Z. zieht sich mit dreißig Jahren in die Bergeinsamkeit zurück. Dann erst kann er der Menschheit sein "Geschenk" machen - er arbeitet an der Schaffung des "Übermenschen" mit und will dadurch seinen Beitrag zur Überwindung des Nihilismus bringen. Nach einer Zurückweisung durch die Menge beschließt er, nur noch zu einzelnen zu sprechen. Im Abschnitt "Von den drei Verwandlungen" schildert er dann die Schaffung des "Übermenschen". Im dritten Teil wagt sich Z. an den "Wiederkunftsgedanken", im vierten Teil hat er auf dem Weg zur eigenen Übermenschlichkeit das Auftauchen "höherer Menschen" zu gegenwärtigen."Also sprach Zarathustra" ist zweifellos Nietzsches persönlichstes und umstrittenstes Buch. In vier Teilen einzeln veröffentlicht, gab es von Anfang an den Lesern Rätsel auf. Schon eine vermeintlich objektive Beschreibung kann nur Interpretation sein. So spricht Nietzsche selbst: "Im Einzelnen ist unglaublich Vieles persönlich Erlebte und Erlittene darin, das nur mir verständlich ist." Das heißt nicht, wie schon Martin Heidegger warnend angemerkt hat, dass Nietzsche etwa Zarathustra oder Zarathustra Nietzsche sei! Vielmehr ist Z. ein poetisches Ich - mit Leistungen, die N. nach eigenem Bekunden nicht erbracht hat. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)