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Der Pilotfilm erklärt, wie es zur Errichtung der Raumstation als eine Art Freihandelszone gekommen ist. Im Mittelpunkt der Geschichte steht nun die erwartete Ankunft des Botschafters des geheimnisvollen Volkes der Vorlonen, die noch nie zu anderen Völkern diplomatische Beziehungen aufgenommen haben. Kaum hat er jedoch die Station betreten, wird der Botschafter Kosh vergiftet und droht zu sterben. Eine Telepathin (Patricia Tallman) nimmt daraufhin Kontakt zu seinem Unterbewusstsein auf und entdeckt, dass niemand anderes als B5-Kommandant Sinclair (Michael O'Hare) für den Anschlag verantwortlich ist. Daraufhin stellen die Vorlonen ein Ultimatum: Entweder sie bekommen Sinclair ausgeliefert -- oder sie werden Babylon 5 angreifen. So hat Sinclair nur wenige Stunden Zeit, um seine Unschuld zu beweisen.
Babylon 5 ist eine Serie, die insgesamt fünf Staffeln umfasst und eine neue Form der Science-Fiction-Serie im Fernsehen etablierte: Den SciFi-Fortsetzungsroman. Spätestens ab der zweiten Staffel gab es für Gelegenheitszuschauer keinen Einstieg mehr in die Serie. Immer komplexer wurden die Charaktere, immer komplizierter die Verwicklungen der Völker, die im Mittelpunkt der Serie stehen. In diesem Zusammenhang ist der Pilotfilm höchst interessant, denn er legt bereits den Grundstein für diese Entwicklung, gleichzeitig aber stellt er eine Rarität im Reigen der Serie dar.
Tatsache ist: Eine ganze Reihe der Hauptfiguren dieses Filmes, zum Beispiel der Schauspieler Johnny Sekka in der Rolle des Stations-Arztes Dr. Kyle, tauchen in der Serie nie wieder auf. Auch die Masken verändern sich. Wird die Schauspielerin Mira Furlan in der Rolle der Minbar-Botschafterin Delenn als eine Art geschlechtsloses Wesen in diesem Pilotfilm eingeführt, ist sie ab der ersten Folge eindeutig als Frau zu erkennen. Und während Andreas Katsulas in der Rolle des Narn-Botschafters G'Kar als boshafter Intrigant vorgestellt wird, erlebt man ihn in der Serie als einen intelligenten, sympathischen Mann. Wenn dann noch die experimentelle Musik von Ex-"Police"-Schlagzeuger Stewart Copeland ertönt, weiß man, dass dieser Film im Rahmen der Serie eine Sonderstellung einnimmt, schrieb den Soundtrack der gesamten Serie doch der deutsche Ex-Tangerine Dream-Musiker Christoph(er) Franke.
Vergleicht man den Pilotfilm mit der Serie, wirkt er noch konservativ inszeniert. Es fehlt an Tempo, vor allem aber wirkt die Geschichte im Vergleich zu den unglaublich komplexen Handlungssträngen der folgenden Staffeln, recht simpel. Für Fans ist der Pilotfilm dennoch ein Muss. Denn so hat Babylon 5 nie wieder ausgesehen. --Christian Lukas
Leider befindet sich auf der DVD nur die ALTE Version des Pilotfilms, die deutlich schlechter ist als der geniale neue Schnitt von JMS himself (mit vielen neuen Szenen und einer neuen Musik von Christopher Franke). Auch am Cover hat Warner nichts mehr geändert. So werden all diejenigen, welche vielleicht nicht ganz so Babylon 5-sattelfest sind, dadurch irritiert, dass das Cover von "Der erste Schritt" einfach ein zweites Mal verwendet wurde (als ob diese Filme nicht so schon oft genug verwechselt worden wären...). Erschwerend kommt noch hinzu, dass der gute Bruce Boxleitner, der dem willigen Käufer links auf dem Cover entgegenblickt, im Pilotfilm gar nicht vorkommt. Nun könnte man das natürlich dadurch versuchen zu entschuldigen, dass so ein Coverdesign auch Geld kostet, allerdings hätte Warner Deutschland 3 alternative Cover zur Auswahl gehabt (Cover der englischen DVD, Cover der 1. VHS-Veröffentlichung des Pilotfilms, Cover der 2. VHS-Veröffentlichung als "Folge 1" der "Spacecenter Babylon 5"-Reihe), welche sie ohne weitere Veränderung verwenden hätten können. Hier wurde einfach schlampig gearbeitet, und angesichts des Verkaufserfolges der DVD-Box zur 1. Staffel hätte man sich bei Warner Deutschland meiner Ansicht nach hier schon ein bißchen mehr Mühe geben können.
Fazit: Qualitativ ist diese DVD nicht besser als die deutlich billigere VHS-Fassung, die immer noch erhältlich ist (Spacecenter Babylon 5 - Teil 1). Ich empfehle daher allen deutschen B5-Fans, das Geld lieber in die VHS zu investieren, oder noch besser, bei ausreichenden Englisch-Kenntnissen die englische DVD zu kaufen. Die kommt zwar ein wenig teurer als die hier vorliegende Fassung, aber glaubt jemandem, der beide Versionen kennt: Ihr bekommt bei der UK-DVD mehr fürs Geld.
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