochform auf, wenn z.B. über die verlängerte Einleitungssequenz diskutiert wird und ob ein vom Regisseur so freigegebener Film nicht automatisch ein "Directors Cut" ist. Dummerweise fließen in die Untertitel des Kommentars auch immer wieder Untertitel zum Film selbst mit ein, was etwas verwirrt. Die Castingszenen mit den später zum Einsatz kommenden Darstellern sind ebenfalls kommentiert und geben den ansonsten sehr langweilig aussehenden Szenen die nötige Erklärung, warum man sich denn für diese Vorsprecher entschieden hat. "Wie man das beste Sandwich der Welt bastelt" ist nett, weil hier ein echter Starkoch Adam Sandler Tipps gibt. Achten Sie mal darauf, wie er das Spiegelei wendet! --movieman.de
VideoMarkt
John Clasky ist gerade zum "Besten Koch Amerikas" gekürt worden, ein vorbildlicher Vater für seine zwei Kinder und eigentlich ein perfekter Ehemann für seine Frau Deborah.. Die steuert ob ihrer Neurosen und ihrer eigenen fehlenden Karriere jedoch geradewegs auf eine frühe Midlife-Krise zu. Da stößt die Mexikanerin Flor, die kein einziges Wort Englisch spricht, als Hausmädchen zur Familie. Kulturen und Temperamente prallen aufeinander, Sprachbarrieren sorgen für Missverständnisse und auch die Hormone spielen bald verrückt.
Video.de
Nach seinem Oscar-prämierten Boxoffice-Knaller "Besser geht's nicht" meldet sich James L. Brooks nach siebenjähriger Kreativpause als Regisseur zurück. Ganz dem aktuellen Trend verpflichtet, hat er sich nun an einer Culture-Clash-Komödie versucht, der es an Zynismus und sozialkritischen Seitenhieben nicht fehlt. Während Comedy-Star Adam Sandler vor allem für den (Sprach-)Witz verantwortlich zeichnet, überzeugt auf optischer Ebene die Hollywood-Newcomerin Paz Vega. Solide Sitcom-Unterhaltung für Thirty-Somethings.
Blickpunkt: Film
Man spricht Spanisch und Englisch in der neuen Beziehungs-Dramedy von Regisseur und Skripter James L. Brook, seinem ersten Film seit 'Besser geht's nicht' vor sieben Jahren. Sprachbarrieren inbegriffen prallen zwei Kulturen und Klassen mit viel Humor und Emotion aufeinander, als eine illegale mexikanische Einwanderin eine Stelle als Haushaltsgehilfin bei einer problembeladenen Familie in Los Angeles übernimmt. Den gutmütigen Herr im Haus in dieser von Frauen dominierten Family spielt passiv-gedrosselt Komiker Adam Sandler, der nach 'Punch Drunk Love' im ernsthaftesten Part seiner Karriere zu sehen ist. [BR][BR]Ein Voiceover der jungen Christina klammert die Story ein. Sie erinnert sich in ihrem Bewerbungsschreiben an die Princeton-Univerisität bewundernd an den Werdegang ihrer Mutter: Von ihrem Ehemann verlassen, hatte Flor (die hinreißende Paz Vega aus 'Lucia und der Sex') die Flucht nach Kalifornien angetreten, um ihrer kleinen Tochter eine bessere Zukunft zu bieten. Nach mehreren Jahren im Barrio von Los Angeles, wo sie kein Wort Englisch gelernt hat, findet Flor Anstellung bei der wohlhabenden Klasky-Famlie. Flors neue Chefin ist die hochgradig neurotische Deborah (Tea Leoni wirft sich mit Elan in die Darstellung der enervierenden Hysterikerin), die weder mit ihrem sympathischen Mann, dem Vier-Sterne-Koch John, noch ihren beiden Kindern oder ihrer im Haus lebenden Mutter Evelyn (Chris Leachman als drollig-liebenswerte Alkoholikerin) ein besonders gutes Verhältnis hat. Denn Deborah ist ein sehniges Nervenbündel, das vollkommen auf sich selbst bezogen ist und ständig mit emotionalem Desaster flirtet. So sind ihr peinliche Übergriffe (wie Christina ein Stipendium an einer Privatschule zu verschaffen, ohne sie vorher gefragt zu haben, oder ihrer übergewichtigen Tochter Kleidung eine Nummer zu klein zu kaufen) unbewusst. Ihre bevorzugte Antwort in Konfliktsituationen ist es, den anderen zu versichern, dass sie nicht sauer auf sie wäre. Im Kontrast zu Deborah ist Flor eine mexikanische Madonna, zu deren Warmherzigkeit und natürlichem Charme sich die ganze Familie, inklusive des Haushunds, hingezogen fühlt. Insbesondere John, der von seiner Frau sträflich vernachlässigt wird, ist von der attraktiven und mittlerweile Englisch sprechenden Flor hoffnungslos in den Bann gezogen. Wie zwischen Bill Murray und Scarlett Johansson in 'Lost in Translation' bilden sich zart-bittersüße Gefühlsbande zwischen ihnen. Dabei geht ihre Zuneigungsäußerung ebenfalls nicht über einen Kuss hinaus. Allerdings fallen hier die Dialoge etwas weniger gewitzt und fließend als in Sofia Coppolas Kleinod aus. [BR]Wie in seinen anderen Filmen interessiert sich Brooks für die verschiedenen zwischenmenschlichen Töne, ohne sich auf einen Protagonisten per se festzulegen. Noch aus 'Zeit der Zärtlichkeit'-Tagen geübt, legt Brooks Augenmerk auf den dreifachen Mutter-Tochter-Konflikt. Insgesamt werden die verschiedenen Figuren jedoch vergleichsweise oberflächlich skizziert, sodass auch manche Frage unbeantwortet bleibt. Weshalb beispielsweise ist Deborah so unzufrieden oder warum lässt sich John von ihr emotional (und einer bizarren Szene zufolge sexuell) benutzen? Überhaupt ist die Rolle von Leoni im Gegensatz zu der von Jack Nicholsons Ekelpaket in 'Besser geht's nicht' charmefrei und weist keine sympathischen Merkmale auf. Zweifellos wäre es in Brooks' neuem Film in vielerlei Hinsicht auch besser gegangen: Die zynisch angehauchte Sozialkomödie mit unterschwelligem Sitcom-Flair ist in einer Saison der großen Knüller eher als Geheimtipp zu werten. ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Zynisch angehauchte Sozialkomödie, in der Adam Sandler als gestresster Familienvater dem Charme seiner mexikanischen Haushälterin erliegt.
Kurzbeschreibung
Die schöne Flor und ihr 12-jährige Tochter immigrieren von Mexiko nach Los Angeles, um sich ein besseres Leben aufzubauen. Bei John und Deborah Clasky tritt sie einen Job als Haushälterin an. Doch nicht alles klappt so, wie es sich Flor vorgestellt hat. Die Sprache ist fremd, die Kultur unterschiedlich und ihre neuen Arbeitgeber irgendwie anders. Denn das wohlhabende Ehepaar pflegt einen recht exzentrischen Lebensstil. Während John als Starkoch in Kalofornien hohe Anerkennung genießt und obendrein der perfekte Vater und Ehemann ist, hat seine neurotische Frau mit der typischen Unausgefülltheit einer reichen Hausfrau zu kämpfen. Gleichzeitig führt sie Flor ein ihr bislang unbekanntes, extravargantes Leben vor. Hinzu kommt, dass Flors Tochter gerade mächtig pubertiert und sie somit ständig auf Trab hält. So ist für turublente Zeiten im Leben beider Familien gesorgt...
Produktbeschreibungen
Die schöne Flor und ihre 12-jährige Tochter immigrieren von Mexiko nach Los Angeles, um sich ein besseres Leben aufzubauen. Bei John und Deborah Clasky tritt sie einen Job als Haushälterin an. Doch nicht alles klappt gleich so, wie Flor es sich vorgestellt hat. Die Sprache ist fremd, die Kultur unterschiedlich und ihre neuen Arbeitgeber irgendwie anders. Denn das wohlhabende Ehepaar pflegt einen recht exzentrischen Lebensstil. Während John als Starkoch in Kalifornien hohe Anerkennung genießt und obendrein der perfekte Vater und Ehemann ist, hat seine neurotische Frau mit der typischen Unausgefülltheit einer reichen Hausfrau zu kämpfen. Gleichzeitig führt sie Flor ein ihr bislang unbekanntes, extravagantes Leben vor. Hinzu kommt, dass Flors Tochter gerade mächtig pubertiert und sie somit ständig auf Trab hält. So ist für turbulente Zeiten im Leben beider Familien