einer band. dies sind wohl die treffendsten worte für die letzte scheibe der "echten" gnr besetzung...
in meinen augen waren gnr die band welche die welt ende der 80er von dem leidlichen glitzer rock befreit hat. endlich mal kein geglitzer sondern purer und präziser hard-rock!!
in einer zeit in der bands monatelang nach dem heiligen snare-drum effekt gesucht haben machten gnr ehrlichen und guten rock, unterstützt vom rauchenden altmeister saul hudson (slash) an der gitarre mauserten sie sich zu einem weltbekannten, dampfenden act....
mit ihrer letzen 1994 erschienen scheibe gingen sie aber unter, da ist kaum noch was von fetzenden, wütenden und rohen rock ala "apettit for destruction" übrig geblieben...
an sich hat die alteingesessene fangemeinde eh schon mit gnr gebrochen als izzy stradlin durch den wenig charismatischen gilby clark ersetzt wurde... mit matt sorum hat man an den drums eher einen zerhacker als einen guten steven adler ersatz gefunden.
izzy stradlin fehlte vor allem als genialer songwriter, dies fällt besonders bei den letzten zwei scheiben von gnr auf.
die band ist hier merkbar aus dem rythmus, nicht zuletzt wegen axel rose, welcher mit seiner manisch psychopatischen art damals schon längst einen tiefen keil in die band getrieben hat.
das gesamte album wirkt phasenweise unausgewogen, kaum eine eingängige oder gute nummer darauf zu finden. bis zu dieser scheibe konnte man sich immer sicher sein auf einer gnr-platte zumindest 3 starke nummer zu finden.. wo sind die hier??? wo ist die leidenschaft, die liebe zum instrument oder zur musik??
sie ist ganz einfach verschwunden, würde der großartige slash die band hier nicht mit seinen gitarren-riffs und licks bereichern wäre die platte wohl ladenhüter geworden....
geboten wird hier fader rock-einheitsbrei, ideenlos, unrhytmisch und ganz einfach schlecht.... schade um diese große band. entweder findet man hier unnötig unverständlich gebrüllten rock-infantilismus, oder leidliche und furchtbar schmalzige balladen ala "since i dont have you" oder "you cant put your arms around a memory". im letzeren versuchte sich duff am gesang, mann, warum blieb er nicht nur beim bass-spielen??
gerade mit "aint it fun" gelang eine angemessene gnr nummer, aber eine nummer welche okay ist reicht sicherlich nicht aus....
der sound befindet sich auf gutem niveau, aber das hilft hier ganz einfach nicht....
(wenn der strache über eine mörder-anlage eine rede hält wird diese ja auch nicht besser!!)
fazit: da war die luft raus, keine ideen, keine leidenschaft, die auflösung der band in dieser zusammensetzung ist in jedem lied zu spüren...
schade um diese einst großartigen musiker....
1 stern, weil einer muss sein, der zweite für slash welcher hier solide arbeit leistet, auch wenn da das herz blutet, mehr geht einfach nicht.