Nach dem "Heiteren Gartenlexikon", das weitab von vielbefahrenen Pfaden der Hobbyratgeber mit Humor und Ironie bestens unterhält, legt Torsten Buchheit das nächste satirische Nachschlagewerk vor: Meine Erwartungen beim Lesen des "Heiteren Heimwerkerlexikons" wurden nicht enttäuscht!
Hier erfährt der geneigte Heimwerker beispielsweise
- absolut Überlebensnotwendiges ("Verbandkasten: Häufig benutztes Utensil des Heimwerkers. Enthält neben Jodtinktur, einer leeren Flasche mit Baldrian, einer stumpfen Schere, toten Fliegen und zu wenig Pflaster auch die Telefonnummer des Notarztwagens. Es heißt übrigens Verbandkasten und nicht, wie so oft falsch gesagt, Verbandskasten. Es heißt ja auch nicht Bratspfanne."),
- Nützliches ("Dynamit: Universell einsetzbarer Sprengstoff, zum Beispiel zum Öffnen von Farbdosen, Lockern und festsitzenden Schrauben oder Ablösen von Tapeten. In größerer Menge auch zur Erleichterung von Renovierungen, in noch größerer Menge auch zum Ersatz von Renovierungen verwendbar."),
- er erhält die Möglichkeit, sich von überholten Sicherheitsvorstellungen freizumachen ("Stromleitung: Von Strom durchflossenes Kabel, verläuft oftmals genau unter einem Bohrloch. Verbindet Sicherungskasten und Steckdose, Lichtschalter oder Lampe, niemals jedoch Sicherungskasten und Wasserhahn. Es gibt genaue Regeln, welchen Verlauf eine Stromleitung unter Putz nehmen sollte. Aber was sind schon Regeln? Regeln sind dazu da, dass man sie bricht!!!")
- oder wird über langgehegte Irrtümer aufgeklärt ("Ziege: Hat nichts mit dem Ziegelstein zutun.").
Wer dieses Buch nicht kennt, wird außerdem niemals erfahren, was es mit dem Begriff "Quaufel" auf sich hat - eine echte Wissenslücke!
Ich vermisse als Leserin nur noch den Warnhinweis, dass das Schmökern in Buchheitschen Lexika zu Lachkrämpfen führt und süchtig machen kann. Lange nicht mehr so gelacht!